Anti-Aging dank Bewegung

Bewegung ist Leben, egal wie alt man ist. Oder besser: Gerade wenn man die 40 bereits hinter sich gelassen hat, gewinnt Bewegung noch mehr an Bedeutung. Denn es ist v. a. regelmäßiges Training, das uns weiterhin fit hält. 

 

Damals, heute, morgen

Seien wir ehrlich: Die Jahre vergehen wie im Flug, die Zeit vor zehn, fünfzehn Jahren fühlt sich ab über 35 an wie gestern. Natürlich sind wir alle schwerbeschäftigt und haben genug andere Dinge zu tun, als uns auch noch um ausreichend Sport zu kümmern. Nur sieht das unser Körper anders.

Dieser hat sich nämlich im Vergleich zu seinen Bedürfnissen vor vielen hundert, ja tausend Jahren nicht sehr stark verändert. Und da wurden er und seine Muskeln nämlich tatsächlich täglich stundenlang gebraucht, weshalb sie genau darauf ausgelegt sind. Heute sieht unser Alltag anders aus. Sehr viel anders. Nur wenige kommen auf mehrere Stunden Bewegung – pro Woche.

Es wird Zeit, dass wir anerkennen, WIE wichtig Bewegung für unseren Körper ist, wenn wir auch im Alter noch lange so gesund wie möglich bleiben wollen. 

 

Der Mix hält fit

Wie sollte man also am besten trainieren, wenn man gesund und selbstständig bleiben will? Am besten in Form von einem Kraft- und Ausdauertrainingsmix. Falls Sie sich jetzt denken, dass Sie das bisher ja Ihr Leben lang nie gemacht haben, folgt hier die gute Nachricht: Das macht nichts, es ist nie zu spät anzufangen. Sie werden sogar noch größere Fortschritte als Ihre bereits aktiven Freunde verzeichnen. Selbst mit 70 oder 80 Jahren macht ein gezieltes Training noch Sinn und kann viel an Lebensqualität herausholen. 

Trainieren Sie Ihre Kraftfähigkeit im Fitnessstudio oder zu Hause mit Gewichten. Das ist besonders wichtig für Ihre Muskulatur, da unsere Kraft speziell ab 60 deutlich nachlässt, wenn man nicht aktiv dagegen angeht, aber auch für Ihre Knochen, da diese durch das Krafttraining wichtige Reize erhalten und dadurch nicht schwach und brüchig, sondern wieder stärker werden und die Knochendichte besser erhalten bleibt.

 

 

Das gilt besonders auch für Frauen, Training mit Gewichten ist also absolut nicht nur für Männer gedacht. Auch Erkrankungen wie Osteoporose lassen sich mit gezieltem Krafttraining sehr gut in Schach halten und meist sogar deutlich verbessern; genauso wie Diabetes Typ II. Auch überflüssige Kilos können durch das Arbeiten an den Muskeln schneller abgebaut werden.

Dank des Krafttrainings können Sie alltägliche Arbeiten viel einfacher und effizienter verrichten, sind selbstständiger und fühlen sich durch die bessere Haltung auch automatisch gesünder und stärker. Zwei bis drei Einheiten Krafttraining pro Woche können Ihr Leben sehr positiv verändern und großartige Effekte erzielen.

Das Ausdauertraining ist dazu die ideale Ergänzung und sollte viermal pro Woche absolviert werden. Das kann zügiges Spazierengehen, sanftes Trampolin-Training, Nordic Walking, Wandern, lockeres Laufen, Radfahren, Eislaufen, Langlaufen, Schwimmen, Rudern oder eine andere für Sie passende Sportart sein. Sie können auch munter zwischen den genannten Sportarten wechseln, wie es Ihnen Freude macht.

Umso abwechslungsreicher, umso eher beugen Sie Überlastungen vor. Außerdem tut es auch dem Kopf gut, so unterschiedlich gefordert zu werden und immer wieder neue Bewegungen auszuführen. Gute, lockere 45 bis 60 Minuten pro Einheit sorgen dafür, dass Ihr Körper jene Bewegung bekommt, die er braucht, um gesund zu bleiben.

 

Wie fange ich nur an?

Keine Sorge: Sie müssen nicht von heute auf morgen mit sechs Sporteinheiten pro Woche zu je einer Stunde pro Tag loslegen, wenn Sie bisher keine oder eher wenig Bewegung gemacht haben. Machen Sie sich als Erstes einfach einmal bewusst, dass Sie bzw. Ihr Körper am besten tägliche Bewegung braucht und wie viel Ihnen diese bringen wird.

Sie werden nicht nur fitter, sondern auch wieder stärker, schneller, selbstbewusster, Ihre Stimmung wird sich durch die Bewegung (noch weiter) verbessern, Sie werden sich ausgeglichener und besser fühlen. Sehen Sie die Vorteile. Denken Sie an später.

Wollen Sie unabhängig und selbstständig, mobil und so gesund wie möglich alt werden? Dann fangen Sie am besten heute damit an. Wenn Sie erst mal mit 15 Minuten pro Tag absolut ausgelastet sind, ist das okay, steigern Sie Ihr Pensum einfach nach und nach und so, wie es Ihnen guttut.

 

 

 

So geht’s

Holen Sie sich Verbündete. Ob es Ihr Ehepartner, Freundinnen oder Freunde oder Nachbarn sind: Gemeinsam geht es gleich mal einfacher. Im nächsten Schritt suchen Sie sich jemanden, der Ihnen bei den Kraftübungen behilflich sein kann, um diese richtig und gesund zu erlernen.

Das können ein Sportphysiotherapeut, ein Personal Trainer oder ein Fitnesstrainer in einem Studio sein. Am besten jemand, bei dem Sie sich in guten Händen fühlen und der Sie zusätzlich motiviert, dranzubleiben. Lassen Sie sich die wichtigsten Übungen zeigen, um alleine trainieren zu können.

Nutzen Sie bei Bedarf Geräte, aber unbedingt auch Freihanteln (das sind die normalen, einfachen kleinen und großen Hanteln), da diese neben der Kraft auch Ihre Koordination ideal schulen und Stärkeunterschiede zwischen rechts und links deutlicher aufzeigen bzw. verringern. 

Für das Ausdauertraining ist es sinnvoll, nach der individuellen Herzfrequenz zu trainieren und einen Pulsmesser zu verwenden. Auch hier kann Ihnen ein Trainer helfen. Zudem macht es außerdem sehr viel Sinn, sich bei einem Sportmediziner durchchecken zu lassen.

Hier können Sie neben einem Belastungstest auf dem Fahrradergometer auch ein Herzultraschall machen lassen, um einerseits durch den Leistungstest Ihre persönlichen Belastungswerte hinsichtlich des idealen Pulsbereiches für Ihr Training zu erhalten und andererseits durch den Ultraschall auch zu wissen, dass Ihr Herz in Ordnung ist. 

Und wenn Sie Unterstützung brauchen, den ersten Schritt zu tun, dann holen Sie sich die von Ihrem persönlichen Generali Gesundheitscoach.

 

Bewegung auch bei chronischen Erkrankungen

Sollten Sie an einer chronischen Erkrankung leiden, lassen Sie sich dadurch nicht vom Sport abhalten. Im Gegenteil, gerade dann ist Bewegung wichtig. Es geht nur darum, die für Sie richtige Bewegungsform und die richtige Dosis zu finden. Auch hier können Sie mit erfahrenen Ärzten, Physiotherapeuten und Trainern aktiv werden und das für Sie optimale Programm maßschneidern lassen.

Wenn gesundheitlich möglich, beginnen Sie mit langsamem Spazierengehen. Das Gehen, die frische Luft, ein bisschen Natur, die sehr gut erdet – Sie werden feststellen, dass sich Ihre Lebensqualität bereits nach wenigen Wochen erheblich verbessert.

Wir können die Zeit nicht aufhalten; wir alle werden älter, ob wir wollen oder nicht. Aber wir können zum Großteil selbst entscheiden, wie wir älter werden. Selbst mit so mancher Erkrankung kann man sehr gut leben, wenn Bewegung, Ernährung und mentale Einstellung stimmen. Lassen Sie sich also nie und nimmer entmutigen. Starten Sie lieber damit durch, Ihr Leben und Wohlbefinden selbst in die Hand zu nehmen.

 

Quellen