Nahrungsmittel-Lexikon

Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

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Autorin: MMag. Susanne Kapeller

Aktualisiert am: 30.05.2006

Sellerie: Würzig und geschmacksintensiv

Beim Suppengrün ist er immer mit dabei. Auch für den berühmten Waldorfsalat ist er unerlässlich. Den Ruf als Potenzmittel hat der Sellerie jedoch zu unrecht bekommen, auch wenn Casanova angeblich darauf geschworen hat. Gesund ist der Sellerie trotzdem. Er wirkt entwässernd und fördert die Verdauung.

An seinem Geruch ist der Sellerie eindeutig zu erkennen. Der hohe Gehalt an ätherischen Ölen und die Bitterstoffe sorgen für den würzigen Geschmack. Dieses typische Aroma wird noch intensiver, je kleiner man den Sellerie schneidet. Optisch hingegen kann er uns ganz schön verwirren, er tritt sowohl als Knolle als auch in Staudenform in Erscheinung. Von der Wirkung her ist es egal, für welchen Sellerie man sich entscheidet. Einzig vom Vitamin- und Mineraliengehalt hat der Staudensellerie mit seinen dicken, grünen Blättern einiges mehr zu bieten. Grundsätzlich ist sowohl in der Knolle als auch in der Staude viel Kalium, Kalzium und Vitamin E enthalten.

Sellerie wirkt sehr stark harntreibend, entwässernd und wird daher sehr gerne zum Entschlacken verwendet. Zur inneren Reinigung wird Sellerie, der im Übrigen auch Zeller genannt wird, als frisch gepresster Saft getrunken. Aufgrund dieser stark entwässernden Wirkung sollten jedoch akut Nierenkranke auf Sellerie verzichten. Ansonsten hilft Sellerie auch noch bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen, weil er den Speichel- und Gallenfluss anregt. Im Volksmund wird ihm zusätzlich eine fiebersenkende und schleimlösende Wirkung (bei Husten) nachgesagt.

Aber Vorsicht: So gesund der Sellerie auch sein mag, für Allergiker kann er durchaus zum Problem werden. Sellerie ist die häufigste Ursache für eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Das ist auf eine Kreuzreaktion auf eine zugrunde liegende Beifuß-, Birken-, Hasel- oder Erlenallergie.


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