Voller Geschmack: Kräuter richtig konservieren

Jeder von uns hat Kräuter täglich in seiner Küche im Einsatz. Denn was wäre die Tomatensauce zur Pasta, der Sommersalat, das Grillfleisch oder der Aufstrich zum Bauernbrot … ohne Kräuter?

In der Regel werden Kräuter in den meisten Haushalten in getrockneten oder gefriergetrockneten Varianten verwendet. Die Hitliste der gekauften frischen Kräuter als Bundware oder Topfpflanze sind Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und Dill – das Angebot ist natürlich viel größer. Fast alle Kräuter lassen sich aber auch problemlos im Garten oder im Topf auf der Fensterbank selbst ziehen.

Am besten frisch verarbeiten

Am besten und intensivsten schmecken die meisten Kräuter natürlich, wenn sie ganz frisch sind. Sie können nämlich leicht verderben und leider auch sehr schnell ihr Aroma verlieren. Durch sogenannte ätherische Öle erhalten Kräuter ihren charakteristischen Geruch und Geschmack; diese sind eben auch sehr empfindlich gegenüber Sauerstoff, Wärme und Licht.

Die frischen Kräuter sollten beim Kauf kräftige, aber keine verholzten Stängel und keine welken, gelben oder trockenen Blätter haben. Jedes Kraut sollte intensiv und ganz frisch riechen. Bis zur Verwendung können Kräuter in ein feuchtes Tuch eingewickelt oder eingewässert aufbewahrt werden.

Sollten Kräuter länger aufbewahrt werden oder ist die Ernte sehr üppig ausgefallen, empfiehlt es sich, die Pflanzen zu konservieren, um die flüchtigen Aromen so gut wie möglich zu bewahren.

Trocknen

Die klassische Methode, Kräuter zu konservieren, besteht darin, sie an einem dunklen, trockenen und windgeschützten Ort in Bündeln kopfüber zu trocknen. Der Vorgang kann drei bis vier Tage oder länger dauern – bis die Kräuter „rascheltrocken“ sind.

Achtung: Zu dick gebündelte Sträuße trocknen schlecht und können schimmeln. Schneller geht’s, wenn man die Kräuter im Ofen bei ca. 35 °C und leicht geöffneter Ofentür trocknet. Gleich danach sollten die Blätter von den Stängeln abgestreift und zerkleinert werden. Sie sind dunkel und verschlossen aufzubewahren.

Vor allem aromatische Sommerkräuter mit einem geringen Wasseranteil (Thymian, Salbei, Rosmarin, Majoran, Oregano, Estragon, Zitronenmelisse und viele mehr) bewahren ihre Aromen am besten beim Trocknen.

Einfrieren

Andere Kräuter reagieren auf Trocknen mit totalem Aromaverlust – z. B. Petersilie, Basilikum, Kerbel, Schnittlauch, Dill … Für sie ist Einfrieren die bessere Methode. Auch hier sollten die Kräuter ganz frisch sein. Wichtig ist, dass die Kräuter möglichst trocken verarbeitet werden; bei größeren Mengen ist dabei eine Salatschleuder ein gutes Hilfsmittel.

Und dann hat man die Wahl, in welcher Form man die Kräuter einfrieren möchte: klein geschnitten oder gehackt, unzerkleinert, nach Sorten getrennt oder in einer persönlichen Lieblingsmischung. Später beim Kochen kommen die Kräuter tiefgekühlt ins fertige Gericht – man sollte sie nicht mitkochen lassen.

Ob getrocknet oder tiefgekühlt – so hat man immer ausreichend Kräuter zur Hand: für Pastasaucen, Salate, Aufstriche und Dips, Suppen oder für ein leckeres frühlingshaftes Kräuteromelett.

 

Kräuteromelett mit Babyspinat und Frischkäse

2 Portionen

Zutaten:

• 4 Stück Eier

• 50 ml Milch

• Salz, Pfeffer

• Je zwei Thymian-, Oreganozweige

• 1/2 Bund Petersilie

• 100 g Babyspinat

• 1 Zehe Knoblauch

• Salz, Pfeffer

• 100 g (Ziegen-)Frischkäse

• 20 g Butter

Zubereitung:

1. Babyspinat waschen, verlesen und kurz in Salzwasser blanchieren. Anschließend in etwas Butter dünsten, mit Knoblauch, Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Thymian- und Oreganozweige sowie Petersilienblätter abzupfen und hacken.

3. Eier mit Milch verrühren, Kräuter und Gewürze zugeben.

4. Butter in der Pfanne erhitzen, zwei oder mehrere Omeletts braten.

5. Omeletts mit Spinat und Frischkäse füllen und mit frischen Kräuterzweigen garnieren.