Nahrungsmittel-Lexikon

Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

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Aktualisiert am: 30.05.2006

Orangen

Sie gelten als wahre Vitamin-C-Bomben, haben jedoch in Wahrheit viel mehr als das zu bieten. Neben ihrem einzigartigem Geschmack werden aus Orangen auch Duftstoffe für die Parfumindustrie gewonnen.

Ihre Urheimat ist Südost-China, wo sie schon vor 4.000 Jahren kultiviert wurde. Daher auch der Name Apfelsine - "Der Apfel aus China". Früher wurde sie auch Pomeranze genannt. Nach Europa sind Orangen im 15. Jahrhundert gekommen und zierten vorerst nur fürstliche Gärten. Bald waren "Orangerien" sehr chic, wo man die Bäume überwintert ließ. Die ersten kommerziellen Orangenkulturen wurden dann gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Spanien bei Valencia angelegt.

Orangen müssen - oder sollten - reif geerntet werden, denn sie reifen nicht mehr nach. Die Farbe ist kein eindeutiger Hinweis auf den Reifegrad. Grünliche Schattierungen können durch sehr warmes Wetter vor der Ernte entstehen. Das veranlasst nämlich die Bildung von Blattgrün (Chlorophyll).

Insgesamt gibt es rund 400 Sorten, etwa 30 davon spielen im Handel eine Rolle. Viele davon sind für den Laien nicht voneinander zu unterscheiden. Am bekanntesten sind die Navel-Orangen, die am charakteristischen Nabel zu erkennen sind und keine Kerne haben. Navel-Orangen sind ab November auf dem Markt erhältlich. Blutorangen sind durch einen intensiveren und süßeren Geschmack gekennzeichnet. Je dunkler das Fruchtfleisch, umso süßer der Geschmack.

Orangen enthalten neben Vitamin C noch 13 andere Vitamine! Ihr Geschmack beruht auf mehr als zehn Aromastoffen, sie enthalten verschiedene Fruchtsäuren wie Apfel- oder Weinsäure - und natürlich Zitronensäure.

Am besten eignen sich Orangen dazu, frisch verzehrt zu werden. Als Snack zwischendurch, als Zutat für einen Obstsalat oder ausgepresst als Saft. Orangen werden auch gerne als Zutat für Fleischgerichte verwendet. Für süße Cremen und Tortenfüllungen nimmt man die Früchte ebenso. Sehr beliebt - vor allem in Großbritannien - ist auch Orangenmarmelade, wofür jedoch die ansonsten eher schwer verdauliche Bitterorange herangezogen wird. Auch die (unbehandelte) Orangenschale kann verwertet werden: Orangeat wird aus dickschaligen Wildorangen wie Pomeranzen oder Bergamotte hergestellt. Bergamotten liefern auch das Aroma für den berühmten Earl Grey Tee.


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