Trockenobst

Aktualisiert am: 19.11.2010

Trockenobst: gesundes Knabbern

Dörrpflaumen, Datteln, Feigen oder Kletzen gehören zur Weihnachtszeit einfach dazu. Kinder schätzen diese verrunzelten und süßsäuerlich schmeckenden Früchte heutzutage zwar nicht mehr so sehr wie frühere Generationen, aber wegzudenken sind sie dennoch nicht: Denn was wären traditionelle Köstlichkeiten wie Früchte-, Kletzen- oder Bischofsbrot ohne diese typischen Zutaten?

Dörren war lange Zeit die einzige Möglichkeit, eine üppig ausgefallene sommerliche Obsternte in den Winter hinüberzuretten. Die Senkung des Wassergehaltes auf weniger als 20 Prozent nimmt den zersetzenden Bakterien die Chance zum Verderben der Früchte.

Zwar geht dabei ein Gutteil des Vitamin C der frischen Frucht verloren, doch sonstige Vitamine – allen voran die B-Gruppe – überleben neben anderen Nährstoffen, wie Mineralstoffen, diese Prozedur. Für den Geschmack sorgt ein hoher Anteil an Zucker. Enthalten sind zwischen 60 und 70 Prozent, hauptsächlich Fruchtzucker. Die vorhandenen Ballaststoffe können eine träge Verdauung in Schwung bringen.

So erkennen Sie gutes Dörrobst

Marillen kommen halbiert, entsteint und in Scheiben geschnitten in den Handel. Gute Ware erkennen Sie am geschmeidigen, aber nicht klebrigen oder zu weichen Fruchtfleisch.

Gedörrte Zwetschken sind der Klassiker unter den Trockenfrüchten. Aus ihnen werden Krampusse gebastelt und Früchtebrote gebacken. Ihren Zähnen zuliebe sollten Sie aber nur an entkernten Früchten knabbern! Zwetschken finden sich großteils in essfertiger Form im Handel, das heißt entkernt und so weich, dass sie angenehm zu beißen sind. Dazu ist ein Wassergehalt von mehr als 20 Prozent notwendig. Gute Qualität erkennt man am säuerlichen Geschmack, am zäh-festen Fleisch und an einer nicht zu dicken oder gar ledrigen Haut.

Daneben gibt es stärker getrocknete Ware, die eventuell noch Kerne enthält. Die Preisunterschiede sind bei Dörrzwetschken zum Teil sehr groß. Produkte aus biologischem Anbau sind grundsätzlich teurer als herkömmliche.

Tipp: Wenn zu feste Früchte weich werden sollen, können sie kurz aufgekocht werden. Delikater schmeckt es, wenn statt Wasser Apfel- oder Orangensaft verwendet wird. Über Nacht in Wasser aufgequollene Dörrzwetscken auf nüchternem Magen gegessen, sind übrigens ein guter Tipp, um die Verdauung ordentlich in Schwung zu bringen!


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