Moodfood

Gibt es sie tatsächlich– die kulinarische Gute-Laune-Therapie?

Schlechtes Wetter, Stress in der Arbeit, unerledigte Haushaltsarbeit – Sie kennen sicher dieses Gefühl, dass an manchen Tagen nichts gelingen will und die Stimmung am Boden ist…

Statt in solchen Situationen zu Schokolade & Co zu greifen (Stressesser), kann eine richtige Lebensmittelwahl die Gefühlslage bzw. Stimmung positiv beeinflussen. Diese Lebensmittel werden als sogenanntes „Mood Food“ oder Nahrung für die Seele bezeichnet.

Glückliche Grundstimmung durch Nahrung

Vorweg sei zu sagen, dass allein schon die Nahrungsaufnahme an sich durch die Deckung des Energie- und Nährstoffgehaltes entspannt und die Stimmung hebt. Hunger oder Diät halten verschlechtert die Laune meist drastisch (das kennen viele von uns, oder?).

Auch das Genießen mit allen Sinnen wie der Geruch eines frischen Brotes oder von Kaffee, ein schön angerichteter Teller oder die Vorfreude auf ein Lieblingsgericht verändern unsere Gefühlslage positiv. Regelmäßige Mahlzeiten mit einem normalen Kaloriengehalt, die auch sättigen, bewirken also schon eine „glückliche Grundstimmung“, machen uns ausgeglichener und belastbarer.

Dass die Inhaltsstoffe der Nahrung einen Einfluss auf die Gehirnfunktion haben, ist schon lange bekannt. Vermittelt wird dies durch Nervenzellen des Gehirns und deren zahlreiche Botenstoffe. Für die Produktion ist jedoch die Verfügbarkeit von sogenannten „Vorstufen“ notwendig, die der Körper aus der Nahrung bezieht. Unsere Stimmungslage wird dabei vor allem durch den Botenstoff Serotonin reguliert.

So kann die Laune durch die Aufnahme bestimmter Nährstoffe beeinflusst werden

Das wäre zu einfach: Die Aufnahme von serotoninhaltigen Lebensmitteln allein macht uns leider noch nicht vollkommen glücklich. Erst bei Vorhandensein (in diesem Fall) von der essenziellen Aminosäure Tryptophan in einem Lebensmittel und der Kombination mit Zucker in Form von (komplexen) Kohlenhydraten, der die Aufnahme ins Gehirn durch die Produktion von Insulin erst ermöglicht, kann Serotonin gebildet werden.

Vereinfacht gesagt wird eine kohlenhydratbetonte und gleichzeitig eiweißarme Ernährung empfohlen. Gute Beispiele dafür sind z. B. Nudel-, Reis- und Kartoffelgerichte, Milch mit Honig, Obst und Trockenfrüchte, kleine Mengen Bitterschokolade…

Natürlich trägt auch eine gute Versorgung mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen sowie ausreichend Flüssigkeit zur guten Laune bei.

Mit Mood Food der kühlen Jahreszeit entgegen

Der Sommer ist fast vorüber – die Tage werden merklich kürzer, dunkler und lichtärmer. Das drückt bei vielen auf die Stimmung. Üppigeres Essen, Bewegungsmangel, erhöhtes Schlafbedürfnis und Lichtmangel trüben nicht nur die Stimmung, sondern steigern auch das Bedürfnis nach fettreichen und süßen Lebensmitteln. Der Grund ist, dass in der kalten Jahreszeit der „Glücksstoff“ Serotonin verstärkt zur Melatoninbildung herangezogen wird, was für ausreichend Ruhe, Schlaf und Erholung sorgen soll.

Neben der richtigen Ernährung kann sich in dieser Zeit auch Bewegung bei Tageslicht, bunte Farben bei der Kleidung und Wohnungsgestaltung, Musik, Duftöle und gesellige Runden mit Freunden und Familie positiv auf das Gemüt auswirken.

Unsere Gute-Laune-Empfehlung:

Ingwer-Huhn mit Glasnudeln

2 Portionen

Zutaten

  • 100 g Glasnudeln
  • 200 g Brokkoli frisch
  • 200 g Hühnerfilet
  • 8 cm Ingwer
  • 2 EL Sojasauce
  • Sesamöl

Zubereitung

1. Brokkoli in kleine Röschen zerteilen und bissfest dämpfen.

2. Glasnudeln laut Packungsbeilage zubereiten.

3. Hühnerfilet schnetzeln, würzen und in Sesamöl anbraten. In Scheiben geschnittenen Ingwer mitbraten, ebenso den Brokkoli und die Nudeln.

4. Alles mit Sojasauce abschmecken und genießen.

Zimt-Kürbis-Pancakes

4 Portionen

Zutaten

  • 250 g Kürbisfruchtfleisch
  • 250 g Mehl
  • 2 EL Zucker
  • 2 TL Backpulver
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Stück Ei
  • Salz
  • 300 ml Milch
  • Pflanzenöl zum Ausbacken
  • Zucker zum Bestreuen

Zubereitung

1. Kürbis schälen und würfelig schneiden. Im vorgeheizten Rohr weich garen und pürieren.

2. Mehl, Zucker, Backpulver, Vanillezucker, Zimt, Ei, Gewürze, das Kürbispüree und die Milch verrühren. Den Teig quellen lassen.

3. Pfanne mit Öl erhitzen und Pancakes ausbacken.

Kürbis-Pancakes mit Zucker, Ahornsirup oder Kompott servieren.