Thunfisch

© Fotolia/Lunamarina
Autorin: Mag. Sonja Tautermann
Aktualisiert am: 14.03.2011
Hände weg von Thunfisch?
"Umweltsünde mit Quecksilber" fasst das deutsche Verbrauchermagazin Öko-Test seinen umfassenden Test über Thunfischkonserven zusammen. Obwohl viele Thunfischbestände mittlerweile überfischt oder ausgebeutet sind, scheinen die Fischereien dieses Thema nicht allzu ernst zu nehmen. Irreführend für Verbraucher sind zudem Labels wie "delfinfreundlich gefangen", kritisiert das Magazin.
In der Fastenzeit essen viele wieder häufiger Fisch. Man will sich ja etwas Gutes tun. Doch gerade Thunfisch ist für seinen hohen Gehalt an Quecksilber berüchtigt. Wird regelmäßig Thunfisch verzehrt, ist das vor allem für Schwangere bzw. den Fötus potenziell gefährlich. Denn der Anteil an Methylquecksilber kann schnell über den von der Weltgesundheitsorganisation WHO angegebenen Grenzwert hinausgehen. In puncto Dioxin gibt es für Thunfisch hingegen Entwarnung: Dioxin bindet sich vor allem an Fett, Thunfisch ist aber sehr fettarm.
Gefährden wir durch Thunfischverzehr die Weltmeere?
4,5 Millionen Tonnen Thunfisch werden pro Jahr weltweit aus den Weltmeeren gefischt. Gemeinsam mit dem WWF hat Öko-Test nicht nur Thunfischkonserven, sondern auch die Nachhaltigkeit des Thunfischfangs untersucht. Da viele Thunfischbestände mittlerweile leider überfischt oder ausgebeutet sind, ist nachhaltige Fischerei die Lösung, wenn auch künftige Generationen noch in den Genuss von Sushi oder Pizza Tonno kommen sollen.
Thunfisch ist nicht gleich Thunfisch. Zu den Thunfischen werden mehrere Arten gezählt. Die meisten getesteten Konserven enthielten Skipjack-Thun, auch echter Bonito genannt. Diese kleinste Thunfischart macht etwa 60 Prozent des Thunfischfangs aus und gilt als nicht überfischt. Die zweitwichtigste Art ist der Gelbflossenthun oder Yellowfin, der in einigen Gebieten stark überfischt ist und daher für Greenpeace grundsätzlich nicht vertretbar ist. Der Weiße Thun gilt im Atlantik teilweise als vom Aussterben bedroht, im Südpazifik ist er hingegen nicht überfischt. Fast schon ausgestorben ist der Rote Thun im Mittelmeer. Roter Thun kommt vor allem in Japan als Sushi auf den Tisch. Nach Schätzungen des WWF wird immer noch jeder dritte Rote Thun illegal gefischt. Damit zeigt sich, wieso Kriterien wie das Fanggebiet und die Thunfischgattung in Hinblick auf die Nachhaltigkeit eine bedeutende Rolle spielen.
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Sie haben recht, es muss natürlich 4,5 Millionen Tonnen heißen, wir haben den Fehler bereits korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis!
Herzliche Grüße
Ihr Wecarelife-Team
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