Reizdarmsyndrom

Klopapier

Aktualisiert am: 26.06.2007

Vorbeugende Maßnahmen

Je mehr Sie darüber Bescheid wissen, wodurch bei Ihnen das Reizdarmsyndrom ausgelöst wird, desto besser können Sie dafür sorgen, dass Sie wenige Beschwerden haben.

Um besser vorbeugen zu könnne, ist es sehr hilfreich, ein Protokoll zu führen, wo Sie alle möglichen Einflüsse, wie die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, auftretende Beschwerden, Stressfaktoren sowie äußere Einflüsse, wie das Wetter, festhalten. Überlegen Sie, ob Sie sofort einige kritische Faktoren aufzählen können, wenn Sie darüber nachdenken und überprüfen Sie Ihre Vermutungen durch Beobachtung.

Therapie

Genauso vielfältig wie die Gründe für das Auftreten des Reizdarmsyndroms sind die Ansatzmöglichkeiten in der Therapie. Achten Sie besonders bei der Nahrungsaufnahme auf die Verträglichkeit! Versuchen Sie herauszufinden, was Ihnen besonders gut tut - manchmal zeigt das der Körper, indem er Appetit auf bestimmte Speisen oder Gewürze entwickelt.

Trinken Sie genug! In vielen Fällen bessern sich die Beschwerden deutlich, wenn zwei bis drei Liter einer gut verträglichen Flüssigkeit getrunken werden. Besonders günstig wirken Kräuter- und Gewürztees, sowie Wasser und verdünnte Säfte.

Arbeiten Sie daran, Ihren Stress und Ärger etwas abzubauen. Dabei kann sportliche Betätigung sehr hilfreich sein. Am Idealsten ist es, möglichst die Emotionen auszuleben und weniger hinunterzuschlucken. - Das ist natürlich nicht immer möglich, jeder Schritt in diese Richtung ist aber nützlich!
Manchmal ist es notwendig, aufgestaute und nicht verarbeitete Erlebnisse, mit psychologischer Hilfe anzugehen, um eine Verbesserung der körperlichen Symptome zu erzielen. Auch das Erlernen von Entspannungstechniken, wie etwa Autogenem Training bringen oft sehr gute Ergebnisse.

Suchen Sie bei starkem Stuhldrang sofort die Toilette auf und versuchen Sie nicht, den Durchfall zurückzuhalten, da sonst die Beschwerden noch länger andauern und stärker werden können. Sorgen Sie in Entspannungsphasen für ein besonders angenehmes Klima. Gönnen Sie sich ein warmes Aromabad oder geben Sie harmonisierende Öle in Ihre Duftlampe. Dazu gehören zum Beispiel Melisse, Orange, Bergamotte, Lavendel, Vanille oder Zimt.

Die Darmflora sanieren

Besonders, wenn dauernd heftige Blähungen auftreten und der Stuhl sehr übelriechend ist, kann die Sanierung der Darmflora helfen. Die richtigen Darmbakterien werden wieder angesiedelt und es kommt nicht mehr zum Gären oder Faulen des Darminhaltes. Sofern sie verträglich sind, eignen sich probiotische Milchprodukte, vor allem Joghurt sehr gut, um die Darmflora zu verbessern. Sind diese Produkte nicht verträglich, ist es möglich die Darmflora durch bestimmte Medikamente richtig aufzubauen. Diese Präparate werden vom Arzt verschrieben.

Homöopathie

Auch wenn medizinische Hilfe bisher bei Ihnen wenig gebracht hat, lohnt es sich, es mit Homöopathie zu versuchen. Ein gut geschulter Homöopath wird sich nicht nur auf Ihre Darmbeschwerden konzentrieren, sondern den ganzen Menschen mit Körper und Seele in die Behandlung mit einbeziehen.
Fertige Mischungen die ohne eine eingehende Befragung in Apotheken abgegeben werden wirken meist nicht so gut.

Medikamente

Die Schulmedizin beschränkt sich bei der Behandlung des Reizdarmsyndroms auf die Linderung der Symptome. Häufig werden krampflösende Medikamente eingesetzt. Befragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie über die verschriebenen Medikamente nicht genau Bescheid wissen!


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