Fettreduktionstraining
Experte: Mag. Michael Mayrhofer
Aktualisiert am: 13.09.2010
Fettstoffwechsel und Fettreduktion
Viele Menschen setzen Fettstoffwechseltraining mit Fettreduktionstraining gleich. Dabei handelt es sich jedoch um einen Irrtum, denn Fettverbrennung ist keineswegs gleichbedeutend mit Fettabbau.
"Weg mit dem Schwabbelbauch", ist ein verbreiteter Wunschtraum körperbewusster Menschen. Ist der "innere Schweinehund" endlich überwunden und ein Besuch im nächsten Fitnessstudio anberaumt, wird vom Trainer üblicherweise ein Trainingsprogramm sehr niedriger Intensität vorgeschlagen. Schwitzen ist dabei nur ohne Klimaanlage möglich. Folgende Begründung wird dem Trainingswilligen ins angeblich "schlankere Zeitalter" mitgegeben: "Wenn man Abnehmen will, funktioniert das nur mit niedriger Intensität". Niedrige Intensität bei längerer Belastungsdauer wird mit Fettreduktion gleichgesetzt. In den folgenden Zeilen möchte ich auf diesen Irrglauben, der sich hartnäckig in der Fitnessszene hält, näher eingehen.
Wie ist dieser Irrglaube entstanden?
Die beiden wichtigsten Substrate, die zur Energiegewinnung genutzt werden sind Kohlenhydrate und Fette. Bei körperlicher Betätigung, aber auch in Ruhe, werden immer beide Substrate zur Energiegewinnung genutzt. Das heißt, der Energieverbrauch setzt sich immer aus einem gewissen Prozentsatz an Kohlenhydraten und Fetten zusammen. Man verbrennt jedoch umso mehr Energie, je intensiver eine Belastung ist. Als Vergleich dazu bietet sich das Auto an, das ebenfalls mehr Sprit verbraucht, je schneller (intensiver) es fährt. Nun hat jedoch der menschliche Körper, im Gegensatz zum Auto, mehrere Energie liefernde Stoffe zur Verfügung. Je höher die Intensität der körperlichen Belastung wird, desto mehr werden die Kohlenhydrate als Energielieferant vom menschlichen Körper bevorzugt.
Entscheidend: negative Energiebilanz
Man verbrennt also prozentuell gesehen umso mehr Fett, je weniger intensiv die körperliche Belastung ist, jedoch ist aufgrund des niedrigen Energieumsatzes die absolute Menge an verbranntem Fett gering. Je intensiver die Belastung wird, desto weniger trägt Fett prozentuell zur Energiegewinnung bei und es werden gegenläufig immer Kohlenhydrate verbrannt. Dafür steigt aber der Energieumsatz (=Kalorienverbrauch) mit zunehmender Belastung, da ja wie oben erwähnt der gesamte "Spritverbrauch" höher wird. Das bedeutet, dass in diesem Fall der geringere prozentuelle Anteil der Fettverbrennung an der Energiegewinnung einer größeren absoluten Menge an verbranntem Fett entsprechen kann, als es beim "Fettstoffwechseltraining" der Fall ist. Abgesehen davon wird vor allem mehr Energie (Kalorien) verbraucht, was letztendlich für die Gewichtsreduktion entscheidend ist (negative Energiebilanz).
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Top Bericht mit Top Beispiel - Hut ab!!!
Liebe Grüße
Alex
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