Trockenobst

Aktualisiert am: 19.11.2010

Chemische Konservierung

Trockenfrüchte aus dem Geschäft sind zum Teil chemisch konserviert. Sie erkennen dies am Hinweis "mit Konservierungsmittel" oder an der E-Nummer (Sorbinsäure oder E 200, verwendet wird auch Benzoesäure E 210).

Geschwefelt oder ungeschwefelt?

Um die Haltbarkeit zu verbessern und die natürliche Farbe bei der Trocknung zu erhalten, wird in manchen Fällen (speziell bei Marillen) beim Dörrvorgang Schwefeldioxid (SO2) eingesetzt. Dieser Stoff ist auch in Wein und einigen anderen Lebensmitteln erlaubt, allerdings in wesentlich geringeren Mengen als in Trockenfrüchten. Der gesetzliche Grenzwert bei Dörrobst ist nämlich sehr hoch angesetzt. Da kann der Genuss einer Packung Dörrmarillen oder Rosinen zu einem Spitzenwert an Belastung führen.

Erkundigen Sie sich daher beim Kauf offen angebotener Rosinen oder Marillen, ob Schwefeldioxid verwendet wurde. Im Zweifelsfall weichen Sie besser auf verpackte Ware aus, die nämlich gekennzeichnet werden muss. Wer ungeschwefelte Marillen vorzieht, muss bei der Farbe Abstriche machen. Sie sind dunkler und bräunlich, weit entfernt vom hellen Orange behandelter Früchte.

Geschwefelte Früchte sind nicht für jeden verträglich

Schwefeldioxid (SO2) und die daraus abgeleiteten Verbindungen (E 220 bis 228) sind seit Jahrhunderten zur Haltbarmachung von Lebensmitteln in Verwendung, sie zerstören jedoch das Vitamin B1 in den Nahrungsmitteln und im Körper. Bei empfindlichen Menschen verursachen selbst geringe Mengen Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Hautausschläge.

Für Asthmatiker können solche Lebensmittel sogar gefährlich werden, weil sie Asthmaanfälle auslösen können. Kinder sollten am besten keine solchen Lebensmittel erhalten. Auch der hinlänglich bekannte "Kater" geht auf das Konto des Schwefeldioxids. Man braucht Vitamin B1 zum Abbau von Alkohol. Wein verursacht aber einen Mangel an B1. Der Körper schafft es nicht, Alkohol und Schwefeldioxid ausreichend zu entgiften.


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