Mehr Fisch statt Meeresfisch

Ein- bis zweimal pro Woche sollte bei gesunder und abwechslungsreicher Ernährung Fisch auf dem Speiseplan stehen – so die Empfehlung. Doch oftmals stehen sich bei der Entscheidung, Fisch in die Mahlzeitenplanung miteinzubeziehen, zu Recht die Abwägung zwischen Überfischung der Meere und Umweltbelastung und dem Gesundheitswert von Fisch gegenüber.

Umweltschutz UND Gesundheit: das Plus für heimischen Fisch

In Österreich gibt es hervorragende Süßwasserfische (aus kontrollierter Zucht). Sie bieten eine gute Alternative zu den überfischten Meeresfischbeständen, ohne auf das gesunde Lebensmittel verzichten zu müssen! Die wertvollsten heimischen Fische sind Zander, Forelle, Saibling, Wels, Karpfen und der Alpenlachs.

Die meisten Fische stammen dabei aus Aquakulturen, geringe Mengen aus der Seefischerei und die kleinste Menge wird selbst geangelt. Die ARGE Biofisch, eine Initiative österreichischer Teichwirte, züchtet Fische nach den Richtlinien von BIO AUSTRIA, auch die Züchter des Alpenlachses sind vielen von uns ein Begriff und sie bieten eine ökologisch verträgliche Möglichkeit des Fischgenusses. Links dazu finden Sie am Ende des Artikels.

Heimischer Fisch versorgt uns mit vielen wichtigen Nährstoffen

Süßwasserfische besitzen hochwertiges, leicht verdauliches Eiweiß, enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe, ihr Fettgehalt variiert je nach Sorte. Besonders interessant ist das lebenswichtige Vitamin D3, das unser Körper nur bei Sonneneinstrahlung bilden kann. Süßwasserfische enthalten zwar nicht ganz so viel Jod wie Meeresfische – dies kann aber bei der Zubereitung ausgeglichen werden, indem man jodiertes Speisesalz verwendet.

Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die Fische zum Schutz vor der Kälte in tiefen Meeresgewässern bilden, schützen die Gefäße und helfen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Auch heimische Fische liefern diese wertvollen Fettsäuren – zwar nicht so viel wie Meeresfische, aber doch interessante Mengen.

Je kühler das Gewässer, umso höher der Omega-3-Fettsäurengehalt – dies trifft vor allem für die heimischen Sorten Zander, Forelle, Alpenlachs und Saibling zu. Wer den Konsum von Omega-3-Fettsäuren zusätzlich steigern möchte, isst zum heimischen Fischgericht einen Salat, der z. B. Leinsamen- oder Rapsöl angerichtet ist. Dies trägt zur höheren Versorgung mit den schützenden Fettsäuren bei.

Keine Angst vor der Fischzubereitung

Ein häufiger Grund für den seltenen Fischverzehr ist auch, dass sich viele nicht zutrauen, Fisch zuzubereiten, bzw. die Unkenntnis der Zubereitung. Laut Studien kennt der Konsument durchschnittlich nur zwei Fischrezepte (im Gegensatz zu Pastagerichten – hier werden ca. elf verschiedene Zubereitungen aufgezählt). Etwa 60 % kennen den je nach Fischart unterschiedlichen Geschmack gar nicht.

Wenn man diese Basics beherzigt, kann eigentlich nichts schiefgehen

Heimischer Frischfisch wird in Form von unterschiedlichen küchenfertigen Produkten angeboten – als Filet, ausgenommen und geschuppt im Ganzen oder als Steak:

• 3-S-Regel für die Vorbereitung: säubern, säuern (mit Zitronensaft) und salzen (direkt vor der Weiterverarbeitung)

• Für die Zubereitung hochwertige Fette verwenden

• Das Braten von Fisch funktioniert besonders gut in beschichteten Pfannen

Beachten Sie, dass Fisch möglichst fettarm zubereitet werden sollte, damit das „leichte“ Essen nicht zu kalorienhaltig wird.

Tipp: Fischverarbeiter bieten oft auch viele Delikatessen von heimischen Fischen, wie Terrinen, Räucherfischfilets, Fischsalate, Aufstriche, Fischsalami usw. an.

Hier ein einfaches heimisches Fischeinstiegsrezept, das garantiert gelingt, ohne Fett zubereitet wird und hervorragend schmeckt:

Lachsforelle im Pergamentpackerl mit Gemüse, Safranschaum und Tagliatelle

2 Personen, Schwierigkeitsgrad: leicht

Zutaten:

• 2 Stück Lachsforellenfilet

• 0,5 Stück Zitrone

• 0,10 kg Blattspinat

• 2 Stück Jungzwiebeln

• 1 Zehe Knoblauch

• 0,10 kg Karotten

• 0,03 l Olivenöl

• 0,03 kg Pignolien

• Salz, Pfeffer

Safranschaum

• 0,02 l Olivenöl

• 0,05 kg Zwiebeln

• 0,5 Becher Crème fraîche

• etwas Suppe zum Aufgießen

• Salz, Pfeffer, Safran

Tagliatelle

• 0,15 kg Tagliatelle grün

• 0,01 kg Butter

• Salz

Zubereitung:

1. Pignolien trocken in der Pfanne rösten.

2. Gemüse vorbereiten: Karotten in feine Streifen schneiden, Spinat waschen, Jungzwiebeln in 1 cm breite Streifen schneiden, Knoblauch hacken. Die Zitronenhälfte filetieren.

3. Pergamentpapier in zwei große Rechtecke schneiden. Mit dem Spinat beginnen, dann den Fisch und alle anderen Zutaten einfüllen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl beträufeln.

4. Zum Schluss mit Pignolien bestreuen, Packerl verschließen und bei 150 °C ca. 20 Minuten im Rohr garen.

5. Für die Safransauce Zwiebel würfelig schneiden, in Öl anrösten, mit etwas Suppe und Crème fraîche aufgießen, würzen.

6. Nudeln al dente kochen, in Butter schwenken, salzen.

 

Quellen:

umweltberatung.at: Heimischer Fischgenuss

WWF.at: Fische und Meeresfrüchte