Gelassen und entspannt dank Yoga

Yoga hat viele verschiedene Facetten. Sie alle können dazu beitragen, selbst in stressigen Zeiten oder Situationen innere Ruhe und tiefe Entspannung zu erleben. Ob es das dicht gedrängte berufliche Programm ist, oder einfach die mit Erledigungen volle Osterzeit - auch hier kann Yoga eine echte Unterstützung sein.

 

Wie Yoga wirkt

Sie wollen gelassener werden? Besser mit Stress und Druck umgehen? All das ist dank Yoga möglich. Die Wirkung geht dabei von verschiedenen Bestandteilen aus, denn Yoga ist mehr als „nur“ Körperübungen, auch wenn bei uns im Westen v. a. die sogenannten Asanas am bekanntesten sind.

Ganzheitliches Yoga berücksichtigt folgende Punkte:

 

Die Atmung: Unsere Atmung ist unser Schlüssel zu unserer Energie. Atmen wir flach und unregelmäßig, fühlen wir uns gestresst und gehetzt. Lernen wir, unsere Atmung zu kontrollieren und sie bewusst einzusetzen, werden wir ruhig, gelassen und entspannt. Deshalb wird beim Yoga bewusst auf die Atmung geachtet. Je nach Yoga-Stil kommen mehr oder weniger Atemübungen (Pranayama) vor. Prana bedeutet übersetzt Energie. Durch die bewusste Kontrolle über unseren Atem können wir unser Energielevel beeinflussen. Ganzheitliche Stile wie das integrale Hatha Yoga geben den Atemübungen deshalb auf Grund ihrer starken Wirkung viel Raum.

Gesunde Ernährung: Unsere Essgewohnheiten haben einen großen Anteil daran, wie wir uns fühlen, und tragen so zu unserem persönlichen Stresslevel bei. Während sich gelegentliches Schlemmen und kleine „Sünden“ nicht weiter negativ auswirken, solange die Basisernährung stimmt, trägt permanentes unachtsames Essen dazu bei, dass wir müde, erschöpft, gestresst und übergewichtig werden. Beim Yoga wird daher auch auf die Ernährung geachtet und der Schwerpunkt v. a. auf basische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Kräuter gelegt. Stressverstärkende Lebensmittel wie künstliche Aroma-, Konservierungs- und Farbstoffe, raffiniertes Getreide, Zucker oder gehärtete Fette sollten dieser Ansicht nach besser reduziert oder ganz vermieden werden.

Körperübungen: Die sogenannten Asanas sind das, was bei uns allgemein unter Yoga verstanden wird, auch wenn sie an und für sich wie geschildert nur einen Teil davon ausmachen. Während wir die Körperübungen oftmals als Work-out empfinden, ist ihr eigentliches Ziel nach Yoga-Tradition vielmehr, unseren Körper darauf vorzubereiten, problemlos in der Meditationshaltung still sitzen zu können. Denn wenn unsere Beine und Hüften gut gedehnt und unser Rücken durch die Übungen gestärkt sind, ist es uns möglich, aufrecht und leicht in der sogenannten einfachen Haltung zu verweilen und zu meditieren. 

Körperübungen haben aber noch weitere positive Auswirkungen: Sie harmonisieren unser Nervensystem, stärken unsere Muskeln und Organe, fördern unser Gleichgewicht und machen uns beweglich.

Entspannung: Zur Ruhe kommen und entspannen ist etwas, was viele von uns regelrecht verlernt haben. Es scheint schon fast so, als wäre dafür einfach keine Zeit mehr. Umso wichtiger ist es, dass wir uns diese erst recht regelmäßig nehmen. Beim Yoga gibt es dafür v. a. eine Übung: Savasana, die Stellung der Toten. Hierbei liegen Sie auf einem flachen Untergrund (z. B. einem Teppich oder einer Yogamatte) auf dem Rücken. Wenn Sie möchten, können Sie sich dabei gerne mit einer Decke zudecken. Die Beine sind ausgestreckt, die Füße sind in etwa hüftbreit geöffnet, die Zehen fallen bequem nach außen. Die Arme liegen ca. 45 Grad vom Körper entfernt, die Handflächen zeigen nach oben. Die Augen sind geschlossen. Mit jedem Atemzug stellen wir uns vor, mehr und mehr Gewicht an den Boden abzugeben.

Diese Stellung gilt als eine der wichtigsten Yogahaltungen, auch wenn es von außen betrachtet vielleicht so aussieht, als würde man einfach nur herumliegen. Tatsächlich aber können wir von dieser Position vielseitig profitieren: Atmen wir dabei ruhig und bewusst, kommen wir wieder zu Kräften. Wir speichern außerdem all jene Energie ab, die wir zuvor durch die Atem- und Körperübungen aufgebaut haben. So kann die Praxis ihre volle Wirkung entfalten. 

Positives Denken & Meditation: Unsere Gedanken bestimmen unsere Wirklichkeit. Stress entsteht u. a. auch dadurch, wie wir Situationen wahrnehmen und bewerten. Positives Denken hilft deshalb sehr, wenn es darum geht, gelassener zu werden. Um unsere Gedanken besser beobachten zu können und unsere persönlichen Denkmuster leichter zu durchbrechen, hat sich Meditation bewährt. Mittlerweile gibt es immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen, die beweisen, dass Meditation nicht nur ruhiger und gelassener macht, sondern auch gesundheitsfördernd und lebensverlängernd wirkt. Sie wird daher auch als begleitende Therapie gegen Stress, Schmerz und chronische Erkrankungen eingesetzt. 

Gerade zu Beginn ist es hilfreich, geführte Meditationen durchzuführen, sei es mit einem Yoga- oder Meditationslehrer oder via CD oder DVD. Es gibt auch kostenlose Meditations-Apps, wie die deutsche 7Mind-App, die die tägliche Meditationspraxis sehr gut unterstützen können.

 

Ob Sie mit einem der genannten Punkte beginnen oder direkt mehrere Ebenen angehen, ist Ihnen überlassen. Starten Sie am besten so los, wie es Ihnen im Moment guttut. Wenn möglich, mit einem guten Yogalehrer in einem Studio oder in einem Kurs, in dem Sie sich wohlfühlen. Sie werden schnell merken, dass bereits kleine Veränderungen große Auswirkungen haben können. Umso regelmäßiger Sie selbst einfache Übungen in Ihren Alltag integrieren, umso mehr werden Sie davon profitieren.

 

Quellen:

Information rund um das Thema Yoga, verschiedene Yogastile und aktuelle Kurse und Studios in ganz Österreich finden Sie hier

Wissenschaftliche Studien zum Thema Meditation