Herz-Kreislauf
Aktualisiert am: 30.05.2006
Sportherz
Als Sportherz bezeichnet man das erweiterte bzw. verdickte, auch hypertrophierte, gesunde Herz des trainierten Ausdauersportlers.
Kennzeichen sind eine vermehrte Kapillarisierung, ein gestärkter Herzmuskel und die Zunahme des Herzschlagvolumens in Ruhe und bei Belastung (das Absinken des Ruhe- und Belastungspulses). Es benötigt in Ruhe weniger Sauerstoff, ist belastungsfähiger und bietet gesteigerte Leistungsvoraussetzungen bei Ausdauerbelastungen.
Auswirkungen von regelmäßiger Bewegung auf das Herz-Kreislauf-System:
- Die Blutgefäße weiten sich. Mit dem Strömungswiderstand in den Gefäßen sinkt auch der Blutdruck: Nach mehreren Monaten des Trainings kann sogar eine Reduktion des Belastungsdruckes bis 20 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) erreicht werden.
- Die Herzleistung verbessert sich unter Belastung um bis zu 20 Prozent.
- Das Herz wird besser durchblutet und der Sauerstoffbedarf nimmt ab.
- Das Arteriosklerose-Risiko verringert sich, weil sich die Blutfette verbessern. Das "schlechte" (LDL-) Cholesterin und die Triglyceride sinken und das "gute" (HDL-) Cholesterin steigt.
- Die Blutzuckerwerte sinken.
- Die Wirkung medikamentöser Therapien (gegen hohen Blutdruck, Cholesterin usw.) wird unterstützt; unter Umständen kann der Arzt sogar die tägliche Dosis herabsetzen.
- Ausdauer, Kraft und Leistungsfähigkeit verbessern sich bzw. bleiben erhalten.
- In Verbindung mit einer fettarmen Ernährung trägt Sport dazu bei, Übergewicht abzubauen - ein weiterer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Das Risiko für Folgeerkrankungen wird vermindert.
- Sport ist hilfreich, um sich das Rauchen abzugewöhnen, denn: Beim regelmäßigen Training spürt man deutlich, wie sehr der blaue Dunst die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.
- Stress und psychosoziale Belastungen können leichter abgebaut werden, innere Ausgeglichenheit und Selbstwertgefühl bleiben keine leeren Schlagworte.
Tipps für "ideal dosierten" Sport
Regelmäßiges, genau dosiertes Ausdauertraining wirkt sich äußerst positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Aber auch hier gilt wie so oft: Die richtige Dosis macht es aus. Diese festzustellen ist Aufgabe des Arztes bzw. eines professionellen Fitness-Trainers. Anhand Ihres Körpergewichtes, Ihrer Pulswerte, Ihrer Krankheitsgeschichte und der aktuellen Verfassung muss ein idealer Trainingsplan erstellt werden, der immer wieder aktualisiert wird.
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