Tischknigge
Aktualisiert am: 29.10.2007
Essen mit Stil
Gutes Benehmen und gute Tischmanieren kommen nie aus der Mode. Stil- und Etikette-Kurse erleben sogar einen regelrechten Boom. Manche Eltern schicken ihre Sprösslinge in Benimmkurse, wo sie lernen sollen, dass die Serviette auf den Schoß gehört, der Salat gefaltet wird und Ellbogen auf dem Tisch nichts verloren haben. Tischmanieren sollen aber nicht zur unüberwindbaren Schikane werden, sondern das gemeinsame Speisen zu einem sinnlichen Vergnügen machen.
Autor: Rosi Dorudi
"Willst du eines Menschen Bildung messen, schau ihm fleißig zu beim Essen!", lautet ein altes Sprichwort, das praktisch nie aus der Mode kommt. Höflicher Umgang sorgt für ein friedvolleres Leben und für die Karriereleiter ist gutes Benehmen ebenfalls dienlich. Immer mehr Firmen beurteilen bei ihren Mitarbeitern und Bewerbern nicht nur deren fachliche Qualifikation, sondern achten vermehrt auf gute Manieren – auch bei Tisch. Angeblich haben schon so manche Spitzenkandidaten bei einem "Testessen" mit dem zukünftigen Vorgesetzten den Job dann doch nicht bekommen. Viele sind verunsichert, wenn es um die perfekten Manieren bei Tisch geht. Sie fragen sich: Was ist erlaubt und was geht gar nicht?
Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein!
Was im Stehen für eine richtige Haltung und guten Stand sorgt, gilt auch bei Tisch. Setzen Sie sich aufrecht und entspannt hin. Idealerweise sind die Arme beim Essen am Körper angelehnt. Nutzen Sie, wenn möglich, die Sitz- und Rückenfläche Ihres Stuhls vollständig. Das entlastet nicht nur die Rückenmuskulatur, so bewahren Sie auch nach mehreren Menügängen die Haltung. Was für Kinder tabu ist, nämlich das Lümmeln mit Ellbogen am Tisch, ist natürlich auch für Erwachsene nicht erlaubt. Legen Sie beide Hände auf den Tisch und zwar nur bis zu den Handgelenken, wo sie auch bei längeren Pausen zwischen den Gängen bleiben sollten.
Bitte keine Serviettenknödel
Nachdem Sie am Tisch Platz genommen haben, falten Sie die Serviette auseinander und legen diese auf den Schoß. Um Speise- oder Fettreste am Glas zu vermeiden, tupft man sich dezent vor dem Trinken den Mund ab und legt die Serviette dann wieder auf den Schoß zurück. Am Ende des Essens wird die Stoffserviette lose gefaltet und mit einer möglichst sauber gebliebenen Seite links neben den Teller gelegt. Das gilt auch für Papierservietten, die keinesfalls zusammengeknüllt wie ein Serviettenknödel auf den Teller landen sollten. Wenn es Speisen gibt, die man mit den Fingern isst, wie Artischocken, Austern, Krebse oder Garnelen, bekommt man zum Säubern der Hände eine mit Wasser gefüllte Fingerschale, in der eine Scheibe Zitrone schwimmt.
Testen Sie sich!
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