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Aktualisiert am: 07.10.2011

Ganzkörpertraining im ¾-Takt

Spätestens seit Zumba feiern Fitness-Kurse mit flotten Tanzelementen Hochkonjunktur. Für all jene, die sich zwar rhythmisch bewegen wollen, es aber lieber langsamer mögen, eignet sich der jüngste Trend aus der Fitness-Schmiede: Aroha ist eine Mischung aus Tai-Chi, Kung Fu und einem alten Kriegstanz der Maoris aus Neuseeland, auch Haka genannt. Das Tolle daran: Durch das mäßige Tempo der Choreografie kann jeder einsteigen, ganz unabhängig vom persönlichen Trainingszustand.

Autorin: Rosi Dorudi

Wer schon immer mal Tai-Chi oder Kung Fu Fighting ausprobieren wollte, kann sich nun mit Aroha einen Einblick in die asiatischen Kampfkünste verschaffen. Denn der neue Fitnesstrend verwendet Elemente dieser beiden Sportarten sowie einen maorischen Kriegstanz und verbindet sie zu einem effektiven Kraft-, Ausdauer- und Entspannungstraining, das unser Herz-Kreislauf-System stärken und die Fettverbrennung aktivieren soll.

Die Mischung macht's

Während die Tai Chi-Komponenten bei Aroha dafür sorgen, Yin und Yang in Balance zu bringen und Spannungen und Blockaden abzubauen, fördern Elemente aus Kung Fu Fighting, wie das Nachahmen von Tieren in verschiedenen Angriffs- und Verteidigungsposen, die Konzentration, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Die fantasievollen und tänzerischen Übungen des Haka, einem alten Kriegstanz der Maori, der traditionell dazu diente, den Feind mit Hilfe aggressiver Körperbewegungen, bedrohlichem Sprechgesang, rollenden Augen und einer immer wieder herausgestreckten Zunge massiv einzuschüchtern, aktivieren bei Aroha die Kraft und Willensstärke, was sich in der hohen Anspannung bei allen Bewegungen zeigt. Während der gesamten Stunde bleibt die Choreografie in einem leicht nachvollziehbaren Tempo und die Bewegungen gehen fließend ineinander über. Dadurch finden sich auch Einsteiger schnell in einer Aroha-Stunde zurecht.

Aroha baut Muskeln auf und Stress ab

Das Aroha-Fitnessprogramm ist auf ständige Wiederholungen aufgebaut. So festigt das kontinuierliche Beugen und Strecken des Unterkörpers insbesondere die Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur. Da bei jeder Übung aber auch die Bauch-, Schulter- und Oberarmmuskeln angespannt werden, trainiert man den Oberkörper automatisch gleich mit. Die von Tai-Chi, Kung Fu Fighting und Haka inspirierten Bewegungen wirken stressabbauend, steigern das Selbstbewusstsein und fördern die Mobilität unseres Körpers. Das sanfte Training regt außerdem den Stoffwechsel an und sorgt für eine Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems. Nicht zuletzt wird durch die mittlere Intensität des Trainings die Fettverbrennung kräftig angekurbelt.

Für wen sich Aroha besonders eignet

Das von Sportärzten und Physiotherapeuten entwickelte Trainingsprogramm eignet sich besonders für übergewichtige Personen, Menschen mit leichten Gelenk- und Rückenbeschwerden sowie für all jene, die endlich anfangen wollen, Sport zu treiben. Doch auch für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen lange keinen Sport mehr machen konnten, ist Aroha der ideale Weg zum Wiedereinstieg. Nicht zuletzt eignet sich der neue Fitnesstrend für alle, die gerne was Neues ausprobieren, Spaß und Freude an rhythmischen Bewegungen haben und ihren Geist und Körper mit Sport stärken wollen.

Während in Deutschland Aroha von den gesetzlichen Krankenkassen als Präventionssport anerkannt wurde, bieten in Österreich nur wenige Fitnessstudios Aroha an (siehe Links nächste Seite).  Bleibt zu hoffen, dass sich dies bald ändert.


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