Nahrungsmittel-Lexikon

Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

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Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger

Aktualisiert am: 17.10.2007

Grundnahrungsmittel Weizen

Weizen ist weltweit das am häufigsten angebaute Getreide und gehört zur Familie der Gräser. Weizen ist vermutlich das erste kultivierte Getreide. Die alten Germanen bauten vor allem die Weizensorten Emmer und Einkorn an.

Im Weizen-Vollkorn steckt eine Menge an hochwertigen Stoffen. Das Vollkorn enthält 60 bis 70 Prozent Kohlenhydrate, 2 Prozent Fett, 11-12 Prozent Eiweiß und 1,8 Prozent Mineralstoffe. Die wirklich gesunden Anteile sind vorwiegend auf die Randschichten und den Keimling beschränkt. Die essentielle Aminosäure Lysin findet sich nur in geringen Mengen, dennoch ist Weizen in Kombination eine hervorragende Eiweißquelle. Das Vollkorn ist reich an Vitaminen des B-Komplexes, und enthält vor allem das Vitamin E - als Entgiftungs- und Verjüngungssubstanz bekannt -, Beta-Carotin, Biotin, Pantothensäure und Folsäure. Weitere Inhaltsstoffe des Vollweizen sind Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Kieselsäure, Kalium, etwas Kupfer, Phosphor, Mangan sowie bei günstiger Bodenbeschaffenheit Selen.

Weißes Mehl: Geringer Gesundheitswert

Die Intensivlandwirtschaft hat Weizen zu seiner Vormachtstellung verholfen: Dieses Getreide spricht besonders gut auf Düngemaßnahmen an und seine Erträge lassen sich am besten erhöhen. Das "raffinierte" Weizenmehl - ohne Randschichten und Keim - ist wegen seiner hervorragenden Backeigenschaften zum Lieblingsmehl avanciert. Dieses Mehl ist aber der meisten seiner gesunden Inhaltsstoffe beraubt und hat nur noch geringen Gesundheitswert.

Verarbeitung

Weizen hat einen besonders hohen Kleberanteil. Das verbessert die Backeigenschaften ganz entscheidend und hat Weizen deshalb eine unangefochtene Spitzenposition beim Backgetreide verschafft. Aus dem so genannten Hartweizen werden Hartweizengrieß und Spezialnudeln und -teigwaren gefertigt. Der Gesundheit zuliebe sollte man braune Vollkornnudeln bevorzugen, da diese im Gegensatz zu Weißmehlnudeln deutlich mehr Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthalten.

Verdauungsfördernde Wirkung der "Abfallstoffe"

Bei der weltweiten Massenherstellung von Nicht-Vollkornmehlen fallen Massen von Weizenkleien und Weizenkeimen an, die verdauungsfördernde Wirkung haben bzw. Vitaminspender sind. Schon seltsam: Um das mangelhafte "raffinierte" Brot auszugleichen, wird auf die "Abfallstoffe" zurückgegriffen, dabei würde es reichen, einfach Vollkornbrot zu essen.


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