Ein rundes Work-out – Trainieren mit dem Medizinball

Wann hatten Sie das letzte Mal einen Medizinball in den Händen? Wenn es schon länger her ist, liefern wir Ihnen heute gute Gründe, diesen wieder in Ihr Training zu integrieren. Der Medizinball gehört nämlich zu den absoluten Fitnessgeräte-Klassikern und ermöglicht Ihnen nicht nur ein gutes, funktionelles Training, sondern bringt auch Spaß, Abwechslung und Action in Ihr Work-out. Unabhängig davon, ob Sie Kraft, Ausdauer, Koordination oder Schnelligkeit trainieren wollen: Der Medizinball unterstützt Sie dabei. 

Abwechslungsreiches Training mit vielen Möglichkeiten 

Ein Medizinball wirkt zwar auf den ersten Blick unscheinbar, aber mit ihm eröffnen sich vielseitige Trainingsmöglichkeiten. Er eignet sich nicht nur als willkommenes Zusatzgewicht bei klassischen Übungen wie einer Kniebeuge, sondern ist auch als instabiler Untergrund beim Work-out mit dem eigenen Körpergewicht einsetzbar, beispielsweise bei statischen Stützübungen oder Liegestütz. Er lässt sich zudem werfen, stoßen und fangen. 

Seit über 100 Jahren werden Medizinbälle zur körperlichen Ertüchtigung genutzt. Nachdem sie in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten waren, sind sie mittlerweile wieder äußerst beliebt und angesagt und werden von Leistungs- wie Hobbysportlern gleichermaßen eingesetzt.

Auch Personal Trainer und Physiotherapeuten arbeiten erfolgreich damit, da sie eine effektive und gute Abwechslung darstellen und funktionelle Übungen sinnvoll unterstützen, denn Heben, Stabilisieren, Stoßen, Werfen und Fangen stellen ein gutes Training für die Oberkörper-, Bein- und Rumpfmuskulatur dar.

Die Welt der Medizinbälle

Es gibt sie in sämtlichen Ausführungen und Materialien, vom Ball aus Rindsleder bis hin zu Bällen aus Nylon, Gummi oder Kunstleder. Die Gewichtsklassen reichen dabei für gewöhnlich von 0,5 kg bis hin zu 10 kg und mehr. Auch die Umfänge der Bälle sind unterschiedlich, je nach Bedarf und Geschmack. Anfänger sollten auf jeden Fall mit einem nicht zu hohen Ballgewicht beginnen, um Ausweichbewegungen bei den Übungen zu vermeiden.

Empfehlungen für „den richtigen Ball“ sind nicht immer einfach, weil es auch Geschmackssache ist; generell lässt sich aber sagen, dass sich Lederbälle besonders als Zusatzgewicht bei Körpergewichtsübungen wie beispielsweise Kniebeugen eignen, da sie gewöhnlich gut in der Hand liegen. Außerdem stellen sie eine bewegliche Unterlage bei Stützübungen dar und fordern so die eigene Stabilität.

Zum Werfen gegen (stabile!) Wände sind sie hingegen nicht so ideal, da sie sich dabei verformen können und auch nicht gut zurückspringen; hierfür greift man besser zu Gummibällen. Diese sind auch gut als Zusatzgewichte einsetzbar, als instabile Untergründe können sie jedoch ein bisschen nachgeben und leichter wegrollen. 

Geht es ums „Slamen“ (hierbei wird der Medizinball auf den Boden geworfen), so verwendet man dafür am besten einen speziellen Gummiball (Slam Ball). 

Zum Trainieren zu zweit machen sich wiederum weiche, große Bälle gut, da man diese gut hin und her werfen und sicherer fangen kann. Diese sogenannten Softballs lassen sich auch sehr gut als Zusatzgewicht bei Bodyweight-Übungen einsetzen.

Für das Training zu Hause empfiehlt es sich, Leder- und Gummibälle in die nähere Auswahl zu ziehen und genauer anzusehen, um dann zu entscheiden, was einem – auch je nach Übungsauswahl – besser gefällt.

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