Nahrungsmittel-Lexikon |
Was steckt im Apfel? Wie gesund ist Lammfleisch und wie wird es am besten verarbeitet? Hier finden Sie Informationen zu den bekanntesten Obst-, Gemüse- und Fleischsorten sowie Fisch.

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Aktualisiert am: 10.02.2011
Teil 1: Der Geschmack macht's
Teil 2: Orange, Mandarine
Teil 3: Zitrone & Limette
Teil 4: Grapefruit & Kumquat
Der Geschmack macht's
Zitrusfrüchte gelten als Vitamin-C-Lieferanten schlechthin. Was das betrifft, werden sie aber von anderen Obst- und vor allem Gemüsesorten in den Schatten gestellt. Was steckt also hinter dem Mythos Zitrusfrüchte?
Ihren Ruf als Vitamin-C-Lieferanten schlechthin dürften die Zitrusfrüchte zu einem beträchtlichen Teil ihrem Geschmack und ihrer vielseitigen Verwendbarkeit verdanken. Man mag halt nicht jeden Tag Chinakohl, Grünkohl oder Karfiol essen, obwohl damit leicht mehr Vitamin C zu holen wäre als mit Zitrusfrüchten. Auch gekochte Erdäpfel und Paprika haben es - nämlich das Vitamin C - in sich. Hagebutten sowieso. Vielleicht hat die sagenhafte Beliebtheit der Zitrusfrüchte aber auch damit zu tun, dass sie die meist angebauten Früchte der Welt sind.
Jedenfalls enthalten 100 Gramm Zitrusfrüchte etwa 50 Milligramm Vitamin C. Gekochter (!) Rotkohl hat gleich viel, Karfiol auch, Grünkohl sogar um die Hälfte mehr. Chinakohl bringt es roh auf 26 Milligramm je 100 Gramm. Gekochte Erdäpfel schaffen beachtliche 14 Milligramm. Phänomenal sind überhaupt Paprika. Ein halber grüner deckt den ungefähren durchschnittlichen Tagesbedarf von 75 Milligramm Vitamin C.
Exotisch & vielfältig
Zitrusfrüchte gehören zur Pflanzengattung der Rautengewächse (Rutacea) und stammen ursprünglich aus Südostasien. Heute werden sie im so genannten Zitrusgürtel zwischen dem 20. und 40. Breitengrad nördlich und südlich des Äquators kultiviert, also in Asien, im Mittelmeerraum, in Mittelamerika und Südafrika.
Neben Vitamin C enthalten Zitrusfrüchte reichlich Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen und Phosphor. Besonders Früchte mit oranger und rötlicher Färbung enthalten dazu Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, Folsäure und Biotin. Der weiße Teil der Schale schmeckt zwar eher bitter, dafür sind reichlich Flavonoide enthalten und diese wirken antioxidativ. Damit können sie Zellbausteine vor freien Radikalen schützen, die auch mit der Entstehung von Krebs in Zusammenhang gebracht werden.
Vielfältige Verwendungsmöglickeiten
Zitrusfrüchte werden zwar in ester Linie wegen ihres saftigen Fruchtfleischs angebaut, daneben werden aber auch die Schalen der Früchte, die eigentlich Beeren sind, zur Herstellung von Zitronat, Orangeat und dem Geliermittel Pektin genutzt. Aus den Blüten der Pampelmuse wird der Duftstoff Neroli gewonnen, der etwa in der Parfumindustrie eine wichtige Rolle spielt. Die Früchte werden roh als Obst gegessen, etwa ein Drittel wird zu Säften, Kompott, Konfitüre und anderen Produkten weiterverarbeitet.
Vorsicht bei der Verwendung der Schale
Die Früchte reifen nach der Ernte nicht nach und sind daher anfällig für den Vederb bei Transport und der Lagerung. Daher werden die Schalen der Zitrusfrüchte in der Regel nach der Ernte gereinigt, mit Konservierungsstoffen behandelt und gewachst. Wer die Schalen zum Aromatisieren von Backwaren oder Marmlade beziehungsweise Scheiben mit Schale zur Dekoration von Getränken und Speisen verwenden will, sollte auf unbehandelte Früchte aus biologischem Anbau zurückgreifen. Die Farbe der Früchte sagt übrigens nicht unbedingt etwas über deren Reifegrad aus, denn das charakteristische Gelb und Orange bildet sich nur, wenn die Temperaturen in de Nacht unter 12° Celsius fallen, daher wird die Schale der Früchte unter tropischen Bedingungen oft nicht ausgeprägt farbig und muss mit Ethylen entgrünt werden.
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