Gute, alte Knochenbrühe

Sie ist ein altes Hausmittel, welches in den letzten Jahren wiederentdeckt wurde: die Knochenbrühe, eine Art Wundermittel aus dem Suppentopf.

War es früher Oma, die bei Erkältungen und Beschwerden auf Fleisch-, Fisch- und Geflügelknochen-Suppen schwor, so weiß man heute auch aus wissenschaftlicher Sicht, wie viele Mineralien und Spurenelemente in diesen Kraftsuppen stecken und wie wertvoll diese für unsere Verdauung, unser Immunsystem, unsere Gelenke, aber auch für unsere Nägel, Haare und Haut sein können.

Löffel für Löffel zu mehr Gesundheit

Gute, hochwertige Brühen sind nahezu Alleskönner: Sie helfen beim Reizdarmsyndrom, beim Leaky-Gut-Syndrom (hierbei ist die Darmwand durchlässig, vielfach verursacht von Medikamenten wie auch der Antibabypille), bei Gelenksbeschwerden, bei Hautproblemen, bei Erkältungen oder Infekten sowie zur Stärkung nach Geburten.

Ein weiterer Vorteil ist außerdem, dass Knochenbrühen sehr einfach selbst herzustellen sind. Man braucht dafür nur hochwertige Zutaten und Zeit, der Vorgang an sich ist dann ein leichter. Der Grund, weshalb eine Brühe, je nach Zutaten, schon einmal vier bis acht Stunden und länger vor sich hin köcheln sollte, liegt darin, dass nur so alle guten Inhaltsstoffe aus den Knochen herausgekocht werden.

Ein einfaches Rezept

Falls Sie es selbst ausprobieren möchten, hier ein einfaches Rezept für ca. 1,5 l Suppe

Zutaten

  • 1kg Suppenknochen von guter Qualität aus Bio- oder Weidehaltung wie Rinderknochen, Lammknochen oder Hühnerknochen
  • 2 EL Apfelessig (dieser ist wichtig, um die Mineralstoffe herauszulösen)
  • 1 große, grob gehackte Zwiebel
  • 1 grob gehackte Karotte
  • 1 grob gehackte Sellerieknolle
  • 1 großer Bund Petersilie
  • 2–3 Salbei- oder Lorbeerblätter
  • 2 TL hochwertiges Salz
  • 1 TL ganze Pfefferkörner
  • 1,5 l Leitungswasser

Alles zusammen in einen Kochtopf oder Kelomat geben, einmal für wenige Minuten aufkochen und dann bei Hühnerknochen mindestens vier und bei Rinderknochen mindestens acht Stunden (gerne auch länger) abgedeckt köcheln lassen.

Wenn die Suppe fertig ist, können die festen Bestandteile herausgenommen und entsorgt werden. In geschlossenen Behältnissen hält sich die Suppe rund drei bis vier Tage im Kühlschrank oder ca. sechs Monate im Tiefkühler.

Sobald sie erkaltet ist, bildet sie eine schützende Fettschicht, welche bei Verwendung abgeschöpft und anderweitig als Fettquelle verwendet werden kann. Die Suppe selbst hat im abgekühlten Zustand außerdem eine gelatineartige Konsistenz.

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