Fitnessirrtümer
Experte: Mag. Michael Mayrhofer
Aktualisiert am: 07.08.2009
Weitere falsche Annahmen
Irrtum Nummer 4: Dicke Muskeln durch Krafttraining
Eine der größten Fitness-Sorgen der Frauen ist, dass man vom Krafttraining eine unweibliche Bodybuilder-Figur bekommt. Diese Sorge ist allerdings gänzlich unbegründet.
Der Grund: Das Muskelwachstum ist einerseits von der Trainingsmethode und andererseits von der Menge des körpereigenen Testosterons abhängig. Ein gezieltes Hypertrophietraining (60 - 80 % Ihres Kraftmaximums) führt zum Muskelwachstum. Kraftausdauertraining hingegen lässt Frauenfiguren "jubeln" und der Muskelzuwachs hält sich in Maßen - im wahrsten Sinne des Wortes. Und da die geringe Produktion des Hormons den Testosteronspiegel bei Frauen sehr niedrig hält, macht sich ein Muskeltraining bei Frauen durchwegs im positiven Sinne bemerkbar. Die Muskeln werden fester, das Gewebe wird straffer und SIE kann sich garantiert sehen lassen.
Tipp: Vergessen Sie nicht, nach dem Krafttraining die Muskeln zu dehnen.
Irrtum Nummer 5: Schon Freizeitsportler brauchen eine spezielle Ernährung
Freizeitsportler müssen weder auf die Zufuhr spezieller Nahrungsmittel achten, noch auf diverse Ergänzungsprodukte zurückgreifen.
Der Grund: Eine bewusste und vielseitige Ernährung ist die beste Basis für jeden Freizeitsportler. Dabei sollten dem Körper viele Kohlenhydrate, Vitamine sowie Mineralstoffe (hingegen wenig Eiweiß und Fett) zugeführt werden. Der Konsum von Vollkornbrot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Fisch, fettarmem Geflügelfleisch, Gemüse, Salat und Obst sollte dabei an erster Stelle stehen. Wer also seine Einkaufliste in diesem Sinn zusammenstellt, kann getrost auf Energieriegel, Mineraltabletten, Eiweiß- und Mineraldrinks verzichten. Vergessen Sie zudem nicht mindestens 2 - bei starker sportlicher Betätigung gerade im Sommer am besten 3 bis 4 Liter pro Tag zu trinken. Das macht leistungsfähiger und konzentrierter.
Im Sport wie auch im Alltag gilt: Nicht erst auf den Durst warten. Trinken Sie immer in kleinen Mengen und das am besten über den ganzen Tag verteilt.
Irrtum Nummer 6: Nach einer halben Stunde setzt die Fettverbrennung ein
Auch wenn Sie diese Theorie schon öfters gehört oder gelesen haben: sie ist und bleibt ganz einfach falsch!
Der Grund: Nach einer kurzen Phase der anaeroben Energiebereitstellung kommt es nach wenigen Minuten zum aeroben Stoffwechsel und der damit verbundenen Fettverbrennung. Dies geschieht jedoch ausschließlich bei richtiger Belastungsintensität. Laufen, gehen oder nordic-walken Sie zu schnell, hemmen Sie bloß die Fettverbrennung. Und dann bedient sich der Körper Ihrer Kohlenhydratreserven.
Tipp: Für Sporteinsteiger gilt: Können Sie sich beim Sport noch unterhalten, kann Ihr Körper auch von den vorhandenen Fettreserven zehren.
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soll das heissen das ich bei höherer intensität im gesamten weniger fett verbrenne?
klingt ja nicht sehr logisch.....
bitte um aufklärung
Es stimmt, dass die Fettverbrennung nicht erst nach einer gewissen Zeit des Sporttreibens einsetzt, sondern Fett verbrennt der Körper immer! Auch im Schlaf!
Je höher meine sportliche Belastung ist, desto größer wird auch mein Fettstoffwechsel! Bei intensivem Training greift der Körper vermehrt zu KH, aber auch vermehrt auf Fettreserven zurück!!! Nur der prozentuale Anteil der Fette am Gesamtstoffwechsel verringert sich im Gegensatz zur KH-Menge! Insgesamt wird also bei einem intensiveren Training (schnelleres Laufen) mehr Fett verbrannt als beim langsamen Laufen!!!
Diese Erkenntnis sollte sich doch nun langsam mal durchsetzen, gerade auf solchen Plattformen wie wecarelife!
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