Nahrungsmittel-Lexikon

Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

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Aktualisiert am: 30.05.2006

Rund um die Paradeiser

In Deutschland heißt sie Tomate, in Österreich Paradeiser. Wie auch immer man den angeblich aphrodisierenden Liebesapfel nennen mag, was in den runden Früchten steckt, ist durchwegs gesund. Aus der mediterranen Küche sind Paradeiser kaum wegzudenken. Stellen Sie sich eine einfache Pasta vor: Zubereitet mit frischen Paradeisern ist sie durch nichts zu übertreffen.

Der Paradeiser stammt ursprünglich aus den niederen Regionen der Anden und wurde in Mexiko von den Azteken angebaut. Zusammen mit Mais, Kartoffeln, Chilischoten und Süßkartoffeln wurden Paradeiser im frühen 16. Jahrhundert von Kolumbus nach Spanien gebracht. Der Paradeiser erreichte wahrscheinlich zunächst Sevilla, damals ein großes Zentrum internationalen Handels. Die Frucht machte sich auch einen Namen als Aphrodisiakum. Dies erklärt Namen wie "pomme d'amour" im Französischen, "pomodoro" im Italienischen und "love apple" im Englischen.

Gesund und leicht

Verantwortlich für den Gesundheitswert von Paradeisern ist vor allem ein sekundärer Pflanzenstoff, das Lycopin. Lycopin, ein Carotinoid, ist die Basis für die leuchtend rote Farbe der Paradeiser und wird erst während des Reifungsprozesses gebildet. Es ist ein Antioxidans erster Klasse, verhindert die Umwandlung von Cholesterin in seine aggressive Form und senkt daher die Gefahr von Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall und Thrombose. Norditaliener, die sechsmal die Woche ihre "pomodori" auf dem Tisch haben, leiden zu 60 Prozent seltener an Magen- und Darmkrebs als die übrigen Europäer.

Beim Reifen der Paradeiser entsteht auch Tyramin, ein Stoff, der gegen schlechte Laune und Stimmungsschwankungen hilft. Paradeiser sind reich an Mineralstoffen, besonders Kalium, Magnesium, Eisen und an Vitaminen (Vitamin A, C, E, Carotinoide). Paradeiser helfen gegen Gicht und Arthritis: Rheumakranke sollten daher jeden Tag ein Glas frischen Paradeisersaft trinken. Paradeiser bestehen zu 95 Prozent aus Wasser, sind damit kalorienarm und ein idealer Diätfreund. 100 Gramm haben 50 Kalorien/210 Kilojoule.


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