Vitamin D

Proteine

Aktualisiert am: 07.05.2012

Krebsschutz durch Sonnenlicht

Mit der zunehmenden Information über Hautkrebs und der damit leider auch fallweise verbundenen Hautkrebshysterie der vergangenen Jahre ist die Sonne in Verruf geraten. Dabei ist UV-Strahlung wichtig für die Bildung des lebenswichtigen Vitamin D, das aus Cholesterin gebildet wird. Neueste Studien bestätigen zudem die krebsschützende Wirkung von Vitamin D.

Im Rahmen eines internationalen Symposiums über die Bedeutung von Vitamin D zur Krebs-Prävention an der Universität des Saarlandes stellten Wissenschaftler aus aller Welt neue Forschungsarbeiten vor, die zeigen, dass Vitamin D vor Krebs schützt. Insbesondere vor Dickdarm-, Prostata- und Brustkrebs, also jenen Krebsarten, die in den lichtärmeren Regionen der nördlichen Halbkugel wesentlich häufiger auftreten. Auch soll Vitamin D laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg Frauen nach den Wechseljahren vor Eierstockkrebs schützen.

Funktion von Vitamin D im Körper

Die vordergründig wichtigste Funktion von Vitamin D im Körper ist allerdings eine andere: Vitamin D ist unerlässlich für den Knochenaufbau und die Zahnbildung in der Kindheit und die Erhaltung der Knochendichte und -stärke im Erwachsenenalter. Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus der Nahrung und erhöht die Kalziumspeicher im Körper. Es vermehrt auch die Ablagerung von Mineralien in den Knochen und Zähnen.
Vitamin D ist des Weiteren wichtig für das Immunsystem, es unterstützt die Aktivierung und Reaktion der weißen Blutkörperchen bei Infektionen. Außerdem hat Vitamin D eine wichtige Kontrollfunktion bei der Entwicklung der Zellen.

Vitamin D in der Nahrung

Lebertran ist das Lebensmittel mit dem höchsten Vitamin D-Anteil. Heute weiß man, dass der Körper über 90 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin D selbst erzeugt, wenn er genügend Sonnenlicht bekommt. Bei den meisten jungen gesunden Menschen genügt die Bestrahlung von etwa 15 Minuten auf Händen, Gesicht und Armen an mehreren Tagen der Woche für die Eigensynthese.

Den Rest muss sich der Körper aus der Nahrung holen. So kommt Vitamin D vor allem in fettreichem Fisch (Lachs, Thunfisch, Hering), Hühnereiern, Kalbs- und Rindsleber, Fleisch und in geringeren Mengen in Milchprodukten vor. In den meisten pflanzlichen Lebensmitteln befindet sich kein vorgefertigtes Vitamin D. Eine Ausnahme bilden Pilze, Spinat, einige Kohlarten und Hefe.

Pflanzliches Vitamin D nennt man Vitamin D2 oder Ergocalciferol, tierisches Vitamin D3 auch Cholecalciferol. Cholecalciferol bildet der Mensch auch selbst, daher ist es streng genommen kein Vitamin, sondern ein Hormon.


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