Ausdauer, Kraft & Schnelligkeit

Meist hat man eine Richtung, in die es einen zieht: Der eine mag es, die Ausdauer zu trainieren, und fährt gerne und lang mit seinem Rennrad. Der andere trainiert seine Kraft, indem Gewichte gestemmt werden. Der nächste ist eher der Sprintertyp und liebt es, seine Schnelligkeit unter Beweis zu stellen. Wieso es allerdings für alle drei Typen sinnvoll ist, einem ausgewogenen Trainingsprogramm zu folgen, verraten wir Ihnen heute.

Vielseitig trainieren bringt’s

Abgesehen von Profiathleten macht es für Hobbysportler sehr viel Sinn, auf möglichst viel Abwechslung zu setzen. Und nebenbei erwähnt tun das auch sämtliche Profis. Denn multifunktionelle Bewegungsmuster bringen unseren Körper dazu, seine Leistung zu steigern, und verhindern durch die abwechslungsreiche Gestaltung gleichzeitig eine Überbeanspruchung und damit einhergehende Verletzungen. 

Sie wollen in „Ihrer“ Sportart besser werden? Oder einfach nur rundum fit? Gehen Sie es ganzheitlich an und arbeiten Sie nicht nur im Ausdauer-, Kraft- oder Schnelligkeitsbereich, sondern auch in bisher noch fremden Bereichen.

Trainingsideen für mehr Abwechslung & Fitness

Wer immer „nur“ läuft, darf ab nun zwei Krafteinheiten pro Woche ergänzen (und dafür mindestens eine Laufeinheit streichen). Er darf seine Schnelligkeit gezielt mit Hügel- und Bergaufsprints fördern; auch mal zum Springseil greifen. Und zur Abwechslung auch andere Ausdauersportarten als Alternativtraining angehen wie Radfahren, Rudern oder Schwimmen. Sein Körper wird es ihm danken.

Wer bisher v. a. an seiner Kraftfähigkeit gearbeitet hat, darf auch mal mehr für seine kardiovaskuläre Ausdauer tun, indem er zweimal pro Woche eine Ausdauereinheit einbaut. Davon kann eine niedrigintensiv und die andere hochintensiv sein. Außerdem macht es für ihn auch Sinn, an seiner Beweglichkeit zu arbeiten und beispielsweise ein- bis zweimal pro Woche Yoga in seinen Alltag zu integrieren.

Wer auf Schnelligkeit setzt, ob als Sprinter, Schnellkraftsportler oder Kampfsportler, dem tun auch Ausdauer und Kraft sehr gut. Beim Ausdauertraining kann gezielt gearbeitet werden, damit die Schnelligkeit nicht verloren geht.

Beim Krafttraining bringt für die Schnellkraft sogenanntes IK-Training weitere Effekte, weil man durch wenige Wiederholungen mit sehr viel Gewicht v. a. das koordinative Zusammenspiel von Muskelfasern in einem Muskel sowie von Muskeln untereinander plus die Abstimmung mit dem zentralen Nervensystem hervorragend fördern kann.

Auch wenn Sie bisher ausschließlich „Ihren“ Sport verfolgt haben, so seien Sie offen für etwas völlig Neues und nehmen Sie sich für diese Wintersaison vor, einmal etwas ganz anderes auszuprobieren und Ihr Trainingsprogramm vielseitiger zu gestalten. Sie werden sehen, dass Sie es nach wenigen Wochen nicht mehr missen möchten, sobald Sie am eigenen Leib empfinden, wie gut Ihnen diese Abwechslung tut.

 

Quellen:

Buchtipp für Ausdauerathleten: Kraft. Schnelligkeit. Ausdauer. Von Brian Mackenzie und Glen Cordoza

Buchtipp für Krafteinsteiger: Starting Strength. Von Mark Rippetoe

Buchtipp für funktionelles Training: Functional Training. Das große Handbuch. Von Juan Carlos Santana