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Buchtipp: Bioladen-Kochbuch

Gefüllte Hähnchenbrust mit Datteln, fruchtige Tomatensuppe mit Gin oder ein von Sacher inspirierter Schokonusskuchen mit Haselnuss-Krokant: Die Autoren Eva Reichert und Thomas Sadler begeben sich mit Ihnen auf eine Entdeckungstour durch regionale Bioläden und unterschiedliche Bio-Supermärkte. In ihrem Buch verraten sie Tipps und Tricks für köstliche Gerichte mit Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft.

Überteuert, wenig Auswahl und wer weiß schon, ob tatsächlich alles "bio" ist, bei all dem Dschungel an Gütesiegeln und Etiketten – Bioläden hatten in der Vergangenheit mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Seit den 70er Jahren schreiben sie bereits Geschichte. Der Erfolg und das derzeit große Interesse an saisonalen und biologisch hergestellten Produkten aus der Region geben ihnen jedoch Recht. Denn zunehmend hat auch der Konsument erkannt, welchen Unterschied und vor allem welche Auswirkung auf Wirtschaft und Umwelt jeder Griff im Supermarktregal ausmachen kann.

Auf Entdeckungstour

Haben Sie schon mal von Canihua, Kamut oder Tsampa gehört? Bioläden sind ein wahres Paradies für unentdeckte oder etwas in Vergessenheit geratene Lebensmittel. In diesem Fall: Getreidesorten. Während Canihua (eine Verwandte des Quinoa) oder Kamut (eine Weizensorte) für ihr besonders hochwertiges Eiweiß und die große Menge an Mineralstoffen bekannt sind, eignet sich Tsampa (geröstete oder vermahlene Gerste) hervorragend zum Binden von Suppen und findet Verwendung in Nachspeisen. Auch Fleischliebhaber kommen mit dem "Bioladen-Kochbuch" auf Ihre Kosten, denn mit Hilfe der zahlreichen Informationen zu artgerechter und ökologischer Tierhaltung sowie den vielen Zubereitungstipps für die Küche gelingt jeder Sonntagsbraten. Mit einem guten Gewissen schmeckt das hauchzarte Boeuf bourgignon gleich viel besser.

Milan, Robila und Rodelika

Sie haben Lust auf etwas Neues? Wie wäre es mal mit knusprigen Topinambur-Puffern statt den altbekannten Reibekuchen aus Kartoffeln? Oder gegarten Rondini mit Gremolata statt der traditionellen Kürbiscremesuppe vom Hokaido-Kürbis? Dann kommt ein köstlicher Salat aus Milan, Robila und Rodelika auf den Tisch. Wie, noch nie gehört? Dann wird es Zeit, sich durch die unterschiedlichen Karottensorten der Bioläden durchzukosten und so seinen Gaumen wieder zu kitzeln. Auch für Naschkatzen bieten Bioläden in der Regel allerhand: von selbstgemachten Marmeladen über frisch gepresste Säfte bis hin zu einer reichhaltigen Auswahl an unterschiedlichen Obstsorten. Und das Beste daran: Hier kann beherzt in den Apfel gebissen werden, ökologischer Produktion, ganz frei von Pestiziden, sei Dank. Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte öfters im nächstgelegenen Bioladen vorbeischauen – nicht nur der neuen Eindrücke und Geschmackserlebnisse wegen, sondern auch aus Liebe zur Umwelt.

Die Autoren

Eva Reichert und Thomas Sadler beschäftigen sich seit Mitte der 1990er Jahre beruflich wie privat mit Bio-Lebensmitteln. Bei ihnen dreht sich alles um Essen mit "BIOgraphie". Kopf und Bauch – das geht für die beiden Autoren Hand in Hand. Sie essen leidenschaftlich gerne gutes Essen und sind immer auf der Suche nach Lebensmitteln mit Geschichte. In Bioläden finden sie häufig Inspirationen für neue Gerichte. Sie schreiben, entwickeln Rezepte, kochen und bieten Workshops, Schulungen und Seminare an. Alles für ein gutes Bauchgefühl!

Eva Reichert/ Thomas Sadler
Bioladen-Kochbuch

TRIAS Verlag 2013
192 Seiten
ISBN: 9783830464440
Preis: 20,60 Euro (A)