Ayurveda & Yoga

Autorin: Mag. Sonja Tautermann

Aktualisiert am: 25.07.2011

Ayurveda-Yoga-Training

Nicht jede Yogaübung ist für jeden gleichermaßen geeignet. Kombiniert man Ayurveda mit Yoga, so verstärken sich die positiven Auswirkungen, sagt der Ayurveda-Experte Dr. Hans Rhyner. Wir stellen Ihnen ein paar ausgewählte Übungen aus seinem Buch "Das Ayurveda-Yoga-Programm" vor.

"Ayurveda und Yoga sind Teil eines Ganzen – eines umfassenden Gesundheitssystems, das den Körper als eine Einheit von Körper, Geist und Seele begreift", sagt Ayurveda-Experte Dr. Hans Rhyner. Das Bestreben von Ayurveda sei schon immer gewesen, Krankheiten zu vermeiden und, wo dies nicht mehr möglich war, diese zu beseitigen, schreibt er in seinem Buch "Das Ayurveda-Yoga-Programm".  

Die Ayurveda-Medizin berücksichtigt dabei immer die Konstitution des Patienten. So ist es auch zu erklären, warum Menschen mit der gleichen Krankheit recht unterschiedlich behandelt werden. Die drei Bioenergien Vata, Pitta und Kapha können gesundheitliche Störungen verursachen, wenn sie im Ungleichgewicht sind. Im ausgeglichenen Zustand stärken sie hingegen unser Immunsystem und erhalten uns gesund.

Die Konstitutionstypen

Zwar vermischen sich die Eigenschaften der drei Bioenergien im Körper, trotzdem kann jeder individuell bestimmen, ob gerade eine oder zwei Bioenergien vorherrschen oder ob sie alle im Einklang sind. Bei der Bestimmung seines Konstitutionstyps sollte man seine Gewohnheiten längerfristig beurteilen und vom Normalfall ausgehen, rät Rhyner.

Der Vata-Typ
Er hat einen schlanken, leichten Körperbau, ist aktiv und kreativ und geht die Dinge schnell und mit Begeisterung an. Er hat ein gutes Kurzzeitgedächtnis, isst unregelmäßig und liebt Hitze.

Der Pitta-Typ
Der zielstrebige und unternehmungslustige Pitta-Typ ist mutig und selbstbewusst, aber ungeduldig. Er ist kritisch und emotional und hat einen Hang zu Technik und Analytik. Weil ein Pitta-Typ viel Hunger verspürt, fällt es ihm schwer, Mahlzeiten ausfallen zu lassen. Auch Hitze hält er nur schwer aus.

Der Kapha-Typ
Er hat eine kräftigen Körperbau, nur wenig Hungergefühl und eine langsame Verdauung. Den Kapha-Typ kann man nur schwer aus der Ruhe bringen, er ist ausdauernd und geht die Dinge ohne Eile an. Er hat ein gutes Langzeitgedächtnis, glatte, helle Haut und einen kräftigen Haarwuchs. Der Kapha-Typ verträgt sowohl Hitze als auch Kälte.

Mischtypen
Daneben gibt es auch den Vata-Pitta-Typ, den Pitta-Kapha-Typ und den Vata-Kapha-Typ, die jeweils die Eigenschaften von zwei Bioenergien vereinen, sowie den Tridosha-Typ, bei dem alle drei Faktoren harmonisch ausgeglichen sind.

Unsere Umwelt, die Nahrung, die wir zu uns nehmen und unsere Lebensführung haben Auswirkungen auf diese drei Bioenergien. Hans Rhyner: "Wenn draußen beispielsweise ein heftiger Wind tobt, dann wissen wir, dass dieses Wetter die Bioenergie Vata verstärken wird. Wärme hingegen wird der Vata-Konstitution gut tun. Eine heiße, nahrhafte (fette) Suppe wird erhöhtes Vata schnell besänftigen, denn die Eigenschaften sind derjenigen von Vata, nämlich trocken, kalt, rau und leicht, genau entgegengesetzt. Kaltes aber verstärkt diese Bioenergie und schadet ihr."


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