Essen am Berg

Kleine und große Snacks für Wanderungen, Mountainbike-Touren und Schitouren-Ausflüge.

Wer längere Wanderungen plant, sollte sich auch über die richtige Verpflegung Gedanken machen. Da die richtige Kost auch wesentlich zu Konzentration und Leistungsfähigkeit beiträgt, ist vernünftiges Essen auch ein Sicherheitsfaktor am Berg.

 

Gute Planung zum Start

Wer anstrengende, längere oder sogar mehrtägige Wanderungen plant, darf keinesfalls mit leeren Batterien starten. Richtige Langstreckenwanderer in isolierten Regionen brauchen allerdings allein schon aus Platz- und Gewichtsgründen andere Mahlzeiten (Milchpulver, Trockenmahlzeiten etc.) als der ambitionierte Hobby-Wanderer der auch in Hütten einkehren kann.  

Schon das Abendessen am Vortag sollte ausgiebig sein und richtig Energie geben. Es ist wohl nicht notwendig zu erwähnen, dass es unvorteilhaft – wenn nicht sogar gefährlich – ist, während längerer Touren am Berg einseitige Reduktionsdiäten zu machen. Ein gutes Abendessen könnte etwa ein sättigendes Pasta-Gericht sein. Auch Risotto oder Kartoffelgerichte geben Kraft und Energie und belasten den Organismus nicht unnötig. 

Wer außerdem gut frühstückt, der kommt die ersten Stunden der Wanderung gut über die Runden und muss in weiterer Folge nicht ganz so viel mitschleppen. Ein Mix aus langsamen und schnellen Kohlenhydraten ist dabei ideal. Eine perfekte Kombination ist beispielsweise ein Müsli aus Haferflocken mit Trockenfrüchten, Banane und Honig: 

G’scheites Berg-Müsli mit Nüssen und Honig

Für eine Portion nehme man: 100g Haferflocken, 1 Handvoll Nüsse oder Studentenfutter, 1 Becher Naturjoghurt, 1 Banane, 1 EL Honig, Zimt.

 

 

Proviant-Planung

Zu schweres Gepäck zu schleppen ist anstrengend. Andererseits ist hungrig zu wandern, weil zu wenig Proviant mit dabei ist, auch nicht lustig. Ein gutes Frühstück überbrückt bereits einige Stunden, und bei kleineren Wanderungen reichen dann 1-2 Snacks im Rucksack völlig aus. Wer zudem eine Hütte als Ziel hat, kann dort mit einer kräftigen Hauptmahlzeit rechnen. Sind Sie dagegen in der „Wildnis“ unterwegs, ist gute Planung das A und O:

• Was kann ich vorher essen?

• Wie lange werde ich unterwegs sein? 

• Welche Mahlzeiten werde ich unterwegs essen können?

• Gibt es Hütten oder Verpflegungsstationen unterwegs (bzw. haben diese geöffnet)?

 

Was, wie viel und wie oft unterwegs essen?

Wer öfters zwischendurch kleine Snacks isst, belastet den Körper nicht unnötig und tankt seine Energiereserven immer rechtzeitig auf. Kleine Snacks sind auch deswegen besser als große Mahlzeiten, weil sie nicht so müde und träge machen. Praktisch für unterwegs ist natürlich alles, was leicht ist, wenig Platz braucht, temperaturunempfindlich ist, nicht ausrinnt und kaum Müll hinterlässt. Nicht zuletzt sollte es natürlich schmecken und ein wenig Abwechslung schaffen. Viel zu oft sind Snacks für zwischendurch sehr süß; umso vielfältiger ist es, auch salzige Knabbereien wie Nüsse, Salzstangen oder auch Fleischiges wie Beef-Jerky einzupacken!

 

 

Trinken bei Wanderungen

Beim Wandern verliert man Flüssigkeit und über den Schweiß auch Elektrolyte, also Salze. Je höher man wandert, desto mehr Flüssigkeit geht auch über die Atmung verloren. Schon ein Flüssigkeitsverlust von nur 1% macht sich in Leistungsabfall und möglicherweise Krämpfen bemerkbar. Es sollte also regelmäßig zwischendurch getrunken werden, selbst wenn kein großer Durst verspürt wird. Wer dies beachtet und in den Pausen kleine Snacks zu sich nimmt, braucht nicht unbedingt spezielle Sportlergetränke. 

Wird die Tour sehr anstrengend und lange, kann man einen Mix aus Kohlenhydraten (Maltodextrin) und Elektrolyten in Pulverform (Portions-Sachets) mitnehmen und in die Wasserflasche geben. 

Wie gesagt: im Normalfall reicht auch normales Wasser, Trockenfrüchte und etwas Salziges. 

 

Proviant-Tipps für unterwegs am Berg: 

• Sandwiches: Vollkorntoast-Doppeldecker mit Hummus oder Topfenaufstrich

• Jausenbox: einzeln verpackte Vollkornbrotscheiben, Knäckebrot, hart gekochte Eier, Mini-Geheimratskäse, haltbare Aufstriche und Pasteten in kleinen Portionsbechern, Oliven oder getrocknete Tomaten im Snack-Sackerl

• Zum Knabbern: Müsliriegel, Nüsse, Studentenfutter

• Fruchtig: Obstmus im Quetschbeutel, Obstriegel, Trockenfrüchte

• Salzig: Knabberkerne, Soletti, Kürbiskerne, Tamari-Mandeln

• Fleischig: Beef-Jerky (Trockenfleisch) oder Knabbernossi

• Getränke: Wasser, gespritzter Apfelsaft, Tee, Gemüsebrühe (Suppenwürze in heißes Wasser geben)

Dann: Mahlzeit und eine gute Tour in die Berge! 

 

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