Fitnesscenter-Knigge

Fitnesscenter-Knigge

Der Sommer rückt immer näher und an der Bikinifigur wird auf Hochtouren gearbeitet, sprich im Fitnesscenter ist trotz traumhaften Wetters einiges los. Der innere Schweinehund ist gebändigt, doch das ist kein Grund dem eigenen Äußeren freien Lauf zu lassen. Folgende Umgangsformen sollte man beherzigen, damit es in der Kraftkammer nicht zu Reibungen kommt und peinliche Momente ausbleiben.

Stöhnen ist Privatsache

Sport ist anstrengend und gute Ergebnisse erzielt man erst, wenn die Komfortzone bis zu einem gewissen Grad verlassen wird. Vor lauter Anstrengung kann da schon mal die Atmung schwer werden oder ein Stöhnen "entfleuchen".

Da sprichwörtlich alle im selben Boot sitzen, wird das bis zu einem gewissen Grad toleriert. In wildes Gestöhne sollte das Training aber nicht ausarten. Was im eigenen Schlafzimmer anregend wirken kann, ist im Fitnesscenter störend und bringt die anderen Sportler obendrein in Verlegenheit.

Geräte nicht unnötig blockieren

Am Übungsgerät sollte man konzentriert und produktiv sein. Das heißt weder ausgiebig und lauthals mit dem Nachbar plaudern noch stillschweigend die Umgebung auskundschaften.

Auch am Smartphone herumtippen oder im neuesten Bestseller schmökern macht man besser abseits an der Getränkebar. Das lenkt nämlich nicht nur vom eigenen Training ab, sondern hält auch die anderen Studiogäste von den Übungen ab.

Keine Selfies vor Ort

Kontinuierliches Training zahlt sich mit der Zeit aus. Der Körper baut allmählich Muskelmasse auf und die Leistungsfähigkeit verbessert sich. Speziell optische Erfolge werden gerne via Smartphone dokumentiert und stolz präsentiert.

Fitness-Selfies direkt vor dem Spiegel in der Kraftkammer oder danach in der Umkleidekabine liegen zwar im Trend, wirken aber schnell eitel und selbstverliebt. Private Fotoshootings sollte man daher nach Hause verlagern.

Absolutes No-go: Die Veröffentlichung von Fotos oder gar Postings, auf denen auch andere Mit-Trainierende zu sehen sind!

Kein Starren und Flirten

Nicht nur körperliche Anstrengung kann einem schnell den Schweiß auf die Stirn treiben, sondern mitunter auch einige wohltrainierte Körper. Penetrantes Starren ist und bleibt aber ein Tabu, selbst wenn der Oberkörper noch so muskulös ist oder die Hotpants eng sitzen.

Apropos Hotpants: Achten Sie bei der Trainingskleidung darauf, das alles gut 'sitzt'. Zuviel Freizügigkeit wird in manchen Studios gar nicht gern gesehen, ja manche Studios verlangen im Geräteraum sogar Shirts mit Ärmeln (keine Tanktops!).

Tiefe Blicke sind unangenehm oder ermutigen exhibitionistische Gemüter zu noch mehr Freizügigkeit. Das Studio ist aber weder ein Schaufenster noch ein Laufsteg für Angeber.

Auch in punkto Flirten gibt es weitaus romantischere - und geeignetere - Orte als die stickige Kraftkammer. Einen Plausch im Anschluss an der Saftbar kann man aber ruhig riskieren ohne die Benimmregeln zu verletzen.

Sauber bleiben

Im Studio kommt jeder ins Schwitzen und im Hochsommer erst recht. Schweißgeruch hängt daher fast ständig in der Luft. Zum Glück riecht frischer Schweiß bei gesunden - und gewaschenen - Menschen nicht sofort. Der schlechte Geruch entsteht erst mit der Zeit und auch abhängig von der vorherigen Nahrungsaufnahme.

Genauer gesagt entsteht der spezifische Geruch dann, wenn sich die Geruchsbakterien allmählich in den Achselhöhlen verbreiten und das Drüsensekret zersetzen. Mit der nächsten Dusche oder Wäsche werden die unliebsamen Gäste aber rasch wieder verabschiedet.

Benutzt man Sportkleidung mehrmals ohne sie zu waschen, bleiben die Geruchsbakterien 'hängen' und ein unangenehmes Geruchserlebnis ist vorprogrammiert. Trainingsklamotten daher regelmäßig wechseln.

Auch ein frisches Handtuch zum Unterlegen oder Abtupfen sollte beim Studiobesuch niemals fehlen.

Finger weg von Make-up und Parfum

Eitelkeit hin oder her - Make-up gehört vor dem Training entfernt! Gesunde Haut muss atmen und schwitzen können. Hat der Schweiß keine freie Bahn, verstopfen Hautporen wesentlich schneller als bei gesäuberter Haut.

Nicht nur alter Schweiß, sondern auch herbe oder süße Duftschwaden reizen fremde Nasen. Daher im Studio besser zu milden, unparfümierten Deos greifen.

Geräte jedes Mal putzen

Hygienemuffel lassen diesen Schritt gerne aus, wenn gerade niemand hinsieht. Spätestens wenn man selbst zum ersten Mal mit klebrigen Fremdschweißrückständen in Kontakt gekommen ist, schätzt man die Hygienemaßnahmen der Kollegen umso mehr und reagiert entsprechend genervt auf Drückeberger.

Daher jedes Mal den Desinfektionsspray, der in jedem Fitnessraum zur Verfügung steht, ausgiebig verwenden!

Keine Revierkämpfe

Das Fitnessstudio ist kein Strandurlaub – auch wenn es im Hochsommer mitunter ähnlich heiß hergeht. Daher werden Übungsgeräte keinesfalls mit Handtüchern reserviert. Ist das Lieblingsgerät noch so begehrt oder eine Reihenfolge beim Workout geplant - Geräte 'reservieren' geht gar nicht!

Teilen lernen

Ist ein Fitnessgerät gerade besetzt, stellt man sich keinesfalls demonstrativ in die Nähe und wartet ungeduldig. Der Versuch andere unter Zeitdruck zu setzen, zeigt mangelnden Sportsgeist.

Obendrein treibt man Kollegen in unsauberes Trainieren und erhöht damit das Verletzungsrisiko, was schlichtweg unverantwortlich ist.

Nachfragen und Helfen

Je nach Fitnessstudio kann die Geräteausstattung ziemlich umfangreich sein. Neueinsteiger, aber auch erfahrene Studiogänger verlieren da manchmal schon den Überblick. Im Zweifelsfall immer Personal oder Kollegen um Rat bitten.

Entdeckt man selbst grobe Übungsfehler bei anderen, dann nicht wegschauen oder Witze reißen, sondern hingehen und aufklären. Das ist keine Besserwisserei. Damit schützt man sich gegenseitig vor Trainingsfehlern und negativen Folgebeschwerden.


Weiterführende Links:

Healthindex- Tipps für das richtige Training
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