„Leichte“ Weihnachtsbäckerei

Klassiker der Weihnachtsbäckerei wie Vanillekipferl oder Butterkekse sind in der Adventszeit beliebt – diese Leckereien belasten jedoch mitunter ganz schön das Kalorienkonto. 

Wenn Sie selbst backen, können Sie traditionelle Rezepte „entschärfen“ und vollwertiger gestalten. Besonders schmackhaft wird Weihnachtsgebäck, wenn Sie es mit Getreideflocken, Trockenfrüchten, Nüssen oder Vollkornmehl aufpeppen.

Hier ein paar Tipps und Tricks, mit denen das Weihnachtsbacken ein wenig „leichter“ und gesünder wird:

 

Grundzutaten

• In vielen Rezepten lässt sich die angegebene Zuckermenge um etwa ein Drittel reduzieren.

• Statt ausschließlich Weißmehl zu verwenden, kann man Teile durch feines Vollkornmehl oder auch Dinkelmehl ersetzen. In ihnen stecken mehr gesunde Ballast- und Nährstoffe. Besonders gut eignen sich dafür Rezepte mit Nüssen oder Schokolade. 

• Bei Rezepten mit Milchprodukten immer die fettarme Variante benutzen; das macht geschmacklich keinen Unterschied, wirkt sich aber positiv auf den Fett- und Kaloriengehalt des Gebäckes aus.

• Ob Butter oder Margarine beim Backen verwendet wird, ist Geschmackssache! Es werden dadurch keine Kalorien eingespart, der Unterschied besteht in der Zusammensetzung der Fettsäuren. Bei Rührteigen kann allerdings Butter/Margarine durch Pflanzenöle ersetzt werden.

 

 

Geschmackszutaten

• Verwenden Sie außerdem Weihnachtsgewürze wie Zimt, Vanille, Ingwer, Kardamom, Muskat, Nelken oder Anis. Sie verleihen Lebkuchen und Gebäck nicht nur ihren typischen weihnachtlichen Geschmack, sondern wirken sich auch positiv auf den Körper aus. Die Inhaltsstoffe der Gewürze helfen den in der Weihnachtszeit schnell überlasteten Verdauungsorganen bei der Arbeit!

• Da Trockenfrüchte im Vergleich zu frischem Obst besonders reich an Fruchtzucker sind, schmecken Kletzenbrot und Co. auch von Natur aus angenehm süß. Gleichzeitig bleibt das Gebäck saftig und erhält einen fruchtigen Geschmack. Verwenden Sie ungeschwefeltes Trockenobst.

Nüsse sind wichtige Lieferanten von ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen und stärken die Nerven. Die ideale Zutat also für die hektische Vorweihnachtszeit. Rezepte, die mit vielen Nüssen gebacken werden, werden leichter, indem man einen Teil durch geröstete Haferflocken ersetzt. Haferflocken liefern viel Energie, sind reich an Ballaststoffen und machen lange satt (auch als Ersatz für Nussallergiker geeignet).

• Falls Sie auf keinen Fall auf Schokolade verzichten möchten, achten Sie darauf, dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von 75 % oder Zartbitterschokolade zu verwenden. 

 

Verarbeiten & Backen

• Verwenden Sie für Kekse kleine Ausstechformen. Die sind zwar nicht unbedingt gesünder; allerdings nimmt man insgesamt meist weniger zu sich, als dies bei großen Bäckereien der Fall ist. 

• Kekserl vor dem Backen mit einer Eigelb-Milch-Mischung bestreichen. So glänzen sie später schön und man kann sich die süße Zuckerglasur sparen. 

• Fetten Sie beim Backen nicht das Backblech ein, sondern verwenden Sie lieber Backpapier bzw. Silikonbackformen.

 

Garnieren & Verzieren

• Benutzen Sie nur in geringen Mengen Kuvertüre, Zuckerglasur, Nougat, Marzipan und Streusel- oder Zuckerdekor zum Verzieren oder Füllen. Nicht jedes Keks braucht eine Dekoration. Bei vielen Sorten reicht eine leichte Verzierung mit Trockenfrüchten, fein gehackten Nüssen oder kunstvollen Schokoladenfäden. Dekorativ und lecker ist auch ein Hauch von Puderzucker, Zimt oder Kakao. Dafür können Sie kleine Weihnachtsschablonen verwenden. 

 

Pluspunkte für Lebkuchen

• Lebkuchen „pur“, also ohne Zucker- und Schokoglasur und Füllungen, enthält im Gegensatz zu anderen Weihnachtsbäckereien verhältnismäßig wenig Fett. Das im Lebkuchen enthaltene Fett liefert die nützlichen ungesättigten Fettsäuren aus verschiedenen Nusssorten, die Süße kommt vom Honig statt vom Zucker. Ganz feine Lebkuchenrezepte kommen sogar ohne Mehl aus. Und nicht zuletzt: Die in der Lebkuchenbäckerei großzügig verwendeten Gewürze wie zum Beispiel Kardamom, Muskat, Nelken, Zimt und Ingwer tun uns richtig gut!

 

Genießen

• Platzieren Sie nicht nur Kekse auf dem Adventteller, sondern bieten Sie zu den gebackenen Köstlichkeiten auch Obst und Nüsse an.

• Räumen Sie übrig gebliebene Kekse vom Teller zurück in die Vorratsdosen. Denn der Duft verführt sonst immer wieder zum Zugreifen.