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Experte: Mag. Michael Mayrhofer
Aktualisiert am: 21.08.2006
Badminton
Badminton gehört - ähnlich wie Tennis oder Tischtennis - zu den Rückschlagspielen. Dabei versucht jeder Spieler mit Hilfe seines Schlägers den Federball so in das gegnerische Feld zu schlagen, dass es dem Gegner möglichst nicht gelingt, den Ball fehlerfrei zurückzuschlagen, bevor dieser den Boden berührt.
Der Reiz des Badminton liegt im außergewöhnlichen Flugverhalten des Balles. Das "Geschoss" kann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h den Schläger verlassen, aber im nächsten Augenblick schon wieder leicht wie eine Feder zu Boden sinken. Hieraus resultieren die für diesen Sport typischen und attraktiven Ballwechsel.
Geschichte des Badminton
Badminton ist die Wettkampfform des Federballspiels, das mehrere Vorläufer bei alten Kulturvölkern (China, Indien, Inkareich) hat. In Europa war Federball seit der Renaissance bekannt und zur Zeit der Französischen Revolution ein weit verbreitetes Modespiel. Seinen Namen hat das Rückschlagspiel vom "Badminton House", dem Landsitz des Herzogs von Beaufort in der englischen Grafschaft Gloucestershire, wo es in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts seinen Ausgang nahm. Erste Regeln entstanden 1877; der Internationale Badminton Verband wurde 1934 gegründet.
Regeln
Der Federball (bis 5,5 g schwer mit 14 bis 16 rund 7 cm langen Federn oder einem Korb aus Kunststoff) muss mit einem Schläger (Schlägerkopf maximal 29 cm lang) so über das Netz geschlagen werden, dass er den Boden und den Spieler selbst nicht berührt (andernfalls Gutpunkt für den Gegner). Das Spielfeld für ein Einzelspiel ist 13,40 m lang und 5,18 m breit, für ein Doppelspiel 13,40 m lang und 6,10 m breit. In der Mitte quer über das Spielfeld spannt sich ein Netz mit einer Höhe von 1,55 m. Seit dem 1. August 2002 gilt eine neue Zählweise.
Spielarten
Gespielt wird im Herreneinzel und im Herrendoppel bis 15 Punkte, im Dameneinzel, Damendoppel und im Gemischten Doppel bis 11 Punkte. Damit wird die bisher vom Dameneinzel bekannte Zählweise auf das Damendoppel und das Mixed übertragen. In allen Disziplinen wird auf zwei Gewinnsätze ("Best of 3") gespielt. Beim Badmintonspiel kann nur der aufschlagende Spieler Punkte erzielen. Begeht der aufschlagende Spieler einen Fehler, so verliert er das Aufschlagrecht an seinen Gegner. Solange er aber Punkte macht, behält er das Aufschlagrecht. Ein Satz kann also zu Ende gehen, ohne dass der Rückschläger einen Aufschlag ausgeführt hat. Bei einem Punktgleichstand, also 14:14 oder 10:10, hat der Aufschläger die Möglichkeit, den Satz durch "Setzen" zu verlängern.
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