Strategie und Tipps gegen Heißhunger und Süßigkeiten

Wie Sie die beste Strategie gegen die unbändige Lust auf Süßes finden.

Fast jeder kennt das Gefühl von Heißhunger. Er zeigt sich durch den schnellen Griff nebenbei in die Schreibtischschublade weil es gerade etwas stressig ist. Er ist Ursache für die rastlose Suche nach etwas Süßem am Abend. Und er führt dazu, dass sich vorm Fernseher salzige und süße Snacks geradezu abwechseln. 

 

Wie kommt es zu Heißhunger? 

Heißhunger kann mehrere Ursachen haben. Ein physiologischer Grund kann sein, dass der Blutzuckerspiegel  so tief im Keller ist, dass der Körper nur so nach Zucker giert. Auch Nährstoffmängel können sich auf diese Weise zeigen, genauso wie Hormonschwankungen zu Heißhunger führen können. Auch psychische Ursachen wie Stress, Langeweile oder intensive Emotionen können Heißhunger auslösen oder anstacheln. Wenn Essen als Belohnung, Trost oder zur Erleichterung eingesetzt wird, merkt sich der Körper das und es entstehen Gewohnheiten. Um diese Gewohnheiten zu ändern, muss das persönliche Verhalten verstanden werden und eine Strategie dafür entwickelt werden.  

Wichtig ist, sich selbst zu beobachten: Geht man ohne Frühstück außer Haus, lässt die Mittagspause aufgrund eines längeren Meetings ausfallen oder vergisst einfach darauf, dann kommt der Riesenhunger früher oder später garantiert. Die Konzentration lässt nach, man wird müde, energielos und unausgeglichen. Schnell wird ein Schokoriegel in den Mund geschoben und die Topfengolatsche gleich hinterher. Das schlechte Gewissen lässt nun nicht lange auf sich warten. Und wenn man ehrlich ist, so richtig genossen hat man die Leckereien auf diese Weise auch nicht. Ziel sollte es daher nicht sein, sich Süßes komplett zu verbieten, sondern den Umgang damit so steuern zu können, dass der Heißhunger nicht die Macht über einen übernimmt. 

 

Strategien, damit Heißhunger gar nicht erst auftritt

  • Ballaststoffreich essen – Weißmehl und Zucker meiden! Ballaststoffe sorgen für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl. 
  • Regelmäßig essen – egal ob 3, 4 oder 5mal am Tag. Werden die Abstände zwischen den Hauptmahlzeiten zu groß, gönnen Sie sich einen kleinen Snack.
  • Keine Verbote! Lieblingssüßigkeiten sollten erlaubt bleiben. Überlegen Sie, wann Sie das Objekt der Begierde wirklich genießen können.

Während normaler Hunger mit normalem Essen besänftigt wird, ist es bei Heißhunger nämlich meist ein zielgerichteter Gusto auf besonders zuckerhaltige oder auch fettige Speisen. Selten hilft der gut gemeinte Tipp, in diesem Moment Karotten zu knabbern. 

Im Kampf gegen den Heißhunger geht es also vorwiegend darum, Auslöser zu identifizieren (Stress, Langeweile, Mahlzeitenabstände), und eine Basis zu schaffen, ihn gar nicht erst aufkommen zu lassen. Kleine Snacks zwischendurch helfen, bei längeren Mahlzeitenabständen zu überbrücken. 

 

 

Anti-Heißhunger-Lebensmittel für zwischendurch

  • Nüsse und Trockenfrüchte: enthalten zwar auch Zucker und Fett, aber auch wertvolle Nährstoffe, die die Speicher wieder auffüllen.
  • Vollkorn-Salzstangen: sättigen mit Ballaststoffen und überbrücken die Pausen, wenn zwischen den Mahlzeiten mal etwas längere Zeitabstände sind.
  • Hart gekochte Eier: Eiweiß sättigt und im Dotter stecken sämtliche Nährstoffe für gute Konzentration. 
  • Topfen: mit etwas Marmelade zur Topfencreme gerührt das perfekte Dessert!

 

 

SOS-Tipps wenn der Süßhunger schon da ist

  • Trinken: Manchmal verursacht Durst das komische Loch im Bauch.
  • Zähne putzen oder Minzbonbons lutschen: Minzgeschmack lenkt den Gaumen ab.
  • Kaffee: Der bittere Muntermacher lenkt von süßen Gelüsten ab. Auch 3-4 Tassen pro Tag sind okay.
  • Kaugummi kauen hilft Stressessern: Die Kaubewegung entspannt und hilft beim Stressabbau.