Antientzündliche Lebensmittel für Sportler

Geht es um das Wort Entzündungen, so denkt man oft eher an die „Klassiker“ wie Blasenentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung, Blinddarmentzündung oder vielleicht auch noch Achillessehnenentzündung, aber selten an jene Entzündungen im Körper, die oft nicht direkt akut, sondern eher dauerhaft und damit chronisch im Körper aktiv sind und anfangs meist in Stille ihr Unwesen treiben.

Chronische Entzündungen bleiben leider oft für längere Zeit unentdeckt, können aber diverse Erkrankungen auslösen (beispielsweise Morbus Crohn, Arthritis u. v. m.), den Stoffwechsel stören (und so auch oft zu Gewichtsproblemen führen) sowie das Immunsystem belasten.

Interessant in diesem Zusammenhang ist allerdings nicht nur die Tatsache, dass das nicht nur Menschen mit (Vor-)Erkrankungen geschehen kann, sondern auch Sportlern, denn auch Training kann Entzündungsreaktionen im Körper hervorrufen. Dies stellt an sich, solange man auf ausreichende Regeneration und guten Schlaf achtet und sich gesund ernährt, kein großes Problem dar.

Wer allerdings mit seiner Ernährung quasi „Öl ins Feuer“ gießt, indem vorwiegend Lebensmittel verzehrt werden, welche Entzündungen weiter fördern, statt diese zu lindern, tut sich damit langfristig absolut keinen Gefallen.

Deshalb schauen wir uns heute an, welche Lebensmittel entzündungshemmende Eigenschaften mit sich bringen, die Sie daher von nun ab bewusst in Ihren Speiseplan integrieren sollten.

Powerfood gegen Entzündungen

Ist es unser Ziel, das Immunsystem zu stärken und den Körper in Balance zu bringen, so ist es wichtig, auf sogenannte antiinflammatorische Lebensmittel zu setzen und damit auf Nahrung, welche Entzündungen lindert und dadurch hilft, Folgeerkrankungen vorzubeugen. Welche Lebensmittel sind hierfür besonders geeignet? Wir haben eine Auflistung für Sie:

  • Eine gute Basis für eine antientzündliche Ernährungsweise stellen Lebensmittel wie sämtliche Kohlsorten, Fisch, Oliven, Avocados, Knoblauch, Ingwer und alle Arten von Beeren dar.
  • Auch mageres Geflügel, Eier, viel Gemüse, Obst, hochwertige gute Pflanzenöle sowie Nüsse und Kerne wie beispielsweise Walnüsse und Mandeln sind für die Gesundheit eine gute Wahl. Ebenso fallen Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte in diese Kategorie (sofern keine individuellen Unverträglichkeiten oder Allergien bestehen, versteht sich).
  • Was hingegen Entzündungen fördern kann, sind Transfette (diese sind in vielen Fertigprodukten und Backwaren enthalten), rotes Fleisch, Käse, stark verarbeitetes, nicht hochwertiges Getreide, Süßigkeiten, Chips, Kuchen und Torten, Limonaden und Alkohol.

Es lohnt sich also darauf zu achten, was man isst. In der Regel macht sich bereits die sogenannte 80-20-Regel bezahlt: Hierbei wird zu 80 Prozent bewusst gegessen, 20 Prozent gelten wiederum als „freie Wahl“. So stellt man sicher, dass man deutlich über die Hälfte gesund und antientzündlich isst, kann aber dennoch auch mal ohne schlechtes Gewissen dem Gusto und der Lust auf Süßes & Co. nachgeben.

Hat man bereits Probleme mit Entzündungen, lohnt es sich auch, für einige Zeit streng zu sein und auf hundertprozentige antientzündliche Ernährung zu setzen, um Ruhe ins System zu bringen.

Mehr Trainingserfolg und Gesundheit dank guter Ernährung

Gerade Sportler neigen ja oft dazu, sich über Ernährung keine großen Gedanken zu machen, weil sie – zumindest für einige Zeit – den Luxus genießen, dank des regelmäßigen Trainings nicht zuzunehmen und sich auch sonst meist recht fit zu fühlen. Bedenkt man aber, dass allein dieses Nicht-Zunehmen nichts über die Gesundheit an sich aussagt und im Stillen vielleicht bereits verdeckte Entzündungen zu lodern beginnen, macht es gerade auch für Sportler Sinn, genauer darauf zu achten, was man isst, um Entzündungen, auch am Bewegungsapparat, gar nicht erst wirklich aufkommen zu lassen.

Weiterführender Buchtipp

Die Anti-Entzündungs-Diät. Von Martin Kreutzer und Anne Larsen.