Äpfel & Erdäpfel – zwei Herbststars in perfekter Ergänzung

Im Herbst bekommt man am Markt wieder leuchtende Augen, wenn man sieht, was die Natur so alles zu bieten hat: knallbuntes Obst, knackige Salate und frisches Gemüse. Gerade die ursprünglichen Lebensmittel aus Omas Speisekammer sind es, die jetzt ein Revival erleben.

So sind mittlerweile wieder Erdäpfel in allen Farben und Formen erhältlich. Und auch bei Äpfeln ist eine Rückkehr zu alten Sorten und „Sonderlingen“ sichtbar, also Äpfeln, die nicht nur auf Hochglanz poliert eine gute Figur machen.

Viele Gründe sprechen dafür, wieder mehr Erdäpfel auf den Speiseplan zu setzen.

1. Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß. Erdäpfel liefern viel Kalium, reichlich B-Vitamine und sogar Vitamin C. Und nein, Sie lesen nicht falsch: Erdäpfel liefern auch Eiweiß; zwar nicht viel, aber dafür qualitativ umso wertvolleres Eiweiß. Eiweiß, das so hochwertig ist, dass es die Eiweißwertigkeit von Hühnerei, welche mit 100 % festgesetzt wurde, noch mal um 36 % auf insgesamt 136 % steigert. Ein guter Grund, wieder mal Kartoffeln mit Spiegelei und Spinat zu essen, nicht?

2. Schlank-Food. Kohlenhydrate hin oder her: Schaut man auf den Kaloriengehalt, dann sind die tollen Knollen vielmehr Schlank-Food als Dickmacher. Klar – werden Pommes frites gegessen oder Chips geknuspert, dann ist dieses Urteil auch richtig, schließlich isst man mit den Erdäpfeln auch eine große Menge Fett und damit unheimlich viele Kalorien mit. Von den ursprünglich 70 Kalorien pro 100 Gramm steigert man sich da rasch auf über 500 Kalorien pro 100 Gramm!

3. Sattmacher. Erdäpfel punkten aber nicht nur mit wenigen Kalorien, vor allem wenn man sie ohne Fett kocht oder im Ofen zubereitet. Im Vergleich zu anderen Lebensmitteln machen sie sogar besonders gut satt. Das liegt an ihrem Gehalt an langkettigen Kohlenhydraten. Dieser Effekt kann noch gesteigert werden, wenn Erdäpfel gekocht werden und man sie dann abkühlen lässt. So entsteht 10–15 % mehr resistente Stärke, die vom Körper wie ein Ballaststoff registriert wird.

An apple a day …

Auch Äpfel punkten mit ganz vielen gesundheitlichen Vorteilen.

1. Vitamine satt. Ballaststoffe, Eisen, Magnesium und Vitamin C stecken vor allem in und unter der Schale. Folsäure, B-Vitamine sowie Kalium kommen noch dazu. Doch ein Apfel pro Tag reicht leider nicht. Empfehlenswert ist es, jeden Tag 5 Portionen Gemüse und Obst zu sich zu nehmen. Davon sollte die Mehrheit allerdings auf das Gemüse fallen, da in Obst, so auch in Äpfeln, reichlich Fruchtzucker enthalten ist. Äpfel in Salate oder herzhafte Gerichte zu verpacken, ist also eine hervorragende Idee!

2. Cholesterinsenker. Äpfel enthalten Ballaststoffe, unter anderem den löslichen Ballaststoff Pektin. Dieser macht satt und hat eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel. Vor allem das gefährliche LDL-Cholesterin scheint in Studien durch pektinhaltige Lebensmittel positiv beeinflusst zu werden.

3. Sattmacher. Äpfel sind perfekte Sattmacher für zwischendurch. Wer das Gefühl hat, dass Äpfel kurzfristig den Appetit nur noch mehr anregen, sollte ein paar Nüsse oder ein Stück Käse dazu essen.

Erdäpfel-Apfel-Rösti mit Käse und Kräuterdip

2 Portionen

Zubereitungsdauer: 30 Minuten, Schwierigkeitsgrad: mittel.

Zutaten

  • 300 g Erdäpfel
  • 1 mittelgroßer Apfel
  • 1 Ei
  • 50 g Gruyère oder Bergkäse
  • 1 EL Mehl
  • Rapsöl zum Braten
  • 200 g griechisches Joghurt
  • 2 EL gehackte Kräuter (Petersilie, Schnittlauch)
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

1. Die Erdäpfel schälen, den Apfel halbieren und entkernen.

2. Erdäpfel, Apfel und Käse mittelfein in eine Rührschüssel raspeln.

3. Alles mit dem Ei vermengen, salzen und pfeffern. Mit etwas Mehl binden.

4. Einen Esslöffel Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und 1–2 Esslöffel Teig hineingeben. Die Rösti vorsichtig anbraten, danach mit einem Pfannenwender wenden.

5. Die fertigen Rösti auf einem mit Küchenrolle ausgelegten Teller abtropfen lassen.

6. Das Joghurt mit Kräutern, Salz und Pfeffer würzen und zu den Rösti servieren.

Tipp: Die Rösti sollte man rasch zubereiten, denn wenn der Teig zu lange steht, setzt sich Wasser ab.

Erdäpfelsuppe mit Apfel und Kren

4 Portionen

Zubereitungsdauer: 20 Minuten, Schwierigkeitsgrad: einfach.

Zutaten

  • 700 g mehlige Erdäpfel
  • 2 mittelgroße Äpfel
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 700 ml Wasser
  • 1,5 Bio-Suppenwürfel oder 1 EL BIO-Suppenwürze
  • 125 g Sauerrahm
  • 1 EL frisch geriebener Kren
  • 2 EL Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

1. Zwiebel schälen und fein würfelig schneiden.

2. Den Apfel in kleine Würfel schneiden.

3. Erdäpfel schälen und grob würfeln.

4. Suppenwürze in heißem Wasser auflösen.

5. Zwiebelwürfel in Olivenöl glasig andünsten, dann Erdäpfel- und Apfelstücke dazugeben.

6. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und zugedeckt weich dämpfen.

7. Die Suppe mit frischem Kren, Salz und Pfeffer abschmecken.

8. Wer mag, kann die Suppe mit dem Stabmixer cremig pürieren oder nur einen Teil der Suppe pürieren. Nach Bedarf kann etwas mehr Flüssigkeit zugegeben werden.

9. Die Suppe mit einem Klecks Sauerrahm und Petersilie bestreut servieren.