Jetzt ist die beste Traubenzeit

Ab Mitte September beginnt die kurze heimische Traubensaison. Unsere heimischen Reben liefern zwar fast nur Keltertrauben, die Weinbauern in Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark bemühen sich aber in den letzten Jahren zunehmend, durch den Anbau von (ungespritzten) Speisetrauben die Kunden im Herbst auch mit frischen Esstrauben versorgen zu können. Leider stammt der Großteil der im österreichischen Handel erhältlichen Trauben aber immer noch aus dem Ausland.

Wer schon einmal Gelegenheit hatte, von den Rebstöcken direkt zu naschen, weiß, dass Traubensorten „zum Trinken“ eher kleinbeerig sind, eine sehr feste Schale und viele Kerne besitzen und einen sehr hohen Säuregrad aufweisen. Bei sogenannten Tafeltrauben wird eher Wert auf größere Beeren, wenig Säure und wenige Kerne gelegt. 

Gesundheit

Trauben enthalten wertvolle Substanzen, vor allem rasch umzuwandelnde Kohlenhydrate wie Frucht- und Traubenzucker, die schnell ins Blut gehen und Energie liefern, wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen, Eiweiß, Fruchtsäuren, Aromastoffe, viel Vitamin B und C. Die ballaststoffreichen Schalen der Weintrauben fördern die Verdauung. Die Inhaltsstoffe der blauen Trauben gelten aufgrund ihres hohen Gehaltes an bioaktiven Substanzen als besonders gesundheitsfördernd. 

Einkauf und Lagerung

Hat man saure Beeren erwischt, werden sie selbst bei optimaler Lagerung nicht mehr süß. Trauben reifen – einmal geerntet – nicht mehr nach. Die Beeren sollten auch schnell verzehrt werden – zum längeren Lagern eignen sie sich ebenfalls nicht. 

Die ersten Trauben aus heimischen Weingärten laden zu köstlichen Gerichten ein …

Weintrauben schmecken pur, in herbstlichen Obstsalaten, auf Kuchen und Torten, in Desserts, aber auch in pikanten Fleisch- und Wildgerichten sowie in Salaten oder Saucen. Auch in Kombination mit Käse tauchen Trauben regelmäßig auf, zur Saftherstellung eignen sie sich ideal. 

 

Winzerfladen

4 Stück

Zubereitungszeit: 30 Min., Gehzeit: 30 Min., Backzeit: 30 Min.; Schwierigkeitsgrad: schwer

Zutaten:

Germteig:

• 0,2 kg Mehl

• 12 g frische Germ

• 0,5 TL Zucker

• Salz

• 3 EL Olivenöl

• 170 ml Wasser

Belag:

• 1 Zwiebel rot

• 1,5 EL Olivenöl

• 75 g Weintrauben blau

• 37 g Walnusskerne

• 100 g Sauerrahm 

• 100 g Crème fraîche

• Salz, Pfeffer, Kümmel

• Thymianblättchen

Zubereitung:

1. Mehl, Zucker und Salz in eine Rührschüssel geben. Ca. 170 ml lauwarmes Wasser mit der Germ und dem Olivenöl mischen.

2. Das Flüssigkeitsgemenge zu den Trockenzutaten gießen und mit den Knethaken zu einem glatten Teig abschlagen.

3. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig das doppelte Volumen erreicht hat. 

4. In der Zwischenzeit die Zwiebel in feine Streifen schneiden und in etwas Olivenöl anschwitzen. Die Weintrauben waschen, halbieren und gegebenenfalls entkernen. Walnüsse grob hacken. Das Sauerrahm/Crème-fraîche-Gemisch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5. Aus dem Teig vier gleichgroße Fladen ausrollen und mit dem Sauerrahm/Crème-fraîche-Gemisch bestreichen, mit Zwiebeln, Weintrauben und Nüssen belegen. Zum Schluss mit Kümmel und Thymianzweigen bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

6. Im vorgeheiztem Rohr bei 200 °C ca. 25 bis 30 Min. goldgelb backen. 

 

 

Spätlese-Mousse

4 Portionen

Zubereitungszeit: 45 Min., Kühlzeit: 2 Std.; Schwierigkeitsgrad: schwer

Zutaten:

• 4 Blatt Gelatine

• 3 Eier

• 75 g Zucker

• 350 ml Spätlese-Wein

• Salz

• 1 Vanilleschote

• 150 g kernlose blaue Trauben

• 150 g kernlose weiße Trauben

• 2 EL Butter

• 1 Strudelblatt (Fertigprodukt)

• 1 EL Puderzucker

Zubereitung:

1. 3 Blatt Gelatine laut Packungsanleitung in kaltem Wasser einweichen. 

2. Eigelb, 25 g Zucker und 150 ml Wein über Dampf schaumig schlagen. Die Gelatineblätter ausdrücken und im warmen Weinschaum auflösen.

3. Die Creme kaltschlagen. Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen und unter die Creme heben. Kühl stellen.

4. 1 Blatt Gelatine laut Packungsanleitung in kaltem Wasser einweichen. 50 ml Wein und das Vanillemark einer Schote erwärmen. Gelatine ausdrücken und im Wein auflösen. Den restlichen Wein zugießen und kalt stellen. Wenn die Flüssigkeit zu gelieren beginnt, werden die halbierten, entkernten Trauben untergehoben und nochmals kühl gestellt. 

5. Für die Garnitur die Butter schmelzen, Strudelteigblatt damit bestreichen und mit Puderzucker bestreuen. Im vorgeheizten Rohr bei 200 °C backen, abkühlen lassen und in Stücke brechen.

6. Zum Servieren aus dem Spätlese-Mousse Nocken ausstechen und mit dem Weintraubengelee und den karamellisierten Strudelteigstücken garnieren.