Fit und stark dank Pilates

Sie wissen, dass Sie endlich mal wieder etwas für sich und Ihre Gesundheit tun sollten, haben aber keine Lust auf schweißtreibendes Kraft- oder Ausdauertraining? Ihr Rücken macht sich leider auch immer wieder bemerkbar und die einstige Geschmeidigkeit ist – sagen wir – eher der Unbeweglichkeit gewichen? Dann könnte Pilates eine gute Methode für Sie sein.

Denn Pilates ist nicht nur sanft, sondern dabei auch besonders effektiv, wenn es um eine bessere Haltung, mehr Beweglich- und Geschmeidigkeit und sanftes Krafttraining geht. Aber auch als aktiver Sportler können Sie von dieser Trainingsmethode nur profitieren.

Die Vorteile 

Pilates strafft die Muskulatur, sorgt für eine starke Körpermitte, formt die Muskeln dabei lang und schön wie bei Tänzerinnen und Tänzern, tut der Wirbelsäule wie auch den Gelenken rundum gut und steigert damit auch das gesamte persönliche Wohlbefinden. Es kann sehr sanft, aber auch dynamischer trainiert werden, mit oder ohne Zusatzgeräte, je nach Geschmack und Trainingslevel.

Da es v. a. auf die tief liegende Core-Muskulatur im Rumpfbereich abzielt, ist es ideal, um Rückenschmerzen, welche durch eine zu schwache Muskulatur hervorgerufen werden, schonend und sanft wegzutrainieren, indem der Core-Bereich gezielt gekräftigt wird. Aber auch andere vermeintliche „Problemzonen“ wie Beine, Po oder Arme werden sichtlich und effektiv gestrafft. Bei regelmäßigem Training werden Sie nicht nur geschmeidiger und beweglicher, sondern fühlen sich auch vitaler. 

Auch für alle, die bereits viel Sport machen, kann diese Methode ein Zugewinn sein, gerade wenn es darum geht, das Rumpfstabilisationstraining abwechslungsreicher zu gestalten. Insofern profitieren auch Sportlerinnen und Sportler von den abwechslungsreichen Übungen.

Woher kommt diese Methode?

Pilates geht auf Joseph Pilates zurück. Dieser wurde in den 1880er Jahren in Deutschland geboren und war als Kind alles andere als sportlich, sondern vielmehr schwächlich und kränklich. Allerdings hatte er einen starken Willen und erkannte bald, dass er mit gezieltem Training und körperlicher Aktivität stärker und kräftiger wurde und seine Beschwerden dadurch verschwanden. Er widmete sich verschiedenen Sportarten, von Yoga über Kampfkunst bis hin zu Gymnastik.

Bis zu seinem Tod mit 86 Jahren war er folglich sportlich aktiv. Im Laufe seines Lebens wanderte er nach New York aus und gründete dort ein eigenes Studio, wo er die von ihm entwickelte Trainingsmethode unterrichtete. Zu seinen Klientinnen und Klienten zählten insbesondere Tänzerinnen und Tänzer, die auf der Suche nach einem ergänzenden kräftigenden Gesundheitstraining waren, um ihre Rückenschmerzen und andere Beschwerden, die vom Tanzen herrührten, zu lindern, wie auch Schauspieler, da sich die Effektivität der Methode und die positiven Auswirkungen auf die Figur rasch herumsprachen. 

 

 

Wie funktioniert die Pilates-Methode?

Beim Pilates geht es v. a. um Körperkontrolle, d. h. sämtliche Bewegungen werden kontrolliert und im Zusammenspiel mit der Atmung ausgeführt. Daher ist Konzentration sehr wichtig, denn jede Übung sollte korrekt ausgeführt werden. Ein wesentliches Merkmal bei Pilates ist zudem das sogenannte „Powerhouse“, welches sich auf die Körpermitte bezieht.

Die Zentrierung und Aktivierung des Powerhouse ist bei jeder einzelnen Pilates-Übung ein wichtiger Bestandteil. Dabei werden die Bauchmuskeln nach innen Richtung Wirbelsäule und die unteren Rippen zusammengezogen, während man die Atmung über den seitlichen und hinteren Brustbereich steuert.

Viele der Übungen werden am Boden liegend oder sitzend ausgeführt, es gibt aber auch Pilates im Stehen sowie mit eigens entwickelten Pilates-Geräten, welche Sie in klassischen Pilates-Studios finden. Aber auch kleine Fitnesstools wie der Gymnastikball, der kleine Redondo-Ball oder auch der Pilates-Ring (auch Pilates Circle genannt) bringen Abwechslung ins Work-out.

Wie oft sollte man trainieren?

Um den für Pilates typischen Kräftigungs- wie auch Dehneffekt zu erzielen, sollte mindestens zwei-, besser drei- bis viermal pro Woche trainiert werden. Die Einheiten können dabei zu Beginn kurz und sehr sanft sein und sich nach und nach in Dauer und Intensität steigern.  

Am besten erlernt man Pilates mit einem gut ausgebildeten Trainer. Falls das aber aus bestimmten Gründen nicht möglich sein sollte, können auch Bücher, DVDs und Videos eine gute Hilfe sein. Hierzu finden Sie in den unten stehenden Links weiterführende Informationen und Empfehlungen.

Da Sie nun wissen, wie gut Pilates theoretisch für Ihre Gesundheit wäre – wie wäre es, das Ganze direkt in die Praxis umzusetzen? Klicken Sie sich durch und finden Sie heraus, ob Pilates auch etwas für Sie sein könnte. Falls Sie noch keine Erfahrungen mit Pilates haben, beginnen Sie auf jeden Fall mit den Anfänger-Einheiten. Sie werden sehen: Sie machen rasche Fortschritte und das Training ist nicht nur effektiv, sondern macht noch dazu Spaß! 

 

Weiterführende Informationen:

Happy & Fit Pilates Channel – ein deutscher, kostenloser Youtube-Pilates-Kanal mit verschiedenen Trainerinnen

Blogilates (POPPilates) – ein kostenloser Youtube-Channel für die junge Zielgruppe der Amerikanerin Cassey Ho

The Balanced Life – ein kostenloser Youtube-Channel von Robin Long auf Englisch mit vielen Anfänger-Einheiten