Erkältung oder Grippe – ab wann man nicht mehr trainieren sollte

Gerade wenn Grippe, Schnupfen und Infekte am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Familie und im Freundes- und Bekanntenkreis die Runde machen, ist es umso wichtiger, das eigene Immunsystem zu stärken und darauf zu achten, sich nicht anzustecken.

Neben regelmäßigem Händewaschen, einem gesunden, gut funktionierenden Darm und einer vitaminreichen Ernährung sind für das Immunsystem außerdem Schlaf, frische Luft und Bewegung essenziell, um robust und gesund zu bleiben und sich nicht anzustecken. Aber trotz sämtlicher Vorkehrungsmaßnahmen kann es ab und an vorkommen, dass es einen dennoch auch selbst erwischt. Dann ist es wichtig, unterscheiden zu können, wann es Sinn macht, sich weiter leicht zu bewegen, und wann es Zeit ist, sich zu schonen und jegliches Training erstmal beiseitezulassen.

Worauf man achten sollte

Um festzustellen, ob es „nur“ eine Erkältung oder gar eine echte Grippe ist, sind die vorhandenen Symptome entscheidend. Fieber, Husten, starke Halsschmerzen, eine mögliche Entzündung der Mandeln, Kopf- und Gliederschmerzen und ein echtes Krankheitsgefühl sprechen eine deutliche Sprache. V. a. wenn man sich von jetzt auf gleich sehr krank fühlt und auch direkt Fieber bekommt, spricht das eher für eine Grippe als für eine Erkältung und in diesem Fall sollte absolute und nicht zu kurze Bettruhe eingehalten werden.

Fieber

Insbesondere wenn man über 38 Grad Fieber hat(te), sollte auch noch in der Woche nach der Erkrankung Ruhe und Erholung den Vorzug gegeben werden und der Wiedereinstieg in den Sport langsam und bedacht erfolgen. Denn mit der Grippe ist nicht zu spaßen: Verschleppt man diese, so kann das sogar zu einer lebensbedrohlichen Herzmuskelentzündung führen. Also lieber länger Ruhe geben, gerade als Sportler, und die erste Zeit danach auf hochintensive Einheiten verzichten, um dem Körper ausreichend Zeit zur Regeneration zu geben.

Erkältung

Ist es dagegen keine Grippe, sondern ein beginnender leichter Schnupfen und zeigen sich nur milde Symptome wie niesen und eine laufende Nase, so kann in diesem Fall locker (!) weiter trainiert werden, solange sich die Symptome oberhalb des Halses abspielen, sprich kein Halsweh und kein Husten dabei sind.

Die Betonung liegt dabei aber auf dem Wort locker, sprich leichte Bewegung, die das Immunsystem nicht weiter herausfordert, sondern den Kreislauf einfach leicht in Schwung bringt. Das kann je nach Fitnesslevel ein langsamer Dauerlauf, ein leichtes Krafttraining, eine sanfte Yoga-Einheit oder ein Spaziergang an der frischen Luft sein – alles, was nicht zu sehr belastet, sondern in erste Linie mobilisiert und guttut.

Wichtig im Anschluss: Unbedingt rasch die verschwitzte, nasse Kleidung wechseln und unter die warme Dusche oder in die Badewanne steigen, viel trinken (z. B. Wasser oder warmen Tee), um die Schleimhäute zu befeuchten, und auf Ruhe und insbesondere viel Schlaf achten, damit sich das Immunsystem auf die Erkältung konzentrieren und der Körper erholen kann.

So oder so gilt: Achten Sie auf Ihre innere Stimme. Selbst wenn Sie kein Fieber haben, sich aber krank fühlen, dann ziehen Sie auch bei einem leichten Schnupfen Erholung und Ruhe vor und kurieren Sie sich lieber aus. Ist Fieber vorhanden, dann gilt aber auf jeden Fall Bettruhe.