Fitnessirrtümer

Experte: Mag. Michael Mayrhofer

Aktualisiert am: 30.05.2008

Die größten Fitnessirrtümer

Immer wieder stößt man auf Meinungen, Gerüchte und angeblich bewiesene Theorien rund um die sportliche Betätigung. Auf einige dieser Irrtümer möchten wir Sie aufmerksam machen. Wer zum Beispiel meint, dass Dehnen nach einer sportlichen Aktivität ineffektiv oder Laufen grundsätzlich schädigend wäre, der irrt.

Irrtum Nummer 1: Laufen schadet den Gelenken

Beim Laufen steigt zwar die Belastung der Gelenke der unteren Extremitäten um das Zwei- bis Dreifache an, andererseits wird ihre Funktionsfähigkeit gerade dadurch stark verbessert.

Der Grund: Während des Bewegungsablaufes wird vermehrt Gelenksflüssigkeit produziert, die gleichzeitig auch dünnflüssiger wird. So können die Gelenksknorpel besser mit Nährstoffen versorgt werden und Sie bleiben länger in Form. Zudem dämmt regelmäßiges Laufen die Gefahr von Arthrose und Osteoporose stark ein.

Aufgepasst: Übergewichtige Personen und Wiedereinsteiger nach längerer Sportabstinenz sollten ihre ersten Schritte zunächst beim Walken oder Nordic Walking wagen. So kann sich der Bewegungsapparat (Gelenke) an die Belastung gewöhnen und Verletzungen bleiben aus.

Irrtum Nummer 2: Dehnen ist überflüssig

Eine australische Studie (2002) besagt, dass Dehnen vor oder nach einer sportmotorischen Tätigkeit nicht vor Muskelkater schützt. Die daraus abgeleitete Schlussfolgerung, Dehnungsübungen seien gänzlich wirkungslos, ist absolut falsch. Denn das Dehnen der beanspruchten Muskulatur nach einer sportlichen Belastung ermöglicht eine schnellere Regeneration.

Der Grund: Die Muskeln werden besser durchblutet. Das beschleunigt den Abtransport der Schlackenstoffe und gewährleistet eine bessere Nährstoffversorgung der einzelnen Muskelgruppen. Wer regelmäßig dehnt, fühlt sich fit und die Verletzungsgefahr wird erheblich reduziert. Ihre Muskeln bleiben geschmeidig und Ihre Gelenke beweglich.

Tipp: Dehnen Sie die einzelnen Muskelgruppen je 30 Sekunden lang und wiederholen Sie den Vorgang nach einer kurzen Pause.

Irrtum Nummer 3: Kein Sport während der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft schließt Sport nicht aus - ganz im Gegenteil!

Der Grund: Leichtes Training während der Schwangerschaft verbessert die Funktionsfähigkeit Ihres Körpers und schadet dem Ungeborenen nicht. Wer vor der Schwangerschaft sportlich aktiv war, muss keineswegs auf den geliebten Sport verzichten.

Leistungsport jedoch sollte eingestellt werden. Ebenso wie Sportarten mit direktem Körperkontakt, die einfach ein zu großes Risiko darstellen. Und auch beim Skifahren sowie dem Reitsport ist zusätzliche Vorsicht geboten. Die Sportmedizin empfiehlt ein Ausdauerprogramm mit niedriger Intensität (Walken, Nordic Walking oder langsames Laufen) und leichte Kräftigungsübungen für die Muskulatur. Vor allem der Rücken sollte mit wachsendem Bauchumfang gestärkt werden. Das Bauchmuskeltraining hingegen kann mit besten Gewissen reduziert und ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft gänzlich weggelassen werden. Die Bauchmuskulatur muss ab diesem Zeitpunkt besonders elastisch sein und das Krafttraining würde dieser Dehnfähigkeit entgegenwirken.

Aufgepasst: Bei einer Risikoschwangerschaft sollte auf sportliches Training verzichtet werden. Sprechen Sie Ihr Training mit Ihrem Gynäkologen ab!


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Zu diesem Artikel gibt es 2 Kommentar(e).
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striche
Fitnessirrtümer  von infomex
15:26 02.10.2006
bezüglich fettverbrennung wird beim letzten punkt beschrieben das zu schnelles walken oder laufen die fettverbrennung hemmt, jedoch die kohlenhydratverbrennung gesteigert wird

soll das heissen das ich bei höherer intensität im gesamten weniger fett verbrenne?

klingt ja nicht sehr logisch.....
bitte um aufklärung
Antworten Antworten

striche
RE: Fitnessirrtümer  von fitcoach-for-you.de (Gast)
11:43 17.08.2009
Der Sachverhalt bei Irrtum 6 ist nicht ganz richtig dargestellt!
Es stimmt, dass die Fettverbrennung nicht erst nach einer gewissen Zeit des Sporttreibens einsetzt, sondern Fett verbrennt der Körper immer! Auch im Schlaf!
Je höher meine sportliche Belastung ist, desto größer wird auch mein Fettstoffwechsel! Bei intensivem Training greift der Körper vermehrt zu KH, aber auch vermehrt auf Fettreserven zurück!!! Nur der prozentuale Anteil der Fette am Gesamtstoffwechsel verringert sich im Gegensatz zur KH-Menge! Insgesamt wird also bei einem intensiveren Training (schnelleres Laufen) mehr Fett verbrannt als beim langsamen Laufen!!!
Diese Erkenntnis sollte sich doch nun langsam mal durchsetzen, gerade auf solchen Plattformen wie wecarelife!
Ihr fitcoach
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