8 Mal gut verdaut

Es zwickt und zwackt in Ihrem Darm, aber er kommt nicht so richtig in die Gänge? Verstopfung ist ein Thema, mit dem jeder Dritte irgendwann konfrontiert ist. Natürliche Verdauungshelfer können helfen!

Spätestens seit der unterhaltsamen Abhandlung unserer Verdauung im Buch „Darm mit Charme“ ist das Thema Verstopfung kein Tabu mehr. Wer weiß, welche Ursachen Verstopfung haben kann, was die Verdauung anregen und die Darmtätigkeit fördern kann, kann viel für Gesundheit und Wohlbefinden tun, ohne gleich zu Abführmitteln zu greifen.

Wenn der Darm streikt

Eine regelmäßige Verdauung hängt von der Mahlzeitenhäufigkeit, der Mahlzeitengröße, dem Ballaststoffgehalt, der Flüssigkeitsaufnahme, der Bewegung und vielen weiteren Faktoren ab.

Die Faustregel für normalen Stuhlgang lautet: 3 x 3. Alles zwischen 3 x täglich und alle 3 Tage ist normal. Sollten Sie sich jedoch unwohl fühlen, Schmerzen haben oder über drei Monate keinen regelmäßigen Stuhlgang haben, raten wir Ihnen, einen Arzt aufzusuchen.

Diese acht Tricks helfen dem Darm auf die Sprünge

1. Trinken: Trinken Sie morgens ein Glas kaltes Wasser. Das regt die Darmbewegung an. Nehmen Sie tagsüber regelmäßig Flüssigkeit zu sich, nicht nur, wenn Sie durstig sind. Auf 1–2 Liter ungezuckerte Getränke pro Tag sollten Sie kommen.

2. Flohsamen: Ganze oder gemahlene Flohsamen sowie Flohsamenschalen enthalten besonders viele lösliche Ballaststoffe und haben eine enorme Quellfähigkeit in Flüssigkeiten. Achten Sie darauf, bei der Einnahme von Flohsamenprodukten genug dazu zu trinken! Sie können Flohsamen in Ihr Müsli, in Getränke oder in Ihren Joghurt mischen.

3. Leinsamen: Geben Sie 1–2 Esslöffel Leinsamen in Ihr Müsli oder in Ihren Joghurt.

4. Chiasamen: Nehmen Sie täglich 1–2 Esslöffel Chiasamen zu sich. Lassen Sie die Körner vorher in einem Achtel Liter Flüssigkeit quellen und ergänzen Sie sie mit Früchten oder Gewürzen mit Zimt.

5. Gute Bakterien: Milchsäurebakterien aus Joghurt, Kefir oder Sauerkraut fördern die Darmflora.

6. Säfte: Pflaumensaft oder Sauerkrautsaft können eine verdauungsfördernde Wirkung haben. Mehr als 1–2 Gläser pro Tag sollten es aber nicht sein.

7. Laktose: Milchzucker aus Milchprodukten, wie Buttermilch, aber auch pulverisiert aus der Apotheke oder dem Reformhaus, kann verdauungsfördernd wirken. Vorsicht aber bei Laktoseintoleranz!

8. Magnesium: Dieser Mineralstoff hat in ausreichender Dosis eine stuhlerweichende Wirkung. Greifen Sie anstatt zu Laxanzien also zuerst lieber zu Magnesium-Brausetabletten oder zu Magnesium-Sachets für Sportler.

Meiden Sie stopfende Lebensmittel

Wer schnell unter Verstopfung leidet, sollte  typische stopfende Lebensmittel meiden.

Bekannt für ihre stopfende Wirkung sind unter anderem:

  • Bananen
  • Heidelbeeren
  • Kakao und Schokolade
  • Schwarzer Tee
  • Mohn

Viele unserer hier genannten Tipps vereint das folgende Rezept. Es enthält extrem viele ballaststoffreiche Grundzutaten, Samen und Nüsse. Das Brot ist wirklich einfach und schnell gebacken, versprochen!

Rezept: Verdauungsbrot

Zutaten für ein Brot
Zubereitungsdauer: 10 Minuten Vorbereitung, 2 Stunden rasten, eine Stunde backen
Schwierigkeitsgrad: einfach

Zutaten:

  • 1,5 Tassen feine Haferflocken
  • eine halbe Tasse Leinsamen
  • eine Tasse Sonnenblumenkerne
  • eine Tasse gehackte Kürbiskerne
  • eine halbe Tasse Mandeln oder Walnüsse
  • 4 EL Flohsamen (ganz oder Schalen)
  • 2 EL Chiasamen
  • eine halbe Tasse Leinsamen-/Hanf- oder Kürbiskernmehl
  • Wer hat: 2 EL Hanfsamen (geschält)
  • 1 EL Honig
  • 3 TL Rapsöl oder anderes gutes Pflanzenöl
  • 1 TL Salz
  • 1,5 Tassen Wasser

Zubereitung:

1. Verwenden Sie zum Abmessen eine mittelgroße Kaffeetasse.

2. Vermischen Sie alle Zutaten gut in einer großen Schüssel.

3. Geben Sie die Mischung in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform und lassen Sie die Körnermischung mindestens 2 Stunden rasten. So können die Körner die Flüssigkeit gut aufnehmen und aufquellen.

4. Heizen Sie den Backofen auf 180 °C vor.

5. Backen Sie das Brot für 20 Minuten. Dann nehmen Sie das Brot aus der Form, legen es auf ein Backblech mit Backpapier und backen es ohne Form 40 Minuten fertig.

6. Bewahren Sie das Brot im Kühlschrank auf, damit es länger hält.

Tipps

  • Es funktioniert auch super, wenn Sie die Backform mit dem Teig über Nacht in den Kühlschrank geben. Die längere Quellzeit ist nur gut und Sie können das Brot dann frisch am nächsten Tag backen.
  • Leichte Änderungen bei den Zutaten sind kein Problem. Sie können zum Beispiel andere Nüsse und Kerne verwenden oder andere Sorten Mehl.
  • Die quellfähigen Körner (Chiasamen und Flohsamen) können Sie untereinander austauschen oder mit Leinsamen ergänzen.
  • Das Brot lässt sich besser schneiden, wenn es fertig gebacken einen Tag im Kühlschrank war. In Scheiben geschnitten lässt sich das Brot super einfrieren und kann portionsweise aufgetaut werden.