Nahrungsmittel-Lexikon

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Aktualisiert am: 11.05.2006

Reis: klein, aber oho!

Das kleine Korn aus Asien hat längst die ganze Welt erobert. Ohne Reis gäbe es kein Sushi, kein Risotto, keine Paella und kein Reisfleisch. Er senkt den Blutdruck und ist ein wichtiger Kaliumlieferant.

Reis dient fast der Hälfte der Weltbevölkerung als Hauptnahrungsmittel. Vor allem in Südostasien wird Reis mit Nahrung überhaupt gleich gesetzt. China und Indien sind von den asiatischen Ländern die bedeutendsten Anbaugebiete. Der größte Teil der Ernte wird direkt in den Erzeugerländern verbraucht. Der hierzulande verzehrte Reis kommt vorwiegend aus Nord- und Südamerika, aus der italienischen Po-Ebene, aus Surinam und Ägypten.

Reistypen und -sorten

Reis wird nach seinen Körnertypen in Lang-, Mittel- und Rundkornreis eingeteilt. Diese drei Reistypen gibt es als klebende und nicht klebende Sorten, je nach ihrer Stärkezusammensetzung.

Klebreis: Er enthält eine nicht wasserlösliche Stärkesorte, die viel Flüssigkeit aufnehmen kann. Dadurch wird er beim Kochen gallertartig und eignet sich ideal für Sushi und puddingartige Süßspeisen. Soll der Klebreis möglichst körnig bleiben, gart man ihn am besten über Dampf.

Nicht klebende Reissorten: Ihre Stärke löst sich im heißen Wasser auf und kann die Garflüssigkeit cremig binden. Deshalb eignet er sich besonders gut für ein Risotto oder den beliebten Milchreis. Für die körnige Beilage wäscht man ihn gründlich vor dem Kochen, um die Stärke auszuspülen.

Naturreis, Vollkornreis, unpolierter Reis: Er wird nur von den Spelzen befreit, behält seine braune Samenhülle mit dem fetthaltigen Keim. Er enthält alle Vitamine und Mineralien.

Weißer Reis, polierter Reis: Weiterverarbeitung der Naturreises. Er wird in der Reismühle von der Schale und vom Keim befreit und poliert, enthält aber weniger Nährstoffe.

Parboiled-Reis: Er ist eine Mischform enthält mehr Nährstoffe als sein weißer Bruder. Beim Parboiling-Verfahren werden die Reiskörner vor dem Polieren in Wasser eingeweicht und dann mit Wasserdampf unter hohem Druck so behandelt, dass die Inhaltsstoffe in das Innere gepresst und dort versiegelt werden. Auch die Stärke ist weitgehend mit eingeschlossen und kann beim Kochen kaum mehr herausgelöst werden.

Basmatireis, Jasminreis, Duftreis: Langkornreissorten, der sich ideal für körnige asiatische Gerichte eignen.

Arborio, Carnaroli, Vialone: Italienische Rundkornreissorten, die sich ideal für Risotto eignen.

Bahia: Spanischer Rundkornreis, der Klassiker für Paella, aber auch Süßspeisen.

Wildreis: gehört zu einer anderen Pflanzengattung und kommt immer ungeschält in den Handel. Die langen, schlanken Gräsersamen werden vorher gedörrt, deshalb auch seine dunkle Farbe und sein nussiger Geschmack. Wird oft mit normalem Reis gemischt angeboten.

Reisprodukte: Am bekanntesten ist sicherlich Sake, der Reiswein. Oder die bei Kindern beliebten Reispuffer. Es gibt aber auch Reisnudeln, Reispapier, Reismehl etc.


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