Weihnachtsmärkte – eine Herausforderung für die Figur

Wenn der Duft von gebrannten Mandeln, Punsch und Maroni in der Luft liegt, ist Weihnachten nicht mehr fern. Doch für Figurbewusste ist der Besuch eines Adventmarkts oft ein Härtetest und nach dem ersten Punsch sind gute Vorsätze schnell über Bord geworfen. 

 

Wie der Adventmarkt nicht zur Figurfalle wird

Wer kulinarische Verlockungen auf Weihnachtsmärkten mit Maß genießt, braucht sich keine Sorgen, um die Figur machen. Kleine Sünden können schnell ausgeglichen werden.  

Doch wen es öfters auf die belebten Märkte zieht, kann mit geschickter Auswahl unnötige Kalorien sparen und trotzdem genießen. Ein Blick auf die Zutaten und Nährwerte hilft die richtige Entscheidung zu treffen, ob und wie viel man von der gewünschten Speise konsumieren will.

 

Punsch oder Alternative?

Mit heißen Getränken ist es ähnlich wie mit eiskalten: Durch den Temperaturunterschied schmecken wir den Zucker nicht so stark. Punsch ist meist völlig übersüßt, da er aus Fertigkonzentrat hergestellt wird. Auch Glühwein ist nur geringfügig kalorienärmer. Ein Schwarztee mit Rum, den man selbst süßen kann, wäre hier die deutlich bessere Wahl. Außerdem kommt man so nur auf den halben Kaloriengehalt: rund 250 kcal vs. 125 kcal pro Häferl.

 

Maroni oder gebrannte Mandeln? 

Maroni zählen zwar botanisch zu den Nüssen, enthalten aber vor allem sättigende Kohlenhydrate, reichlich Ballaststoffe und nur wenig Fett. Gebrannte Mandeln dagegen schlagen mit der dreifachen Kalorienzahl zu Buche und strotzen nur so vor Zucker. Hier sind Maroni also definitiv die bessere Wahl. Eine Tüte Maroni ist ein nahrhafter und gesunder Snack für Zwischendurch. Eine Tüte gebrannte Mandeln hat mit knapp 500 kcal etwa so viel wie eine Tafel Schokolade.

Adventstollen oder Lebkuchen?

Lebkuchenteig ist zwar deutlich fettärmer als der Teig von Adventstollen, doch letztlich kommt es auf die verzehrte Menge an. So kann ein großes Lebkuchenherz genauso viele Kalorien liefern wie ein Stück Adventstollen. Greifen Sie daher nur hin und wieder zu solchen Naschereien. Pro 100 Gramm liefert dieses weihnachtliche Gebäck satte 320 (Lebkuchen) bis 410 (Stollen) Kalorien. Damit ist bereits der Gegenwert einer kleinen Hauptmahlzeit vernascht!

 

Langos oder Ofenkartoffel?

Auch hier ist weniger der Kalorienunterschied der zwei Speisen das wesentliche Thema, sondern der zu erwartende Sättigungseffekt. Wer denkt, dass der Snack eine anständige Hauptmahlzeit ersetzen kann, darf genießen, worauf er Lust hat. Doch während eine große Ofenkartoffel mit Schinkenstreifen und Sauerrahmdip den Magen ordentlich füllt, macht ein frittierter Teigfladen aus Weißmehl wenig satt und verleitet dazu, weiterzuessen. Pro Portion liefern beide Snacks etwa 500 kcal.

 

Kekse im Check: Linzer Auge vs. Windring?

Hier trifft ein Schwergewicht unter den Weihnachtskeksen auf einen deutlich luftigeren Gegner. Während Windbäckerei nur aus geschlagenem Eischnee und Zucker besteht, hat es ein doppelter Keks aus Mürbteig mit Marmelade und Staubzucker ganz schön in sich. Und das, obwohl die 100 kcal des Linzer Auges ziemlich schnell auf der Zunge zerschmelzen. Da es leider selten bei einem Stück bleibt, ist hier auch schnell das Kalorienkonto überzogen. Mit nur 33 kcal liefert ein Windring dagegen gerade einmal ein Drittel der Kalorien.

 

Doch bei alledem soll der Genuss nicht auf der Strecke bleiben. Am einfachsten hält man sich an das Motto: „Es ist alles erlaubt – es muss nur nicht alles auf einmal sein.“

Und wer den Besuch auf einem Weihnachtsmarkt gleichzeitig mit einem ausgedehnten Spaziergang verbindet, tut damit auch etwas fürs gute Gewissen.