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Aktualisiert am: 04.08.2010

Aqua-Aerobic: Fit im Pool

Schwimmen ist vielen zu langweilig. Aquafitness ist da schon fordernder. Wer's nicht glaubt, der besuche einmal einen Kurs. Wetten, Sie haben am darauf folgenden Tag einen Muskelkater, der sich gewaschen hat?

Autorin: Andrea Krieger

Einige Bewegungstechniken bringt man eher mit Rehabilitation oder Wellness als mit Sport in Verbindung. Wassergymnastik ist so ein Fall und die Assoziation kommt nicht von ungefähr: Übungen im feuchten Element gelten seit Langem als Klassiker, wenn es darum geht, verletzte Personen wieder "auf die Beine" zu bekommen oder unsportliche Senioren einen Deut beweglicher zu machen.

Heißer Tipp gegen Cellulite

Die Amerikaner schließlich entdeckten, dass Übungen im nassen Element auch für Gesunde und jüngere Leute von Vorteil sein können. Denn erstens schont es die Gelenke Übergewichtiger, da der Körper im Wasser nur mehr ein Siebtel seines Gewichts wiegt. Zweitens wird die Verletzungsgefahr minimiert, weil H2O eine hunderte Mal höhere Dichte als Luft hat und deshalb zur Langsamkeit zwingt. Damit nicht genug, arbeitet drittens bedingt durch den Temperaturunterschied von Wasser und Körper der Stoffwechsel hochtouriger und es werden mehr Kalorien verbrannt. Last but not least ist der Massage-Effekt zu erwähnen, der Sporteln im Pool zu einem heißen Tipp gegen Cellulite macht.

Gründe genug, um das Trimmen im Wasser zu propagieren, fanden die Amerikaner und entwickelten "Aquarobic" und "Aquajogging". Vor wenigen Jahren schwappten die Bewegungstechniken über den großen Teich und tauchten in heimischen Fitness-Centern und Bädern auf. Der Unterschied zur Wassergymnastik kann sich sehen lassen: Die neuen Trendsportarten haben entschieden mehr Power und statt der Evergreens hört man dazu hippe Rhythmen aus dem dritten Jahrtausend.

Aquajogging: 700 Kalorien pro Stunde

"Wenn jemand abnehmen möchte, gibt es nichts Besseres als Aquajogging", ist Miriam Biritz, Sportwissenschafterin und Personal Trainierin in Wien (www.diepersonaltrainer.at) überzeugt. Und tatsächlich werden dabei im Schnitt beachtliche 700 Kalorien pro Stunde abgebaut. "Aquajogging ist ein tolles Herz-Kreislauf-Training, weil man ständig in Bewegung ist."

Wer jetzt aber an einen kommoden Strandlauf im knöcheltiefen Wasser denkt, liegt völlig falsch. Stattdessen wird im tiefen Becken und ohne Bodenkontakt gelaufen – eine Auftriebshilfe namens Aquabelt macht's möglich. Mit dem Schwimmgürtel um den Bauch bewegt man sich in kleinen bis großen Schritten beziehungsweise mit hochgehobenen Knien fort. Je größer die Schritte und je schneller das Tempo, desto anstrengender ist die Sache. Auch der Gleichgewichtssinn wird trainiert. "Im Unterschied zum Laufen an Land ist Aquajogging ein Balanceakt", weiß Biritz. Einfach Halt zu machen, ist – anders als beim Waldlauf – ebenso unmöglich. "Man muss nämlich ständig in Bewegung bleiben, um sich aufrecht zu halten."


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