Nahrungsmittel-Lexikon |
Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

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Aktualisiert am: 13.05.2011
Teil 1: Spargel: sinnlich und gesund
Teil 2: Einkaufstipps für Spargel
Teil 3: Spargelzubereitung
Teil 4: Links und Buchtipps
Spargel: sinnlich und gesund
Im Mai und Juni wird hierzulande der Spargel geerntet. Traditionell dauert die Spargelsaison bis zum 24. Juni, dem Johannistag. Für Feinschmecker jedes Jahr ein kulinarisches Fest. Den Spargel gibt es als weiße, grüne und violette Sorte. Spargelschlemmen ist ein sinnlicher Genuss, und wer will, darf die feinen Stangen auch heute noch mit den Fingern essen, wie es früher Brauch war.
Im alten Griechenland und Rom wurde der Spargel vielmehr als Arznei denn als Gemüse verwendet und wurde vor allem bei Verstopfungen, Nierenleiden und zur Blutreinigung eingesetzt. Die Römer waren es wahrscheinlich auch, welche die wohlschmeckenden Stangen nach Österreich brachten. Hier wird der Spargel seit Ende des 19. Jahrhunderts bevorzugt im Marchfeld kultiviert und ist aus der österreichischen Küche nicht mehr wegzudenken.
Gesunder, kalorienarmer Genuss
Dass Spargel aber nicht nur gut schmeckt, sondern auch gesund ist, damit hatten schon die alten Griechen recht. Wenige Lebensmittel sind so kalorienarm wie Spargel, er besteht zu 93 bis 95 Prozent aus Wasser und 100 g haben nur 17 Kalorien. Spargel regt durch seinen hohen Gehalt an Wasser, Kalium und Asparaginsäure die Blasen- und Nierentätigkeit an. Seine entwässernde Wirkung entlastet die Venen und damit auch das Herz-Kreislaufsystem, sondern verschafft auch Linderung bei Flüssigkeitsstauungen in den Beinen und bei Cellulite. Die entwässernde Wirkung macht sich nach dem Spargelgenuss auch durch einen eigenartigen Geruch des Urins bemerkbar. Keine Sorge, dieser ist harmlos und wird durch die Verstoffwechslung der Inhaltsstoffe des Spargels verusrsacht. Durch seinen hohen Anteil an Ballaststoffen bringt Spargel einen trägen Darm wieder in Schwung. Vitamin B1 und B2 im Spargel unterstützen die Funktion des Nervensystems, reichlich Folsäure ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Spargel enthält weiters viel Provitamin A, die Vitamine C und E sowie einen hohen Anteil an Magnesium, Kalzium, Kupfer und Natrium.
Spargel bei Gicht?
Bisher wurde Personen mit erhöhten Harnsäurewerten im Blut, die bereits an Gicht leiden oder eine eingeschränkte Nierefunktion haben, geraten, das feine Gemüse nur selten zu genießen. Denn Spargel, so hieß es, enthalte hohe Konzentrationen an Purinen, die im Körper zu Harnsäure abgebaut werden, welche wiederum langfristig zu Gicht führen würden. Ernährungsexperten sind sich heute aber einig, dass so große Mengen an Spargel auf einmal nicht gegessen werden, dass der Puringehalt im Blut derartig ansteigt. Aufgepasst sollte jedoch bei den Beilagen werden: Wer fettreiches Fleisch oder Soße zum Spargel isst, riskiert womöglich einen Gichtanfall aufgrund dieser Zutaten, nicht wegen des Spargels selbst.
Soßen sind oft Kalorienbomben
Diabetiker und Diätpatienten sollten ebenfalls bei den Beilagen zum Spargel aufpassen, die verführerisch cremigen Soßen – von der klassischen Hollandaise über Käsesoßen bis zur Mayonnaise – sind zumeist echte "Fettbomben". Besser geeignet wären etwa eine Sauce Vinaigrette, ein Dressing aus Olivenöl und Zitrone, eine exotische Karotten-Orangen-Soße, oder streuen Sie einfach etwas geriebenen Parmesan über den heißen Spargel, gießen ein wenig Kochwasser (kann eventuell mit wenig Butter angereichert werden) darüber und würzen Sie abschließend mit frischem Pfeffer.
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