Superfoods

Superfood aus unserer Heimat

5 heimische Superfoods die Ihre Gesundheit fördern ... und warum sie ihren weitgereisten Verwandten durchaus Konkurrenz machen.

Moringa und grünes Blattgemüse, Acai- und Goji-Beeren, Chiasamen und Kim-Chi. 

All diesen Lebensmitteln ist eines gemein: sie enthalten wertvolle Inhaltsstoffe in außergewöhnlicher Qualität und Menge. Solche Stoffe werden oft als sekundäre Pflanzenstoffe bezeichnet, ein Sammelbegriff für Farbstoffe wie Carotinoide, Flavonoide und Anthocyane aus Beeren und Früchten, essentielle Fette aus Kernen und Samen sowie Bitterstoffe aus Kräutern und Blattgemüse. 

Superfoods sind anderen Lebensmitteln also hinsichtlich ihres Gehalts an wertgebenden Inhaltsstoffen überlegen. Doch welche Lebensmittel zählen dazu? Und was können sie wirklich?

In unserem Körper wirken sekundäre Pflanzenstoffe antioxidativ, entzündungshemmend und immunmodulierend. Das heißt, sie fangen Radikale ab bevor sie Schäden anrichten können, sie fördern die Verdauung, schützen unsere Haut und stärken unser Immunsystem.

So umfangreich die Wirkungen sind, so vielfältig sind die Lebensmittel, die diese wertvollen Stoffe liefern sollen. 

Superfoods zu konsumieren muss nicht kompliziert sein!

Jemand der sich bewusst und gesund ernährt, integriert fast automatisch Superfoods. Durch Kombination saisonaler Früchte, vollwertiger Lebensmittel, Samen und Kräuter erreichen Sie, dass sich die einzelnen Wirkstoffe sogar gegenseitig in ihrer Aufnahme unterstützen. Aus diesem Grund können isolierte Pflanzenstoffe niemals genauso wirken, wie natürlich in Obst und Gemüse vorkommende Vitamine und Vitalstoffe. 

Um in den Genuss von Superfoods zu kommen, müssen Sie nicht einmal weit reisen oder teuer einkaufen. Nicht nur Goji-Beeren aus Asien, Acai-Früchte aus Südamerika oder Chia-Samen aus Mexiko sind perfekte Superfoods. Auch heimische Vertreter können da locker mithalten!

- Leinsamen: mit dem hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure und reichlich löslichen Ballaststoffen punkten Leinsamen genauso wie Chia-Samen. Einziger Unterschied: Leinsamen wachsen vor unserer Haustüre und kosten etwa ein Zehntel dessen was Chiasamen kosten.

- Aronia-Beeren: die dunkle Färbung der Beeren lässt bereits vermuten, dass der Gehalt an wertvollen Pflanzenfarbstoffen besonders hoch ist. Aronia-Beeren gibt es getrocknet oder als Saft. Auch Acai-Beeren punkten mit reichlich Anthocyanen, allerdings sind Acai-Beeren in Europa nicht frisch erhältlich. Meist wird Acai-Pulver oder Acai-Saft (Vorsicht: zugesetzter Zucker!) angeboten. 

- Preiselbeeren: so wie Cranberries wirken auch die heimischen Preiselbeeren gegen Blasenentzündungen und Harnwegsinfekte. Die Wirkung ist lange bekannt und auch durch Studien belegt. Beide Beeren enthalten Wirkstoffe, die es Bakterien erschweren, sich an Harnröhre, Blase oder sogar Niere festzusetzen und damit beugen sie langwierigen Infektionen vor. 

- Rohes Sauerkraut: fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut enthält leicht verfügbare Nährstoffe wie beispielsweise Vitamin C und liefert probiotische Keime für eine gute Verdauung. Auch Kim-Chi, bekannt aus der japanischen Küche, ein milchsauer vergorener Kohl, wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus. 

- Spinat und Feldsalat: Chlorophyll, Eisen und Folsäure sind die wichtigsten Nährstoffe aus grünen Gemüsesorten. Als Green Food werden auch die Blätter des Moringa-Baums beworben. Allerdings ist bei uns lediglich Moringa-Pulver erhältlich. Im Vergleich mit Spinat schneidet es aber keinesfalls besser ab (Quelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/moringa-oleifera.html).

Worauf zu achten ist:

Kritisch hinterfragen sollte man Superfoods immer dann, wenn sie weit gereist sind, Heilversprechen abgegeben werden oder kryptische Angaben über den Gehalt an Inhaltsstoffen gemacht werden. 

Empfehlenswert sind Superfoods  übrigens möglichst unverarbeitet und in frischer (Bio)-Qualität. Einzelne extrahierte Vitamine, Essenzen oder Pulver sind keine Superfoods, sondern bestenfalls Nahrungsergänzungsmittel. 

Auch bei der Angabe zum Nährstoffgehalt sollten Sie sich nicht täuschen lassen: beispielsweise ist die Aussage, ein bestimmtes Pulver würde doppelt soviel Vitamin C wie ein frisches Lebensmittel enthalten, irreführend, da die Verzehrsmenge ja nicht berücksichtigt wird. Während diverse Pulver in Mengen von vielleicht 5-10g verwendet werden, isst man bei frischem Obst oder Gemüse gut und gerne die 20- bis 40-fache Menge!

Greifen Sie also ruhig öfter zu heimischen Powerfrüchten, als das Gewissen hin und wieder mit teuren Superfoods zu beruhigen.