Foodtrend: Food Truck

Mittagspause. Raus an die frische Luft und schnell was essen. Doch der Trip führt immer seltener in altbekannte Fast-Food-Lokale. Neben kleinen, gesunden Imbisslokalen bekommen auch Food Trucks immer mehr Zulauf. 

 

Ein amerikanischer Trend in Europa?

Was in den Großstädten Amerikas begann, schmeckt schön langsam auch uns Europäern. In New York, Boston, Chicago und besonders in Washington und Los Angeles zählen die bunten oder auf jeden Fall auffälligen Trucks längst zum Stadtbild dazu.

Überall dort, wo sich die Städte als „Melting Pot“ der Kulturen zeigen, sind auch internationale Foodtrends auf dem Vormarsch. In Österreich wird es ambitionierten Jungköchen aber oft etwas schwer gemacht: Ohne entsprechende Genehmigungen (Gewerbeanmeldung und immer neue Bewilligung für einen Verkaufsstand auf einem bestimmten, öffentlichen Platz) darf hier kein Truck am Straßenrand Halt machen und Essen aus dem Laderaum verkaufen. Einfacher geht’s da schon auf Wochenmärkten, privaten Firmenparkplätzen oder bei Festivals. 

 

Essen auf Rädern = Fast Food?

Mit dem altbekannten Würstelstand oder der Kebab-Bude haben Food Trucks wenig gemein. Und das nicht nur aufgrund der Tatsache, dass sie als rollendes Restaurant standortunabhängig sind. Food Trucks bringen spezielles Essen an spezielle Orte. Sie kommen und sie gehen (oder besser gesagt: fahren wieder) und erschließen dadurch neue Einzugsgebiete.

Sie machen an allen Ecken und Enden der Stadt, auf Marktplätzen, auf Supermarkt-Parkplätzen und bei Events Halt. Doch auch in Bezug auf die Speisenauswahl unterscheiden sie sich vom klassischen Imbiss.

So spezialisieren sich die Anbieter in Food Trucks oft auf eine ganz besondere Nische: Frisch gefüllte vietnamesische Sommerrollen, würzige Tacos, kreative Burger, aber auch Frozen-Yoghurt-Kreationen oder hübsch dekorierte Cupcakes werden direkt vor den Augen des Gastes frisch zubereitet.

 

Neue Medien für neue Foodtrends

Doch woher weiß man, wann der Lieblingstruck wo Halt macht? Hier helfen moderne Marketingkanäle aus dem Bereich Social Media. Über Facebook und Co. wird kundgetan, bei welchen Events oder zu welcher Zeit bestimmte Schmankerl zu haben sind.

„Mach dich rar“ bekommt so eine neue Qualität, denn was selten und besonders ist, wird auch als etwas Nicht-Alltägliches wahrgenommen. So zahlen Hungrige zu Mittag gut und gern 10 Euro für einen frischen, handgemachten Burger: Preise, für die man im Fast-Food-Lokal mehrere Burger bekommt, aber auch Preise, die das klassische Mittagsmenü oft nicht kosten darf. Dafür weiß man aber auch, was drin ist, und das ist viel wert!

 

Ist das denn gesund?

In den mobilen Küchen kann vom Frühstück über Sandwiches bis zu Wok-Gerichten alles gezaubert werden. Der Trend geht hier eindeutig zu internationalen Spezialitäten und eigenen Kreationen, die es sonst nirgends gibt.

Das Besondere daran: Fast alles wird frisch und vor den Augen des Gastes zubereitet. Auf besondere Wünsche wie vegetarische oder vegane Kost, Allergien und Unverträglichkeiten kann hier viel schneller eingegangen werden, als dies in klassischen Fast-Food-Lokalen mit ihren standardisierten Rezepturen der Fall ist.

 

Was gibt’s, und was ist zu empfehlen?

Burger: Der Klassiker des Fast Foods darf mit frischem Gemüse und selbst gemachten Soßen mit reinem Gewissen genossen werden.

Tortilla-Wraps und Burritos: Gefüllt mit Salat, Avocado, Rindfleisch und Bohnen können Wraps auch wirklich gut satt machen. Und oft gibt es sogar schon Vollkorn-Tortillas. 

Fladenbrot und Pita-Sandwiches: Gefüllt mit Salat und Gemüsestreifen, fettarmen Saucen und gebratenem Fleisch oder 2–3 Falafelbällchen machen sie der klassischen Wurstsemmel ordentlich Konkurrenz. 

Tacos punkten mit viel magerem Eiweiß, Ballaststoffen und Vitaminen aus frischem Gemüse. Gute Füllungen sind etwa Gemüse und Hühnerstreifen, Coleslaw und gebratener Fisch oder Faschiertes mit Bohnen, Mais und Sauerrahm. 

Sommerrollen: Die vietnamesische Variante der Frühlingsrolle wird in Reispapier gewickelt und ist somit Fingerfood par excellence. Gefüllt mit Reisnudeln, Salatstreifen und Ei, Tofu oder Garnelen ist sie ideales Schlank-Food für den Sommer. Da sie nicht frittiert wird, ist sie fettarm und belastet somit nicht.

Reisschale mit Toppings: Asiatisch to go kann auch gesund sein. Schnelles Wok-Gemüse mit Tofu, Hühnchen oder Garnelen macht aus der Reisschale ein schnelles, gesundes Mittagsgericht.

 

Wer schnell etwas zu essen sucht, wird bei den meisten Food Trucks bestimmt fündig. Lange warten muss man selten; und doch bekommt man etwas Warmes und frisch Zubereitetes. Das passt durchaus zur Idee von gesunder Ernährung, sofern man sich beim Genießen etwas Zeit lässt und damit ein Zeichen gegen die hektische Fast-Food-Kultur setzt.