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Cheerleader der Vikings © www.feuersaenger.at
Experte: Mag. Michael Mayrhofer
Aktualisiert am: 13.05.2008
Cheerleading: Sportliches Anfeuern
Wer glaubt, dass für Cheerleading hübsches Aussehen, ein bisschen Rumhüpfen, mit Pompons wedeln und lautes Schreien ausreicht, der wird eines Besseren belehrt. Für die akrobatischen Tanzeinlagen sind jede Menge Technik, Training und Disziplin notwendig.
Cheerleading meint sinngemäß übersetzt "Sport des Anfeuerns" und hat seinen Ursprung in Amerika. Heute ist Cheerleading jedoch kein reines Anfeuern mehr, sondern hat sich zu einer anerkannten Sportart entwickelt. Cheerleading-Einlagen gehören nicht nur zum American Football, sondern sorgen mittlerweile auch bei Basketball, Handball oder Eishockey für gute Stimmung. Durch die Mischung von Sprüngen, Tänzen, Cheers und Chants (Anfeuerungsrufe), Stunts, Pyramiden sowie Tumbling (bodenturnerische Elemente) findet dieser Sport immer mehr Anklang und begeistert sogar schon Kinder.
Vom Männer- zum Frauensport
Die ersten Cheerleader-Teams stammen aus den USA, wo 1898 an der University of Minnesota alles mit organisierten Anfeuerungsrufen aus dem Publikum begann. Damals waren ausschließlich Männer als Cheerleader zu finden. Erst im Laufe der Zeit ließ man auch Frauen zu, die diesen Sport immer populärer machten. In den 1980er Jahren wurde Cheerleading auch in Europa immer bekannter. Die ersten Cheerleader in Österreich formierten sich 1990 in Klosterneuburg und sind heute als die "Danube Dragons" bekannt. 1994 fand die erste österreichische Cheerleader-Meisterschaft statt.
Die Kunst der Zuschauermotivation
Cheerleading ist eine Multisportart und erfordert unter anderem Akrobatik, Kondition, Rhythmusgefühl und Teamwork. Es werden nicht nur die Kondition (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit) trainiert, sondern auch die koordinativen Fähigkeiten. Auch die soziale Komponente kommt keineswegs zu kurz. Das Tanzen und Turnen in der Gruppe fördert den Teamgeist und die Gruppendynamik.
Altersgruppen
Beim Cheerleading gibt es nach aktuellem Stand drei Altersgruppen:
- Bewerb Peewees: 5 bis 11 Jahre (Jahrgänge 2003-1996)
- Bewerb Juniors: 12 bis 15 Jahre (Jahrgänge 1996-1992)
- Bewerb Seniors: ab 16 Jahre (ab Jahrgang 1992)
Bei den Juniors und Seniors dürfen maximal zwei Personen in eine andere Altersklasse fallen, wenn der Altersunterschied nicht mehr als ein Jahr beträgt.
Das Programm
Die einstudierten Choreografien beinhalten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Schwindelerregende Geschwindigkeiten sind dabei keine Seltenheit. Um die Stimmung richtig anzuheizen, zählen neben den Tanzteilen auch Hebefiguren mit mindestens zwei Cheerleadern (Stunts) zum Programm. Bei den Meisterschaften enthält das spezielle Programm einen Tanz, einen Cheer oder Chant, Pyramiden und mindestens einen Teamsprung. Der perfekten Synchronität wird neben der Technik und der Ausstrahlung große Bedeutung beigemessen. Der Grund: Das spricht das Publikum an und begeistert die Massen. Weiters bewertet die Jury auch die Originalität, die Showeffekte und den Programmablauf.
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