Sportarten |
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Experte: Mag. Michael Mayrhofer
Aktualisiert am: 28.11.2008
Neuer Schwung durchs Carven
Jahrelang bestimmten die eleganten "Wedler" die Skipisten. Enge Fußstellungen und kurze Schwünge waren angesagt. In den 90er Jahren veränderten die Carver den Skisport und den Markt grundlegend. Breite Spitzen bzw. Enden und starke Taillierungen gaben den Skiern ein neues Gesicht. Schulterbreite Fußstellungen, atemberaubende Kurvenlagen und lange Schwünge liegen heute voll im Trend.
Carving ist eine Weiterentwicklung der konventionellen Skitechnik. Die Schwünge werden auf den Stahlkanten der Carver gezogen und nicht mehr gedriftet. Die unterschiedlichen Taillierungen ermöglichen Ihnen enge und weite Kurvenradien zu fahren. Die Kanten greifen durch den speziellen Aufbau früher. Bei hohen Geschwindigkeiten sind waghalsige Schräglagen möglich. Halten Sie daher nach einer gut präparierten Skipiste Ausschau und ziehen Sie zwei parallele Spuren in den Schnee.
Carvingschwung
Wedeln und Parallelschwünge mit enger Skiführung sind out. Fürs Carven stellen Sie Ihre Ski schulterbreit in den Schnee und fahren wie auf Schienen. Während bei einem Driftschwung Ihre Kanten nur wenig aufgekantet sind, benötigen Sie bei der Ausführung eines Carvingschwunges (geschnittener Schwung) einen größeren Aufkantwinkel. Das typische Spurbild des Carvens entsteht. Positionieren Sie Ihren Körperschwerpunkt und reihen Sie Ihre Schwünge durch Umkanten aneinander.
Höherer Stand
Bindungsintegrierte Erhöhungen durch Bindungsplatten und Standerhöhungen ermöglichen stärkere Kurvenlagen (größerer Aufkantwinkel) und mehr Fahrspaß. Diese sind zwischen Ski und Bindung montiert und bieten Ihnen eine zusätzliche Dämpfung (gegen unerwünschte Schwingungen). Die Erhöhung Ihres Standes ermöglicht ein kontrollierteres Steuern während des Kurvenverlaufes.
"Stelzeneffekt"
Carven bedeutet atemberaubende Kurvenlagen. Doch so mache Fahreinlage endet mit einer Landung auf dem Allerwertesten. Leider nehmen diese Stürze nicht immer ein gutes Ende. Nicht die Taillierung der Ski ist für Verletzungen verantwortlich. Die erhöhte Standposition (Stelzeneffekt) kann durch unbeabsichtigtes Kniekippen (zur linken bzw. rechten Seite) bei Geradeausfahrten zum Verschneiden der Skier führen. Insbesondere Ziehwege, Flachpassagen und Müdigkeit führen zu unangenehmen Stürzen und Verletzungen. Seien Sie daher immer konzentriert und gönnen Sie sich die dafür notwendigen Pausen.
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