Frühstück – die wichtigste Mahlzeit des Tages?

Der Trend und die Anzahl der Menschen, die das Frühstück als Mahlzeit einfach überspringen, steigen kontinuierlich. In ca. jedem vierten Haushalt hierzulande wird gar nicht oder nur manchmal gefrühstückt. Zeitmangel, fehlender Appetit, Gewichtskontrolle oder kein Angebot von Seiten der Eltern (Kinder orientieren sich sehr stark am Vorbild der Eltern) sind die Hauptgründe für das Auslassen der ersten Mahlzeit des Tages.

 

Unsere Frühstücksvorlieben

Wird gefrühstückt, dann liegen die Präferenzen bei Brot und Gebäck mit Wurst und Käse oder mit Marmelade, Honig und Nuss-Nougat-Aufstrichen. Zu Getreideprodukten wie Müsli, Haferflocken oder Cornflakes greifen nur ca. 10 %. Joghurt, andere Milchprodukte und Gemüse ist mit rund 3 % eine sehr seltene Wahl als Frühstückskomponente. Bei Jugendlichen erfreut sich das Cerealienfrühstück jedoch mit 15 % einer etwas höheren Beliebtheit.

 

Warum frühstücken?

Die Nahrungskarenz über Nacht schwächt die physiologische Leistungsfähigkeit. Das Frühstück liefert Nachschub an Energie und Nährstoffen und füllt so die Depots wieder auf, die sich auch positiv auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirken. 

Auch der Gesundheitszustand profitiert von der Frühstücksmahlzeit in vielfältiger Weise. In Studien wurde mehrfach bestätigt, dass „regelmäßige Frühstücker“ seltener unter Depressionen und Stress leiden. Ein Frühstück mit Vollkornprodukten und Cerealien senkt unter anderem das Risiko für chronische Erkrankungen bzw. Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Viele Menschen versuchen durch Auslassen des Frühstücks ihr Gewicht zu reduzieren. Es empfiehlt sich jedoch eher zum Frühstück mehr Energie aufzunehmen und im späteren Tagesverlauf Energie einzusparen. Dies verhindert eine Gewichtszunahme, bzw. erleichtert das Gewichthalten nach einer Diät. Durch das Überspringen der ersten Mahlzeit entsteht am Vormittag meist ein stärkerer Hunger, der dann mit fett- und zuckerreichen Snacks kompensiert wird. 

Das sollte bei keinem Frühstück fehlen

Das Frühstück stellt einen wichtigen Beitrag zur Nährstoffversorgung dar – selbst bei kleineren Frühstücksmengen. Der Nährstoffgehalt und die Nährstoffdichte variieren deutlich. 

Obst-/Saft-Mahlzeiten, verzehrfertige und gekochte Cerealien und Milchprodukte leisten einen beträchtlichen Beitrag zur Versorgung mit komplexen Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen bei gleichzeitig niedrigem Fettgehalt.

Obst und Gemüse: im Stück oder geschnitten oder auch in Kombination mit anderen Lebensmitteln, z.B. Joghurt mit Früchten, Müsli mit Obst, Gemüse als Belag von Vollkornbrot oder -gebäck. Auch Frucht- und Gemüsesäfte (ohne Zuckerzusatz) können eine Portion Obst oder Gemüse ersetzen.

Getreideprodukte: Vollkornbrot, Müsli oder Cerealien wie z.B. Flocken, Flakes, Breie etc. versorgen den Körper mit komplexen Kohlenhydraten und halten den Blutzuckerspiegel konstant. Achten Sie bei handelsüblichen Frühstückscerealien und Müslimischungen wie Schokopops, Knusper- oder Schokomüsli usw. auf den Zucker- und Fettgehalt! Bevorzugen Sie Waren ohne Zuckerzusatz bzw. Vollkornvarianten.

Fettarme Milch und fettarme Milchprodukte: Joghurt, Käse, Frischkäse, Hüttenkäse oder Topfenzubereitungen.

Croissants, Semmel mit Butter und Honig/Marmelade/Nuss-Nougat-Creme, bzw. eihaltige Frühstücksvariationen eignen sich aufgrund der ungünstigen Nährstoffzusammensetzung mit hohem Zucker- und Fettgehalt, hohem Gehalt an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin und einem niedrigen Gehalt an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen nicht für das tägliche Frühstück.

 

Zumindest ein Getränk

Besonders wichtig ist das Frühstücksgetränk, denn der Körper braucht am Morgen unbedingt Nachschub an Flüssigkeit! Wer also am Morgen nichts frühstücken kann/möchte, sollte daher unbedingt etwas trinken. Das „feste“ Frühstück kann durchaus am Vormittag nachgeholt werden. Als Frühstücksgetränk eignen sich ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees, frisch gepresste oder verdünnte Obst- oder Gemüsesäfte sowie Wasser. Beachten Sie, dass Kaffee und Schwarztee nur in Maßen getrunken werden sollte.

Auch wenn es in den Medien oft anders dargestellt wird, frühstücken unter Berücksichtigung der Art des Frühstückes. wirkt sich positiv auf: 

  • die Gesundheit und Nährstoffversorgung
  • das geistige und körperliche Wohlbefinden
  • das Körpergewicht aus und trägt so maßgeblich zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil bei