Salz

Aktualisiert am: 17.02.2012

Jodiertes Salz

Durch die in der Eiszeit ausgewaschenen Böden nehmen Pflanzen und in Folge Tiere und Mensch zuwenig Jod auf. Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement zur Bildung der Schilddrüsenhormone, die auf alle Organe des Körpers und auf die Psyche wirken.

Jodmangel ist ein weltweites Problem, vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika leiden Millionen Menschen an Jodmangel. Laut dem Arbeitskreis Jodmangel besteht dieser weltweit bei 36,5 Prozent der Sechs- bis Zwölfjährigen. Ein Pionierland im Kampf gegen Jodmangel ist die Schweiz. Dort wurde 1922 Jodsalz eingeführt. Die USA, Schweden und Österreich folgten. Damit wurde dem Kropf, einer direkten Folge des Jodmangels, der Kampf angesagt. In Österreich war der Kropf vor etwa sechzig Jahren noch weit verbreitet.

Wichtig für Schwangere und Kinder

Zwar hat sich die Jodversorgung in den vergangenen Jahren gebessert, trotzdem ist Jodmangel noch weit verbreitet. Kinder, Jugendliche und Schwangere haben einen erhöhten Bedarf, der über die normale Ernährung kaum abzudecken ist.
Ein Mangel in der Schwangerschaft kann beim Kind Kretinismus auslösen, eine geistige und physische Behinderung. Untersuchungen in Deutschland haben bei 27 Prozent der Sechs- bis Zwölfjährigen einen Jodmangel nachgewiesen. Als unmittelbare Folge fehlt es den Kindern an Konzentrationsfähigkeit, Antrieb und geistiger Leistungsfähigkeit.

Täglicher Jodbedarf

Jugendliche und Erwachsene benötigen täglich 180 bis 200 Mikrogramm Jod. Zur Deckung dieses Bedarfs wird geraten regelmäßig Seefisch, den besten Jodlieferanten, zu essen und Jodsalz im Haushalt zu verwenden. Alfred Fischer vom deutschen Arbeitskreis Jodmangel weist jedoch darauf hin, dass das allein oft nicht ausreicht. Zusätzlich empfiehlt er, weitere jodhaltige Lebensmittel zu verwenden. Beispielsweise Brot, Fleisch und Wurstwaren, die mit Jodsalz hergestellt wurden bzw. sollten Schwangere, Stillende und Jugendliche nach Rücksprache mit dem Arzt Jod in Tablettenform zu sich nehmen. Auch Speisealgen enthalten je nach Art erhebliche Mengen Jod. Ebenfalls eine gute natürliche Jodquelle ist Meeresfisch.


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