Vienna School of Coffee

Aktualisiert am: 14.10.2011

Schule für Kaffee-Künstler

Manche mögen’s heiß, manche kalt. Einer bevorzugt Kaffee schwarz, der andere milchig weiß. Cremig soll er sein, würzig, manchmal süß und stark. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, und so ist es auch das morgendliche Lieblings- getränk. Viele genießen Kaffee regel- mäßig, doch nur wenige wissen um die Kunst, ihn richtig und vor allem auf höchstem Niveau zuzubereiten. Eine Schule hat es sich zur Aufgabe gemacht, stupiden Knopfdruck-Kaffees und formlosen Milchschäumen eine Ende zu bereiten: die Vienna School of Coffee.

Autorin: Bianca Fadler

Kaffee richtig machen – dazu gehört mehr als nur ein Knopfdruck. Denn das schafft schließlich jeder. So lautet das Motto der Gründerin der Vienna School of Coffee, Johanna Wechselberger. Die Expertin hat sich nach einer 3-jährigen Gastronomen-Laufbahn nun ganz der Kaffeebranche verschrieben und mit der Vienna School of Coffee eine einzigartige Institution in Wien geschaffen.
Ihr Ziel: mehr Bewusstsein für die Kunst der richtigen Zubereitung von Kaffee zu schaffen und den Geschmack für hochwertigen Kaffee zu schärfen. Seit 15 Jahren ist die braune Bohne nun Mittelpunkt ihres Berufslebens, wobei sie davor überhaupt keinen Kaffee mochte. Wahrscheinlich, weil er nirgendwo richtig geschmeckt hat.

Die Rösterin

Begonnen hat es mit Motorrädern, die sie reparierte. Von da an war es nur ein kleiner Sprung zum Basteln an Kaffeemaschinen und folglich zur Kaffeebranche. Die technisch begabte Johanna Wechselberger hat neben der Vienna School of Coffee auch ein weiteres Projekt gegründet. Die neue Rösterei. Hier werden die Bohnen frisch geröstet, bevor sie unter fachmännischer Leitung zubereitet werden. Ein ideales Rundum- Paket für gesicherte Qualität.

Lerne, wie es richtig geht

Um der Kaffeemisere ein Ende zu bereiten, wurde die Vienna School of Coffee ins Leben gerufen. In verschiedenen Kursen wird  man sowohl für den Privatgebrauch ("Home-Barista") als auch für die Gastronomie entsprechend ausgebildet. Besondere Fähigkeiten benötige man dafür nicht. Wer die nötige Passion und Wissensdurst mitbringt, ist für dieses Metier geschaffen. Dabei fordert Johanna Wechselberger von ihren Schülern nur eines: Man müsse den Willen mitbringen, das Beste aus dem Rohstoff herauszuholen. Dann klappt’s auch mit dem Geschmack.

Wien: Mehlspeisen- statt Kaffeekultur

In einer Stadt wie Wien, wo das Kaffeehaus auf eine lange Tradition zurückblickt, sind Veränderungen in der Branche nicht einfach. Solange sich die Kunden nicht beschweren, wird sich an der sorglosen Herstellung, mangelnden Hygiene und minderen Qualität der servierten Heißgetränke nicht viel verbessern. Dabei hätte Wien eher eine "Mehlspeisenkultur" als die eines Kaffees, so Wechselberger. Geschmacklich sei sie von den Torten und Kuchen mehr überzeugt als vom angebotenen Kaffee. Dennoch hat die Expertin ein paar Tipps für Kaffee in Wien, welcher ihren Segen erhält: das Café Orlando di Castello auf der Freyung, die Kaffeeküche im Schottentor oder das Café "Freiraum".


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