Nussmus – das gewisse Etwas für fast jedes Gericht

Werden Nüsse wie Mandeln, Cashewkerne, Erd-, Hasel- oder Walnüsse vermahlen, erhält man ein Mus. Kochen mit Nussmusen liegt nicht nur im Trend, sondern ist auch noch unglaublich gesund. Wie Sie es selbst herstellen können und in welchen Kombinationen es am besten schmeckt, erfahren Sie hier.

Dass Nüsse besonders gesund sind, ist kein Geheimnis. Dies lässt sich auf die vielen ungesättigten Fettsäuren zurückführen, die in den Nüssen vorkommen. Wegen der B-Vitamine haben sie eine positive Wirkung auf das Gehirn und Nervensystem und stärken die Konzentrationsfähigkeit. Empfehlenswert ist es, täglich eine Handvoll Nüsse zu verzehren – mithilfe von Nussmusen kann man verschiedene Speisen mit diesen wichtigen Inhaltsstoffen bereichern.

Vielfalt an Sorten = Vielfalt an Verwendungsmöglichkeiten

Cashewmus ist besonders mild und eignet sich zum Abschmecken von Gemüsegerichten oder als Brotaufstrich. Pures Erdnussmus enthält neben Erdnüssen nur Wasser und Salz (im Gegensatz zur bekannten Peanutbutter) und eignet sich hervorragend für die asiatische Küche. Haselnussmus schmeckt wunderbar in Milchshakes, Gemüsegerichten und Salatdressings, während helles oder dunkles Mandelmus als Brotaufstrich schmecken oder mit Milchprodukten kombiniert werden können.

Exotische Nussmuse aus Macadamia oder Tahin (Mus aus Sesam), oft in Verbindung mit Kichererbsen, werden für orientalische Gerichte gerne verwendet. Außerdem gibt es eine große Vielfalt an Nussmus-Mischungen. 

In Reformhäusern, Naturkostläden oder auch in Supermärkten gibt es im Moment ein riesiges Angebot an verschiedenen Nussmusen, die allerdings auch sehr hochpreisig sind. Wichtig ist hier die Qualität der Produkte – geben Sie dem Bio-Nussmus den Vorzug: Es besteht ausschließlich aus Bionüssen und kommt ohne Zusätze aus. Konventionelles Nussmus enthält dagegen häufig noch zusätzliches Pflanzenfett, Zucker, Aromen und Emulgatoren.

Nussmuse lassen sich aber auch ganz einfach selbst herstellen

Die wichtigste Voraussetzung ist ein guter und leistungsstarker Zerkleinerer. Zuerst werden die Nüsse in der Pfanne oder im Backrohr für ein besseres Aroma geröstet. Anschließend werden die Nüsse im Zerkleinerer zu einem feinen Mus püriert. Beim Pürieren sollte man immer wieder eine Pause machen und das Gerät abkühlen lassen. Ist die Masse zu trocken, kann man noch ein passendes Nussöl oder (neutrales) Rapsöl löffelweise unterrühren. Das fertige Mus kann noch nach Belieben mit etwas Salz oder Zucker verfeinert werden.

Umgang mit Nussmus

Im geöffneten Zustand halten Nussmuse im Kühlschrank, aber auch bei Zimmertemperatur sehr lange. Man sollte jedoch immer darauf achten, dass zum Portionieren ein sauberer Löffel verwendet wird. An der Oberfläche sollte sich für die Haltbarkeit immer eine Schicht Öl befinden.  

Kokosnussmus – das einfachste aller Nussmuse

1 Glas; Schwierigkeitsgrad: sehr leicht

Zutaten:

• 400 g Kokosflocken oder Kokosraspeln

• 1 EL Kokosöl

Zubereitung:

1. Die Kokosflocken in einen leistungsstarken Mixer geben. Gerät nicht überhitzen!

2. Bei Bedarf bzw. für eine glatte Masse Kokosöl zugeben.

3. Kokosnussmus nicht im Kühlschrank aufbewahren – Schimmelgefahr!

4. Für Desserts, Müslis, zum Füllen von Früchten …

Haselnussmus/Cashewmus

1 Glas; Schwierigkeitsgrad: leicht

Zutaten:

• 250 g Haselnüsse oder Cashewkerne

Zubereitung:

1. Die Haselnüsse/Cashewkerne bei 130° C Umluft für 25 Minuten im Backrohr rösten und vollständig abkühlen lassen. (Haselnüsse müssen nicht blanchiert/geschält werden.)

2. Nüsse mixen. Sowohl die Nussmasse als auch das Mixgerät dürfen nicht zu heiß werden. Werden die Nüsse beim Mixen zu heiß (37° C), trennt sich das Öl vom Nussfleisch und das Nussmus kann nicht mehr verwendet werden.

3. Solange mixen, bis eine cremige Konsistenz entsteht, die keine Stücke mehr enthält.

4. Kühl und trocken aufbewahren.

5. Das Haselnussmus eignet sich hervorragend als Alternative zum Nutella.

Tahini-Paste

1 Glas; Schwierigkeitsgrad: leicht

Zutaten:

• 300 g Sesam

• 30 g Sesamöl

• 40 g neutrales Pflanzenöl

Zubereitung:

1. Je nach Geschmacksvorlieben können geschälte Sesamkörner (milder Geschmack) oder ungeschälte (kräftiger, etwas bitterer Geschmack) verwendet werden. Gleiches gilt für die Wahl des Öles. Die Kombination von Sesamöl mit einem neutralen Öl ergibt eine mildere Paste.

2. Den Sesam trocken (= ohne Öl) in einer Pfanne goldbraun rösten. Auch hier gilt: je dunkler die Röstung, desto intensiver die Paste. Vollständig abkühlen lassen.

3. Sesam und Öl mixen, bis sich eine sämige Paste bildet.

4. Kühl und trocken aufbewahren.
 

Rezept mit Erdnussmus:

Gemüse-Spaghetti mit Erdnuss-Curry-Sauce