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Experte: Mag. Michael Mayrhofer

Aktualisiert am: 21.08.2006

Frisbee

Egal ob Sommer oder Herbst, Frisbee ist der ideale Outdoorsport. Im Park sieht man die flachen Scheiben ebenso wie am Strand durch die Lüfte fliegen. Wer aber denkt, dass es sich dabei um ein "bisschen Zuwerfen" handelt, der irrt. Denn der Frisbeesport wird auch professionell gespielt. Profiligen in Amerika und Weltmeisterschaften lassen die Discsportler jubeln. Ultimate, Disc-Golf, Freestyle etc. gewährleisten eine große Bandbreite und viel Spaß für jedermann.

Ultimate: Die Wurfsportart ganz ohne Schiedsrichter

Bei dieser Mannschaftssportart dreht sich alles um die Scheibe. Es stehen sich zwei Mannschaften mit max. sieben Spielern gegenüber. Die Frisbeescheibe muss dabei in die gegnerische Zone befördert werden. Diese Sportart fordert nicht nur Teamgeist, eine gute Technik und Spielverständnis, sondern macht auch eine Menge Spaß.

Geschichte
Die Anfänge des Frisbeesports sind in Amerika zu finden. 1954 fanden dort die ersten Discsport-Wettkämpfe statt. Die Mannschaftssportart "Ultimate" wurde 1968 erstmals gespielt. Das führte zu zahlreichen Clubgründungen an den amerikanischen Universitäten und zu einem richtigen Frisbeeboom. Um 1970 gelangte diese Funsportart nach Europa.

Das Spielfeld
Das Spielfeld ist 100 Meter lang und 37 Meter breit. Die Länge des Hauptfeldes beträgt 64 Meter. An den beiden Enden des Platzes befinden sich zwei Endzonen mit jeweils 18 Meter Länge. Je nach Spieleranzahl kann das Feld verkleinert bzw. vergrößert werden. Die Teams stellen sich an den vorderen Endzonenlinien auf.

Das Regelwerk
Die Spielzeit dauert maximal zwei Halbzeiten zu 25 Minuten. Das Spiel ist jedoch beendet, sobald ein Team fünfzehn Punkte erzielt. Wer den Frisbee fängt, muss sofort stehen bleiben und darf sich, wie beim Basketball, nur im Sternschritt bewegen. Die Frisbeescheibe muss durch gutes Passspiel in die gegnerische Zone befördert werden. Dabei darf die Scheibe zehn Sekunden in der Hand gehalten werden. Landet die Frisbeescheibe am Boden, im Aus (Linienberührung zählt zum Aus) oder beim Gegner, wechselt der Scheibenbesitz ("Turnover"). Die Spielzeit wird vorab des Spiels festgelegt. Nach jedem erzielten Punkt dürfen beliebig viele Spieler ein- bzw. ausgewechselt werden.

Risiko
Ultimate ist ein körperloses Spiel. Tacklings sind nicht erlaubt und kommen äußerst selten vor. Verletzungen stehen daher nicht auf der Tagesordnung. Schnappen Sie sich eine Scheibe und wagen Sie Ihren ersten Wurf.

Die Scheibe
Kinder machten eine Kuchenform der amerikanischen Bäckerei Ma-Frisbie zu Ihrer Wurfscheibe. Studenten waren von den Flugeigenschaften derartig beeindruckt, dass sie zu experimentieren begannen. Das Ergebnis: Eine neue Sportart namens "Frisbie-ing" war geboren.

Besonderheiten
Ein Schiedsrichter wird bei diesem Spiel nicht benötigt. Erfolgt ein Foulspiel, schreit der gefoulte Spieler selbst "Foul" und alle Mit- bzw. Gegenspieler verbleiben auf Ihren Positionen. Bestreitet der Gegenspieler das Vergehen, wandert die Scheibe zurück zum Passgeber. Von dort wird das Spiel nun fortgesetzt. Fairness wird im Frisbeesport groß geschrieben. Das gilt für alle Discsportarten.


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